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Freitag, 18. August 2017

[Die Ventura-Saga] Band 1 - Wir zwei in fremden Galaxien

Hallo zusammen,

diese Geschichte habe ich durch Zufall entdeckt und wusste da noch gar nicht, wie neu sie ist. Hier war jedoch klar, dass es sich um einen ersten Band handelt - ein Glück.

Fakten:
  • Autorin: Kate Ling
  • Übersetzerin: Anja Hackländer
  • Roman
  • 2017 erschienen
  • 336 Seiten
  • Bastei Lübbe (one by Lübbe) Verlag
  • Preis: 17,00€ (gebundene Ausgabe)
Klappentext:
"Wir sind eine der interstellaren Generationen. Wir haben die Erde nie gesehen; wir werden unser Ziel nie zu sehen bekommen. Dieses Raumschiff, auf seiner siebenhundertjährigen Reise, ist das Einzige, was wir jemals sehen werden. Was unsere Kinder je sehen werden. Was unsere Eltern je gesehen haben."

Die 17-jährige Seren lebt seit ihrer Geburt auf der Ventura und steht kurz vor der Abschlussfeier ihres Schuljahrgangs. An diesem Tag wird nicht nur entschieden, in welchem Bereich des Raumschiffs sie in Zukunft arbeiten soll, vor allem wird bekanntgegeben, wer aus dem aktuellen Jahrgang zu ihrem Lebenspartner ausgewählt wurde. Doch Seren hat ein Problem, denn sie hat sich verliebt. Mit dem spanischstämmigen Domingo, kurz Dom, erlebt sie echte Gefühle, das Herzklopfen der ersten Liebe. Doch beide wissen, dass sie damit gegen alle Regeln verstoßen und nur heimlich zusammen sein können. Als sich für das junge Paar eine Möglichkeit ergibt, das Raumschiff zu verlassen, muss Seren sich entscheiden. Will sie die sicheren Räume der Ventura verlassen, ohne zu wissen, ob sie außerhalb überleben können? Aber was ist die Alternative?"

Irgendwie war mir schon bewusst, dass dieses Buch wohl im Weltraum spielen wird, aber als ich es dann noch einmal gelesen habe, war ich total hin und weg. Diese Welt, die die Autorin da geschaffen hat, ist großartig und beeindruckend. Vieles konnte ich mir nicht so richtig in der Umsetzung vorstellen, aber wenn das so geht, haben wir vielleicht doch noch eine Chance, wenn die Erde mal komplett am Ende ist.

Das System auf der Ventura ist ausgeklügelt bis ins kleinste Detail. Wie viele Menschen dürfen auf dem Raumschiff leben, wie viele Dinge werden benötigt, wie wird Nahrung hergestellt, wie werden Unterschiede und damit eventuelle Konflikte vermieden. So werden Paare einander versprochen bzw. zugeteilt und dann bekommen sie über künstliche Wege Kinder, aber auch die mehr oder weniger auf Zuteilung. Dies ist ein ziemlicher Einschnitt in das Leben eines jeden und es ist verständlich, dass wenn sich jemand gegen Liebe stellt, es zu Widerstand kommt.

So geht es nun Seren. Sie begreift mehr und mehr wie die Ventura eigentlich funktioniert und hat eine Meinung dazu. Sie will ihren zugeteilten Mann nicht, denn sie liebt einen anderen. Den anderen darf sie nicht haben und wenn sie es doch versuchen, müssen sie mit harten Strafen rechnen. Auf einem Raumschiff ist es außerdem unvermeidlich, dass irgendwann jeder alles weiß, weil man ja auch irgendwie jeden kennt, es sind ja nur 2.000 Personen insgesamt.

Es entwickelt sich also eine Liebesgeschichte, die einen großen Teil der Geschichte einnimmt und typisch Teenager-Drama ist. Dafür erntete die Autorin bereits viel Kritik, vor allem, weil es für ein bisschen Liebe kein Universum braucht. Diese Meinung teile ich nicht. Klar, ich mag einfach solche Geschichten, aber ich finde auch den Rahmen toll und das es andere Hindernisse gibt als gewöhnlich und so weiter. Sicherlich hätte die Autorin mehr auf diese dystopische Welt eingehen können und alles mehr beschreiben, aber hey - das war der erste Band und wer weiß, was noch alles folgt.

Sicherlich muss man Liebesgeschichten mögen, um dieses Buch zu mögen, und es reicht eben nicht Fan des Weltalls zu sein, aber das ist nicht schlimm. Es gibt ja genug andere Weltraumgeschichten ohne Liebe =D
Daher möchte ich das Buch definitiv weiterempfehlen. Sicherlich eher an die weiblichen Leserinnen unter euch, aber ich glaube auch Männer können ihre Freude daran haben. Schließlich gibt es einige Maschinen zu erforschen.

Weiß jemand wann der nächste Teil rauskommt?

Eure Blue Diamond.



Mittwoch, 16. August 2017

Hinter den Spiegeln

Hallo meine Buchprinzessinnen,

heute wird es adelig auf dem Blog, denn wir wenden uns diesen Jugendbuch zu, dass sich mit Wien und den Grafen und Prinzessinnen aus der Zeit vor dem ersten Weltkrieg beschäftigt. Ich habe das Buch gelesen, weil Sabrina von Look at my Books meinte, dass es absolut toll ist. Der Klappentext hat mich dann sehr interessiert und hier sind wir nun...

Die Fakten:
  • Autor: Ulrike Schweikert
  • Titel: Hinter den Spiegeln
  • Reihe: Das Wiener Vermächtnis 1
  • Erschienen: 2014
  • Verlag: Mira Taschenbücher
  • Seiten: 455 + Glossar
  • Preis: 9,99 Euro
  • Klappentext: "Wien 1892. Bei einem tragischen Sturz verliert die junge Komtess Luise von Waldenberg ihr Gedächtnis. Aber gerade das öffnet ihr die Augen: Die Dekadenz des Hofadels kommt ihr plötzlich verlogen vor, im elterlichen Palais erscheint ihr die strenge Aufteilung zwischen den Bediensteten und ihrer eigenen Familie falsch. Und warum werden treppauf und treppab Wahrheiten verschwiegen statt ausgesprochen? Doch Luise ist nicht allein: In der Werkstatt des jungen Zuckerbäckers Stephan Brucker erlebt sie eine sinnliche Welt voller Düfte, süßer Genüsse und warmer Vertrautheit. Eine Mesalliance bahnt sich an, die auf höchste Empöhrung stößt. Denn es gibt ungeschriebene Gesetze, die niemand brechen darf. Könnte doch davon die Zukunft der Donaumonarchie anhängen..."
Zur Handlung: Als Luise aufwacht, kann sie sich an nichts erinnern. Sie liegt in einem Bett in einem Zimmer, das sie nicht wiedererkennt. Die Menschen, die sie besorgt anschauen, sagen ihr nichts. Sie weiß nicht, wie sie dahin gekommen ist, aber ihr Instinkt sagt ihr, dass dies ihre Familie ist, ihr Zuhause. Mit etwas Mühe findet sie sich in der Welt einer jungen Komtess in Wien wieder zurecht.

Doch sie muss feststellen, dass ihr Leben scheinbar keineswegs so einfach ist, wie es von außen aussieht. Vor ihrem Unfall, an den sie sich nicht erinnert, war sie schon fast verlobt. Doch diese Beziehung steht nun auf der Kippe und Luise weiß nicht, ob sie das schlecht findet. Ihr Cousin Max scheint ihr zunächst vertrauenswürdig, doch auch er scheint irgendwelche Probleme zu haben. Schließlich fühlt sich Luise eigentlich nur an einem einzigen Ort wohl, in der Zuckerbäckerei bei Stephan - doch diese Beziehung darf nun auf keinen Fall sein.

Leider war dieses Buch eher ein Flop für mich. Aber beginnen wir ganz von vorn. Luise kann sich an nichts wirklich erinnern, aber das scheint ihr seltsamerweise auch nicht wirklich etwas auszumachen. Sie stiftet einige Bedienstete an, es zu verbergen und ihr zu helfen, und gut war es. Das war für mich nicht realistisch. Desweiteren wird schnell deutlich, dass die eigentliche Luise ein kleines eifersüchtiges Monster war. Wie kann denn ein einzelner Sturz daran alles ändern? Wie wird sie dadurch ein neuer Mensch?

Luise als Charakter selbst hat mich nicht vom Hocker gerissen. Sie ist zwar jetzt total nett, aber für mich bleibt sie die ganze Zeit farblos. Gelegentlich setzt sie sich über das hinweg, was andere ihr sagen, aber generell habe ich an ihr nichts gefunden, was irgendwie besonders oder bemerkenswert wäre. Um sie herum haben wir dann die drei Jungs, die sie jeder auf seine Art irgendwie gut finden. Max wirkt am Anfang ganz cool, wird aber schnell gruslig. Von dem Quasi-Verlobten sehen wir viel zu wenig, um irgendwas zu wissen. Und Stephan hat mich total irritiert, da er quasi ein Stalker ist.

Luises Familie ist dazu auch total seltsam. Die Mutter leidet unter sowas wie Depressionen, wird dafür aber von ihrer gesamten Familie nur verachtet, was natürlich wahnsinnig hilft. Der Vater interessiert sich eigentlich nur für seinen Ruf, hat aber nebenher auch eine Affäre mit irgendeiner Schauspielerin oder so. Die Familie der Mutter will einfach nur so viel abfassen wie irgendwie geht und bei ihnen geht es immer nur ums Geld. Ausnahme ist da die Cousine, die zwar kein Geld will aber dafür alles andere, was Luise hat.

Die Handlung hat mich leider nicht gefesselt. Klar will man schon irgendwie wissen, was nun mit Luise passiert war. Andererseits wird davon so oft abgeschwiffen und es geht so langsam voran, dass man es dann eigentlich auch gar nicht mehr wissen muss. Das Ende wirkt dann auch irgendwie sehr überstürzt und die Rolle, die Rudolph darin spielt, war für mich absolut nicht nachvollziehbar. Hier hätte man vorher erstmal etwas aufbauen sollen. Und die vielen Prinzessinnenprobleme zwischendurch haben mich auch nicht wirklich tangiert.

Am schlimmsten fand ich aber ehrlich die Dialoge. Sie fühlten sich so unecht und gestelzt an. Oft war das einfach nur Info-Dumping, vor allem wenn der Vater sich mit einem Kumpel in einem Club unterhält und diese Dinge zueinander sagen, die erwachsene Männer so nie sagen würden, nur damit wir alle Infos haben, die aus der Szene rausspringen mussten. So konnte ich auch keinen der Charaktere ernst nehmen.

Insgesamt fand ich das Buch leider nur mäßig interessant. Die Beziehungen zwischen den Hauptfiguren waren alle durchaus problematisch. Das Ende war überstürzt und dafür der Rest total unfokussiert. Einige Dinge hat man durchaus kommen sehen, anderes vielleicht nicht im Detail. Die Charaktere konnte ich nicht ernst nehmen, weil sie sich einfach nicht wie normale Menschen benommen haben. Und das Ende, quasi der Epilog, war ziemlich unmöglich. Es soll wohl weitere Bücher dazu geben, die ich aber sicher nicht lesen werden.

Kennt ihr die Reihe? Hat sie euch zugesagt?

Bis bald,
Eure Kitty Retro





Meine Bewertung: 
 

Sonntag, 13. August 2017

Die Verratenen - Band 1

Hallo an alle Poznanski-Fans,

ich würde mich nicht direkt als einer bezeichnen, aber ich mag ihre Geschichten und hatte mal wieder Lust auf eine.

Fakten:
  • Autorin: Ursula Poznanski
  • Jugendbuch-Thriller
  • 2014 erschienen
  • 464 Seiten
  • Loewe Verlag
  • Preis: 9,95€ (Taschenbuch)
Klappentext:
"Vertraue niemandem. 
Denn jemand will deinen Tod. 
Es könnte jeder sein. 

Eine Welt, die perfekt und gerecht erscheint. 
Sechs Studenten, die dachten, sie kennen die Wahrheit. 
Doch plötzlich sind sie auf der Flucht, verraten, verfolgt und dem Schicksal ausgeliefert."

Das ist doch mal ein Klappentext, der Spannung verspricht und nicht zu viel verrät. Ich habe schon wieder den Fehler gemacht und nicht richtig aufgepasst, dass es sich hier um eine Reihe handelt. Grundsätzlich sind Reihen ja toll, ich lese sie halt nur auch gern komplett... Naaaja.

Erst gestern habe ich mich mit der lieben Kitty darüber unterhalten, dass ich einige Geschichten mit so einer dystopischen Welt die durch eine Glaskuppel abgeschirmt ist, kenne. Auch hier haben wir so eine Kuppel die die Welt in Sphären einteilt. Es gibt ein innerhalb und außerhalb und verschiedene Bereiche. Die Sonne oder generell Wetter gibt es nicht innerhalb der Sphäre. Man erfährt leider auch nicht so viel über diese, dafür umso mehr über unsere handelnden Personen.

Das Leben in den Sphären fokusiert sich vor allem auf Lernen und Streben nach Wissen. Alle sind darauf getrimmt sich perfekt zu verhalten, zum Beispiel auch ihrem Körper gegenüber. Hier tragen sie eine kleine Maschine am Handgelenk, die sie ständig überwacht. Alle Körperfunktionen werden verarbeitet. So kann dieser Salvator zum Beispiel auch feststellen, wann man etwas essen sollte, oder auch wann es notwendig ist, sich medizinisch untersuchen zu lassen. Dank dieser Technik kann man auch gefunden werden und, wie unsere Protagonisten schmerzlich feststellen müssen, auch abgehört werden.

Die Hauptcharaktere sind Studenten, die wir alle kennen lernen. Jeder hat bestimmte Ausprägungen, die er besonders intensiv studiert hat. Es sind also keine Fähigkeiten, sondern wirklich Wissen, was hier glänzt. Alle sind in Listen aufgeführt und haben das Ziel so weit oben wie möglich zu stehen. Doch als es mal wieder zu so einem Tag kommt, wo die Besten gekührt werden, passiert eine Art Auswahl von 6 Personen - unseren Hauptcharakteren, die auf eine Reise geschickt werden. Das macht sie skeptisch, zu recht, denn diese Reise katapultiert sie aus ihrer gewohnten Umgebung. An dieser Stelle kann ich unmöglich weiter erzählen, ohne zu viel zu sagen.

Wahrscheinlich wird die Geschichte eher als Thriller eingeordnet, da die Welt, die beschrieben wird, außerordentlich realistisch ist. Ich konnte sie mir sehr gut vorstellen und so weit weg von unserer jetzigen, ist sie gar nicht gewesen. Gerade diese Armbänder die jetzt schon so viele haben, warum sollten die nicht irgendwann auch all das können und vielleicht noch mehr.

Auch das Geschehen außerhalb der Sphären hat mir richtig gut gefallen. Es halt viele menschliche Aspekte abgebildet, die sehr schön konsequent und auf den Punkt waren. Zwischendurch schien mir die Handlung etwas durcheinander, aber das löste sich dann wieder und ergab so halbwegs Sinn. Es schoss mir dann auch immer mehr, dass das vielleicht doch kein alleinstehendes Buch ist.

Die Autorin hat einfach einen sehr fesselnden und ausdrucksstarken Schreibstil, der mir gut gefällt. Aber ich könnte auch nicht zu oft darin lesen, da es mir dann auch zu viel werden könnte. Manchmal gibt es in Büchern ja so abflachende Momente in denen man sich mehr oder weniger ausruht, die gibt es hier nicht und das ist schon etwas anstrengender ^^

Diese Reihe möchte ich auf jeden Fall weiterlesen und bin schon gespannt, was noch so kommen mag. Empfehlen kann ich es jedem, auch wenn Jugendbuch drauf steht,

eure Blue Diamond.

Freitag, 11. August 2017

[Filmkritik] Wonder Woman

Hallo meine Freitagsfilmfreunde,

ich bin kein großer Fan der DC-Kinofilme. Suicide Squad war leider eine totale Enttäuschung für mich. Dennoch hat mich Wonder Woman von Anfang an interessiert, denn wann kriegen wir denn mal wieder einen Superheldinnenfilm? Außerdem haben viele Menschen, denen ich geschmacklich vertraue, diesen Film durchaus gelobt. Also ab ins Kino...

Zur Handlung: Diana wächst von klein auf zwischen den Amazonen auf, bestaunt ihre Kampffähigkeiten und will endlich alt genug sein um mit den anderen zu trainieren. Ihre Mutter ist allerdings nicht glücklich darüber, wie begeistert die kleine Diana vom Kämpfen ist. Doch als Diana aufwächst wird klar, dass sie eine besondere Kriegerin ist, die vielleicht sogar besondere Fähigkeiten hat.

Dann landet plötzlich ein Flugzeug im Meer vor der Insel, auf der die Amazonen leben, und Diana beschließt den Piloten zu retten. So lernt sie Steve Trevor kennen, der ihr vom Krieg in der Welt erzählt. Diana erkennt darin das Werk des Kriegsgottes Ares und beschließt, die Amazonen zu verlassen und die Welt von Ares zu befreien.

Oh mein Gott, als erstes muss ich sagen, dass ich mich total in die Rolle von Chris Pine verliebt habe. Er und Gal Gadot haben für mich eine ganz tolle Anziehungskraft gehabt und obwohl man nicht sehr viele Stufen ihrer Zuneigung sieht, spürt man doch deutlich, was so zwischen den Zeilen abläuft. Das war für mich absolut der stärkste Punkt des Filmes und hat mich sehr glücklich gemacht.

Der nächste sehr starke Punkte im Film, vor allem in der ersten Hälfte, ist der Humor. Diana ist fernab der Welt aufgewachsen und kann so viele Dinge nicht verstehen. Wir befinden uns schließlich in den 1910er Jahren und die Rechte der Frauen waren damals sehr eingeschränkt. Auch die Kleidung ist natürlich etwas anderes als Dianas Amazonenkostüm. So entsteht sehr viel Situationskomik, die wirklich niedlich ist und Freude macht, ohne respektlos zu sein.

Als nächstes mochte ich die Kampfsequenzen auf der Insel der Amazonen. Diese haben einige wirklich erstaunliche und sehenswerte Techniken und allgemein sind kämpfende Heldinnen ein toller Anblick. Auch der Kontrast zu den "gemeinen Soldaten" war irgendwie gut gemacht. Auch andere Kampfszenen waren richtig gut. Dann kam aber das Ende, und das war ja mal ein Alptraum. So schlechte Animationen habe ich lange nicht gesehen. Und dann hat mich dieser blöde Ares in dem Moment auch gar nicht interessiert...

Schlecht fand ich außerdem die Besetzung von Ares. Ich will hier natürlich nicht spoilern, und obwohl ich den Twist am Ende wirklich gut fand, war das einfach der falsche Schauspieler. Und ich liebe liebe liebe ihn... nur nicht in so einer Rolle. Er ist einfach kein Flammenwerfender Superschurke, kein rachsüchtiger Kriegsgott. Nicht so. Das hat mich wirklich enttäuscht. Und dann sah auch die Animation noch so kacke aus...

Auch einige Zwischenszenen waren vielleicht etwas arg übertrieben. Ich konnte mit der Handlung nicht immer 100% mitgehen. Dennoch hätte mich das nicht so sehr gestört, wenn das Ende nicht so furchtbar gewesen wäre. 

Alles in allem hat mir der Film gut gefallen. Besser wäre noch gewesen, wäre es eben kein Superheldenfilm gewesen, sondern eher eine Kriegsgeschichte. Dieses ganze Drama am Ende war einfach so überzogen, dass es von der wahrhaft tollen Handlung abgelenkt hat. Ich denke dennoch, dass man sich Wonder Woman bedenkenlos anschauen kann. Mir hat der Film Freude gemacht und heulen konnte ich auch endlich mal wieder in aller Öffentlichkeit.

Habt ihr den Film gesehen? Was sagt ihr zum Ende? Und welchen Film von Chris Pine sollte ich unbedingt anschauen?

Bis bald,
Eure Kitty Retro

Mittwoch, 9. August 2017

Charlie Bone und das Geheimnis der sprechenden Bilder

Hallo meine Lesezauberer,

die liebe Sabrina von Look at my Books hat mich überzeugt, diese Reihe zu lesen. Sie kennt sie schon seit vielen Jahren, für mich war es eine völlig neue Entdeckung. Die Reihe erinnert vielleicht ein bisschen an Harry Potter, vor allem dieser "Er war ein ganz normaler Junge bis etwas Magisches passiert"-Trope hat mich angesprochen. Aber kommt das Buch wirklich an diesen Kindheitsklassiker heran?
 
Die Fakten:
  • Autor: Jenny Nimmo
  • Übersetzung: Cornelia Holfelder-von der Tann
  • Titel: Charlie Bone und das Geheimnis der sprechenden Bilder
  • Reihe: Charlie Bone 1
  • Erschienen: 2003
  • Verlag: Ravensburger Taschenbuch
  • Seiten: 351
  • Preis: 7,99 Euro
  • Klappentext: "Charlie Bone ist ein ganz normaler Junge. Zumindest glaubt er das, bis plötzlich eines Tages ein Foto zu ihm spricht. Und das ist erst der Anfang eines haarsträubenden Abenteuers, in dem drei düstere Tanten, ein geheimnisvoller Kasten und ein fliegendes Mädchen eine wichtige Rolle spielen."
Zur Handlung: Charlie Bone lebt mit seiner seltsamen Familie in einem Haus, geht auf eine ganz normale Schule und hat einen besten Freund, mit dem er viel Zeit verbringt. Seine Familie teilt sich in seine Mutter und deren Mutter, die ihn sehr lieb haben und immer sein Bestes im Sinn haben. Auf der anderen Seite gibt es seine andere Großmutter und seinen Onkel, die beide ein wenig seltsam sind. Und dann sind da noch seine gruseligen Großtanten.

Und gerade diese beschließen nun, dass er auf eine neue Schule muss. Charlie fällt es schwer, auf ein Internat zu wechseln, wo er nur noch am Wochenende nach Hause darf. In seiner Familie sind sich aber fast alle einig, dass es das beste ist, auf die Großtanten zu hören. Und schließlich war Charlies verstorbener Vater auch auf dem Internat...

Beim Lesen dieses Buches ist mir vor allem Charlies Familie positiv aufgefallen. Die Charaktere sind alle etwas verrückt. Ich hatte oft das Gefühl, dass ich etwas zu sehr gelenkt werde, wen ich gut finde und wen nicht, aber vielleicht ist das auch mit Kinderbüchern etwas ausgeprägter. Vor allem Charlies Onkel lernt man im Verlaufe der Geschichte etwas besser kennen und ich bin gespannt, in welche Richtung sich das alles weiterentwickelt.

Wir werden in diesem Band nicht nur mit Charlies Fähigkeit, sondern auch einem Mysterium vertraut gemacht. So sprechen plötzlich Bilder mit Charlie, bzw hört er das, was bei der Aufnahme des Fotos in etwa gesprochen wurde. Daher erfährt er von einem kleinen Mädchen, das als Baby weggeben wurde und nun von seiner Tante gesucht wird. Allerdings will jemand auf keinen Fall, dass sie gefunden wird. Charlie hat aber die besten Chancen von allen, Licht in das Dunkel zu bringen.

Ich fand diesen Aspekt der Handlung sehr interessant und die Auflösung auch nicht vorhersehbar. Natürlich wird es nie zu spannend oder gruselig, aber ich denke, Kinder sollten sich da gut unterhalten fühlen. Ich bin nicht sicher, inwieweit das alles noch Auswirkungen auf die späteren Bücher hat, denn mir ist noch nicht völlig klar, warum das Mädchen nicht gefunden werden sollte. Aber vielleicht habe ich da auch nur was nicht mitbekommen.

Interessant finde ich auch, dass an Charlies Internat nicht nur sonderbegabte Kinder sind, die also magische Fähigkeiten haben, sondern auch Schüler, die einfach wahnsinnig künstlerisch begabt sind. Die Zusammensetzung führt dazu, dass die Sonderbegabten nicht so abheben, obwohl der Sohn des Schulleiters schon ein bisschen einen Höhenflug hat. Außerdem hat jeder Schüler nur seine individuelle Gabe und das unterscheidet das Konzept schon stark von Harry Potter.

Was für mich schon vergleichbar war, ist das Abtauchen in eine andere Welt und die Möglichkeit, viele spannende Abenteuer dort zu erleben. Ich würde nicht sagen, dass die Bücher vergleichbar sind, aber sie haben mir ein ähnliches Gefühl gegeben, einfach weil ich auch wenig Kinderbücher lese. Ich fand es auf jeden Fall sehr gut und habe mir dann gleich den zweiten Band besorgt.

Alles in allem handelt es sich um einen interessanten Start. Wir lernen viele Charaktere kennen und wollen natürlich noch viel mehr von ihnen erfahren in den Folgebänden. Obwohl das Rätsel um das fliegende Mädchen gelöst wurde, ist noch Vieles ungewiss und bisher nur angedeutet worden, sodass die Spannung weiterbesteht. Charlie ist für mich erstmal als Hauptfigur in Ordnung, sticht aber nicht besonders positiv heraus. Seine verrückte Familie interessiert mich da schon viel mehr.

Kennt ihr die Reihe? Habt ihr sie eventuell als Kind schon gelesen?

Bis bald,
Eure Kitty Retro






Meine Bewertung: 

Sonntag, 6. August 2017

2084 Noras Welt

Hallo an alle,

ich habe jetzt eine Woche Urlaub und werde hoffentlich ganz viel darin zum Lesen kommen. Wir können gespannt sein :D Doch vorher habe ich dieses Hörbuch gehört.

Fakten:

  • Autor: Jostein Gaarder
  • Übersetzerin: Gabriele Haefs
  • Roman
  • 2015 erschienen
  • 224 Seiten
  • dtv Verlagsgesellschaft
  • Preis: 8,95€ Taschenbuch

Klappentext:
"Nora, fast sechzehn, ist ein kluges und tatkräftiges Mädchen. Und sie macht sich Gedanken über die Umwelt: über Klimawandel, Artensterben und die Gefährdung unseres Planeten. So gründet sie gemeinsam mit ihrem Freund eine Initiative, die Maßnahmen für den Erhalt der Erdatmosphäre erarbeitet. Doch eines ist kurios in Noras Leben: In ihren Träumen erhält sie Botschaften von ihrer Urenkelin Nova aus dem Jahr 2084. In Novas Welt ist der Meeresspiegel gestiegen, Klimaflüchtlinge ziehen umher, im Norden grasen Kamele, zahllose Arten sind ausgestorben. Kann Nora in ihrer Zeit dafür sorgen, dass die ökologische Katastrophe der Zukunft verhindert wird? Und wie können ihre Träume ihr dabei helfen?"

Nora erzählt uns zuerst von ihrem Leben und ihrer Welt. Sie ist sehr klug und glaubt an das Gute im Menschen. Sie versteht schnell was Leben bedeutet und wie wertvoll es ist. Nicht nur für den Menschen sondern für jeden. Pflanzen und Tiere liegen ihr schnell genauso am Herzen. Am liebsten würde sie alles wissen wollen.

Sie hat auch einen Freund und eine Familie die sie dabei sehr unterstützen. Dennoch muss sie in Behandlung weil ihr Verhalten eben doch nicht so richtig normal ist. Und dann passiert noch etwas verrücktes. Sie träumt und diese Träume scheinen unglaublich real zu sein.

Wo und wie genau ist ja nicht so wichtig, aber sie begegnet Nova und Nova ist mit ihr verwandt. Das wäre ja alles total in Ordnung wenn Nova nicht aus einer anderen Zeit wäre...

Es steht fest, dieses Buch ist unglaublich süß und in seiner Art für mich bisher einzigartig. Der Schreibstil ist sehr verständlich und vor allem für Kinder ganz toll. Außerdem ist die ganze Geschichte so lehrreich ohne aufdringlich oder belehrend zu sein. Wenn ihr eine kleine Nora kennt, dann schenkt ihr unbedingt diese Geschichte egal in welchem Medium.

Kennt ihr so Bücher die euch in eurer Kindheit geprägt haben? Sowas kann dieses meiner Meinung nach auch sein.

Daher und weil ich mich eindeutig in die Geschichte verliebt habe, möchte ich es jedem empfehlen,

eure Blue Diamond.



Freitag, 4. August 2017

[Filmkritik] Seelen

Hallo an alle Filmfreunde,

ich habe noch nie ein Buch von Stephenie Meyer gelesen und mich eigentlich auch noch nie für ihre Geschichten interessiert. Auf Prime lief mir dann dieser Film über den Weg und ja, mir war langweilig und ich wollte was nettes ansehen.

Dieser Science-Fiction beruht auf dem gleichnamigen Buch und heißt im Original The Host. 2013 erschien er in den Kinos, er geht knapp über 2 Stunden und ist ab 12 Jahren freigegeben, was ich für legitim halte.

Wie bereits gesagt kenne ich das Buch nicht und werde es höchstwahrscheinlich auch nicht kennen lernen. Daher möchte ich euch auch einen kurzen Abriss der Handlung geben und ja es kann durchaus sein, dass diese vom Buch abweicht, das weiß ich nur leider nicht.

Aliens haben die Erde erobert, oder naja, eher besetzt, denn die Menschen haben sie dabei nicht umgebracht sondern eher besiedelt. Diese Aliens benötigen einen Wirt um Handeln und Sprechen und so weiter zu können. Sie sind viele 1000 Jahre alt und möchten in Frieden und Ehrlichkeit leben, ganz spartanisch und ohne Unterschiede untereinander.

Manche Menschen wehren sich gegen diese Besiedlung und haben sich versteckt. Eine dieser ist Melanie, gespielt von Saoirse Ronan, die dann jedoch doch gefangen wird und ihr eine Seele eingesetzt wird. Diese Seele heißt Wanderer und ist sehr gutmütig und herzlich. Zuerst berichtet sie alles der Sucherin, gespielt von Diane Kruger, was sie der Seele von Melanie entnehmen kann. Doch es ist nicht wie bei anderen Wirten, Melanies Seele bleibt da und kämpft gegen den Eindringling.

Doch dann wendet sich das Blatt und Wanderer beginnt umzudenken. Irgendetwas auf der Erde oder besser im Geiste der Sucherin ist nicht so, wie die Lebensphilosophie der Aliens es verlangt und das führt unweigerlich zu Problemen.

Das sollte zur Handlung genügen. Mir hat die Geschichte und die Idee richtig gut gefallen. Auch die Umsetzung, dass man die Seele mehr oder weniger in den Augen erkennen kann, finde ich sehr gut und irgendwie ja auch in unserem Wortschatz so verankert. Der Beginn war mir etwas zu schnell und zu - ja das ist jetzt eben so - da man nicht weiß, wie es kam, dass die Aliens auf die Erde wollten und was dann passierte. Somit wird der erste Teil der Geschichte sehr erzähl lastig und man muss sich erst einmal reinfinden.

Die zweite Hälfte vom Film steckt dann voller Handlung und hielt für mich immer wieder Überraschungen parat. Manchmal ging es aber auch viel zu schnell, da habe ich einzelne Teile überhaupt nicht verstanden oder in Zusammenhang bringen können. Das war ein bisschen schade.

Dennoch mochte ich das Setting und die Ideen sehr und auch das Ruhige was die ganze Zeit mitschwingt. Definitiv sehenswert,

eure Blue Diamond.

 

Mittwoch, 2. August 2017

Monstress - Awakening


Hallo meine Monster,

ich bin kein Comic-Leser und werde wohl nie wirklich einer werden, aber das Cover und der Titel dieses Exemplars haben mich doch sehr interessiert. Da nun bald der zweite Teil erscheinen wird, war der Comic nochmal überall, und ich musst einfach sehen, was es damit auf sich hat.

Die Fakten:
  • Autor: Marjorie Liu
  • Illustrator: Sana Takeda
  • Titel: Monstress - Awakening
  • Reihe: Monstress Vol. 1
  • Verlag: Image Comics
  • Erschienen: 2016
  • Seiten: 190
  • Preis: 9,45 Euro
  • Klappentext: "Set in an alternate world of art deco beauty and steampunk horror, MONSTRESS tells the epic story of Maika Halfwolf, a teenage surviver of a cataclysmic war between humans and their hated enemies, the Arcanics. In the face of oppression and terrible danger, Maika is both hunter and hunted, searching for answers about her mysterious past as those who seek to use her remain just one step behind ... and all the while, the monster within begins to awaken."
Zur Handlung: In einer dystopisch oder postapokalyptisch anmutenden Welt treffen wir auf Maika Halfwolf. Sie ist auf der Suche nach dem Geheimnis ihrer Familie. Maika ist ein Arcanic und damit von Menschen nicht akzeptiert. Allerdings sieht sie sehr menschlich aus, weswegen sie sich machmal für kurze Zeit einschleichen kann.

Gemeinsam mit einem kleinen Fuchsmädchen und anderen seltsamen Begleitern beginnen wir ein Abenteuer mit Maika, dessen Ende wir noch nicht absehen können. Klar ist, dass es Tote geben wird, dass geopfert werden muss und dass am Ende ein großes Geheimnis auf uns wartet.

Direkt zu Beginn kann ich sagen, dass dies der beste Comic war, den ich je gelesen habe. Obwohl ich ja schon Nimona sehr mochte, hat mich Mostress doch noch mehr überzeugt. Dafür gibt es natürlich viele Gründe. Besonders betonen möchte ich aber, dass hier einfach ein tolles Gesamterlebnis erzeugt wird, in dem sowohl der Zeichenstil als auch die Charaktere und die Handlung eine Einheit bilden, die mich fesselt.

Die Welt bekommen wir vor allem durch den Zeichenstil vermittelt. Alles ist sehr detailliert und erinnert an den asiatischen Kulturraum. Die Zeichnerin ist selbst Japanerin, die aber auch für amerikamische Comic-Unternehmen gearbeitet hat. Doch der Zeichenstil erinnert immer noch ein bisschen an einen sehr detailreichen Manga. Vor allem fallen einige Steampunk-Elemente ins Auge, die aber gern im zweiten Teil noch mehr werden dürfen.

Die Charaktere haben mich überzeugt. Maika ist die mürrische Einzelkämpferin, die weiß, was sie will, und ihren inneren Moralkompass folgt. Sie schreckt nicht vor vielen Dingen zurück um zu bekommen, was sie will. Die Nebencharaktere sind aber auch wirklich toll, allen voran das kleine Fuchskind, welches ihr plötzlich folgt. Es gibt einige Helfer aus dem Weg, aber auch genügend Feinde. Viele Figuren werden erst am Rande vorgestellt und die weitere Geschichte wird dies vertiefen. Das sehen wir auch an dem leichten Cliffhanger am Ende.

Die Handlung ist eigentlich nur Set-up, denn man wird das Gefühl nicht los, dass man Vieles noch nicht versteht und noch nicht tief genug in der Materie steckt. Es wird natürlich eines angedeutet, was dann spätere Abenteuer bestimmen wird. Dennoch bleibt es ein bisschen chaotisch. Ich habe es aber als spannend empfunden und habe nicht wirklich etwas anderes erwartet.

Mehr Worte möchte ich darüber nun eigentlich gar nicht verlieren. Ich freue mich auf den zweiten Band und werde ich unbedingt davon berichten, wenn ich ihn gelesen habe. Wie ich mich kenne, wird das aber ein bisschen dauern, denn richtige Bücher sind mir dann doch irgendwie lieber.

Wie ist das bei euch? Habt ihr den ersten Teil schon gelesen und was denkt ihr darüber?

Bis bald,
Eure Kitty Retro





Meine Bewertung: