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Montag, 16. Oktober 2017

Das unheimliche Labor - #Scaralong

Hallo meine Gruselfreunde,

willkommen zu meiner kleinen Gänsehaut-Woche. Als Kind habe ich die Reihe einfach nur geliebt. Die schaurigen Geschichten waren kurzweilig, unvorhersehbar und haben meine Fantasie angeregt. Durch diese Bücher habe ich meine Liebe zum Lesen entdeckt, noch vor Harry Potter überhaupt existierte. Daher habe ich mir vorgenommen, die Reihe Stück für Stück nochmal zu lesen. Der Oktober scheint dafür nun der beste Monat.

Die Fakten:
  • Autor: R. L. Stine
  • Übersetzung: Günter W. Kienitz
  • Titel: Das unheimliche Labor (Original: Stay Out Of The Basement)
  • Reihe: Gänsehaut 3
  • Verlag: Omnibus
  • Erschienen: 1996
  • Seiten: 122
  • Preis:
  • Klappentext: "Warum dürfen Margaret und Casey nicht mehr in den Keller, seit ihr Vater, ein berühmter Botaniker, dort sein Labor eingerichtet hat? Eines Tages beshcließen die beiden das Geheimnis zu lüften und machen eine schaurige Entdeckung..."
Zur Handlung: Der Vater von Margaret und Casey hat seinen Job verloren und forscht seitdem im Keller der Familie weiter. Die beiden Kinder haben absolutes Kellerverbot. Doch besonders das reizt natürlich ihre Neugier. Als dann die Mutter der beiden noch einige Tage abreisen muss, um einer Verwandten zu helfen, hält die beiden Abenteurer nichts mehr zurück von ihrer schaurigen Entdeckung.

Dieses Buch hat Elemente die mir gefallen, aber insgesamt ist es eines der schwächsten Gänsehaut-Bücher für mich. Vor allem stört mich die Darstellung des verrückten Wissenschaftlers. Als Wissenschaftlerin habe ich einfach ein Problem damit. Aber dieses Thema ist natürlich so alt wie die Gruselliteratur selbst und von daher auch ein Bestandteil dieser Reihe.

Margaret und Casey fand ich ein bisschen anstrengend. Sie sind Geschwister und haben sehr klassische Rollen. Margaret als die große Schwester soll die Rolle der Mutter ausfüllen, bis diese wieder da ist. Sie ist die intelligente und pflichtbewusste der beiden. Sie hasste den Kosenamen des Vaters, aber nun nennt er sie nicht mehr so und das findet sie auch scheiße.

Casey ist der stereotypische kleine Bruder. Er vergöttert seinen Vater und will kein schlechtes Haar an ihm lassen. Dass er nicht mehr viel mit ihm spielt, stört natürlich. Und er stellt sich eben auch oft dumm an, was Margaret dann aufregt. 

Der Vater ist hier der Böse. Ihn finde ich auch tatsächlich bedrohlich und es ist interessant, wie Margaret Stück für Stück herausfindet, was hier eigentlich vor sich geht. Auch das Labor selbst ist sehr gruselig dargestellt und die Entdeckungen der Kinder sind schaurig, keine Frage. Hier bekommt man auf jeden Fall eine krasse Atmosphäre für ein Kinderbuch.

Das Finale war mir dann allerdings etwas zu wirr. Ich habe nicht so richtig durchschaut, was eigentlich gerade passiert. Vielleicht ist das einfacher, wenn man selbst ein Kind ist und die Gedankengänge nachvollziehen kann. Aber so richtig aufgegangen ist es mir nicht. Und dann gibt es natürlich wie immer einen kleinen Twist am Ende...

Alles in allem liebe ich die Reihe, aber nicht unbedingt diesen 3. Band. Habt ihr ihn gelesen und ähnliche oder ganz andere Gefühle? Ich möchte morgen dann über den Serien-Zweiteiler zu diesem Buch berichten. Die gibt es auf Netflix, falls ihr schon mal reinschauen möchtet.

Bis dahin,
Eure Kitty Retro




Meine Bewertung:

Sonntag, 15. Oktober 2017

Abgründe: Wenn aus Menschen Mörder werden - Der legendäre Mordermittler deckt auf - #Scaralong


Hallo zusammen,

ich muss ehrlich sagen, der Scaralong läuft ganz gut für mich und ich habe schon wieder ein Buch dafür beendet, obwohl ich dieses eigentlich über die ganze Zeit verteilen wollte. Es war dann wohl doch zu spannend.

Fakten
  • Autor: Josef Wilfling
  • Thriller
  • 2011 erschienen
  • 320 Seiten
  • Heyne Verlag
  • Preis: 8,99€ (Taschenbuch)
Klappentext:
"Eine junge Frau tötet ihren ehemaligen Liebhaber auf grausame Weise mit einem Besenstiel. Ein Mann ermordet zwei Frauen, um die Aufdeckung seiner kriminellen Machenschaften zu verhindern. Ein Jugendlicher ersticht einen ihm völlig Unbekannten. Aus reiner Mordlust. Das Unfassbare war bei ihm der Normalfall: Der legendäre Mordermittler Josef Wilfling hatte es tagtäglich mit Menschen zu tun, die Ungeheuerliches getan oder erlebt haben. Jetzt erzählt er seine spektakulärsten Fälle, schildert Tathintergründe, gibt den Blick in seelische Abgründe frei und zeigt: Die Wirklichkeit ist packender als jeder Krimi."

Am Klappentext erkennt ihr es schon, es handelt sich beim Autor um einen echten Mordermittler, der, wenn er Lesungen gibt, tatsächlich schüchtern ist, aber in seinem Beruf unglaublich aufgeht und hervorsticht. Trotz der Grausamkeit mit der er immer zu tun hat, ist er ein sympathischer Mann. Dieses Buch ist nur eines von vielen, die er geschrieben hat und zeigt, wie wahnsinnig die Welt sein kann.

Es werden mehrere grausame und auch irgendwie fanatische Ermittlungen beschrieben, die jede auf ihre Weise anschaulich dargestellt wird. Wir sehen alles aus Ermittlersicht. Es wird ganz offen dargelegt wie verstrickt und kompliziert es ist einen Täter zu fassen. Hindernisse bei Ermittlungen, durch Zeugen und Opfer oder auch durch Bürokratie sind nur einige. Über genaue Inhalte möchte ich gar nichts erzählen, da wäre jede kurze Beschreibung haltlos.

Ich muss ehrlich sagen, wenn ihr ein bisschen zart beseitet seid und euch wirklich reale Dinge zu sehr mitnehmen, dann solltet ihr hier keinen Blick hinein werfen. Es hat mich geekelt, entsetzt und auch sprachlos werden lassen. Zu was Menschen fähig sind und wie sie manchmal denken, ist einfach nur obskur.

Definitiv ein empfehlenswertes Buch und auf eine Art auch wichtig die Inhalte zu kennen um die Welt einfach zu durchschauen, nicht unbedingt zu verstehen,

eure Blue Diamond.


Freitag, 13. Oktober 2017

Library of Souls - #Scaralong

Hallo meine Gruselfreunde,

wow, wie lange hat es gedauert, bis ich diese Reihe um Jacob und Emma endlich beendet habe? Miss Peregrine's Home for Peculiar Children habe ich damals gekauft, weil das Buch einfach wunderschön ist. Außerdem hat mich das Verbinden von Text und gruseligen alten Fotos sehr interessiert. Und unter diesem Zeichen standen auch die beiden Folgebände.

Die Fakten:
  • Autor: Ranson Riggs
  • Titel: Library of Souls
  • Reihe: Peculiar Children 3
  • Erschienen: 2015
  • Verlag: Quirk Books
  • Seiten: 458
  • Preis: 17,49 Euro (Hardcover)
  • Klappentext: "As the story opens, sixteen-year-old Jacob discovers a new ability, and soon he's diving through the history to rescue his peculiar companions from a heavily guarded fortress. Accompanying Jacob on his journey are Emma Bloom, a girl with fire at her fingertips, and Addison MacHenry, a dog with a nose for sniffing out lost children. They'll travel from modern-day London to the labyrinthine alleys of Devil's Acre, the most wretched slum in all Victorian England. It's a place where the fate of peculiar children everywhere will be decided once and for all."

Zur Handlung: Jacob und Emma sind allein mit Addison - und einem Hollow. Eigentlich wissen wir, wie das ausgeht. Doch dann entdeckt Jacob plötzlich eine neue Tiefe seiner Fähigkeit und eine seltsame Verbindung mit diesem Wesen, das angeblich keine Seele mehr hat. Doch ist ein Hollow wirklich so leer?

Das Abenteuer geht also weiter. Jacob und Emma sind darauf angewiesen, neue Verbündete zu finden, nachdem all ihre Freunde gefangen genommen wurden. Und bald werden sie sich in der vermutlich finstersten Welt der Besonderen Welt wiederfinden, mit den grausamsten und gruseligsten Seiten von Besonderen Kindern.

Wie mit den beiden Vorgängern hatte ich das Problem, dass ich eine Weile brauche, um in die Geschichte hineinzufinden. Der Anfang ist für mich immer relativ schwierig. Wir treffen aber früh auf den Charakter Sharon und der hat es mir ehrlich leichter gemacht. Die Anspielungen auf die griechische Unterwelt waren sehr toll. Aber Sharon ist auch so ein toller Charakter, der eher egozentrisch ist, das Herz aber am richtigen Fleck hat und gelegentlich durch mangelnde Logik besticht. Ich fand ihn großartig.

Wir verlassen auch die Realität recht schnell und begeben uns in einen neuen Loop. Dieser ist deutlich gruseliger und grausamer als alle anderen Loops, die wir kennen gelernt haben. Hier wurden nämlich die Verbrecher der Besonderen Welt hingebracht. Außerdem befinden wir uns nun in unmittelbarer Nähe zu den Wights. Ich fand es auch gut, wie verschiedene neue Aspekte in die Geschichte gefunden haben. So gibt es hier eine Art Drogenmissbrauch, aber auch ein Rotlichtviertel. Irgendwie wird die Welt der Besonderen Kinder so etwas runder. Und wir sehen, dass es eben nicht nur Kinder gibt, sondern auch Erwachsene.

Den größten Teil des Buches beschäftigt uns nun Jacobs neue Fähigkeit. Platt dahingesagt macht das die Geschichte natürlich etwas leichter. Dennoch sieht man im Finale, dass die Fähigkeit nicht genutzt wird, um Jacobs Allmacht zu zeigen, sondern am Ende ist wieder jeder einzelne wichtig und vor allem die Ymbrynes retten den Tag. Und ganz ehrlich, der Hollow ist mir so ans Herz gewachsen und Jacobs Beziehung zu ihm ist toll dargestellt. Was wohl am Ende aus ihm geworden ist.... naja.

Dieses Buch hat für mich also viele Dinge richtig gemacht. Die Besondere Welt ist definitiv größer geworden und fühlt sich damit runder an. Wir haben interessante neue Charaktere, treffen aber auch wieder auf alte Lieblinge. Das Ende macht es nicht zu einfach, sondern der Aufbau der Reihe zum Finale hin geht auf und wir erleben doch eine epische Schlacht. Jacob ist nicht einfach ein Chosen One, sondern fügt sich in die Welt der Besonderen Kinder ein. 

Dennoch hatte ich auch wieder Probleme mit der Reihe. Die Beziehung von Emma und Jacob bleibt zum Glück weit im Hintergrund, denn ich finde es immer noch ein bisschen creepy, dass Emma, die nachweislich in Jacobs Großvater verliebt war, nun mit ihm eine Beziehung eingeht. Gelegentlich hat sich das Einfügen der Bilder ein bisschen gezwungen angefühlt, aber nicht so schlimm wie im 2. Band. Und das Ende ganz am Ende war dann doch etwas zu zurechtgebogen, wenn auch amüsant.

Insgesamt hat das Buch mich durchaus positiv überrascht. Es war stärker als der zweite Band und hat mich gut unterhalten. Die Sprache war wieder besonders und hebt sich von anderen Jugendbüchern ab. Die Bilder waren interessant und haben der Geschichte das Besondere gegeben, was wir schon aus dem ersten Band kennen. Das Finale war gut konstruiert, und auch wenn es nicht zu viele Opfer gab, wurde es den Kindern doch nicht zu leicht gemacht. Ich bin froh, dass ich Jacob nun bis zum Ende begleitet habe und weiß, was aus ihm und den Besonderen Kindern geworden ist.

Habt ihr den Reihenabschluss gelesen? Habt ihr das Finale auch als gut empfunden?

Bis bald,
Eure Kitty Retro





Meine Bewertung:


Mittwoch, 11. Oktober 2017

20.000 Meilen unter dem Meer - #Scaralong

Hallo zusammen,

weil es so schön mit dem Klassiker war, habe ich gleich noch einen hinterher geschoben, den ich schon ganz lang endlich mal lesen möchte.

Aufgrund des Alters und der Vielzahl an Ausgaben macht es auch hier wieder wenig Sinn unsere Fakten aufzuzählen. Jules Verne schrieb den Roman vermutlich auf Grundlage von Erlebnisberichten auf dem Meer oder vom Meer und den Weltmeeren, wo immer wieder Schiffsunglücke stattfanden, die unerklärlich waren und vielleicht noch sind.

1869 wurde dieser dann veröffentlicht und handelt von Professoren die eben diese Schiffsunglücke untersuchen. Dabei passiert ihnen ein Zusammenstoß mit etwas Unerklärlichem und sie kenntern. Drei der Passagiere können sich auf eine Art Insel retten, welche sich schließlich als Oberfläche eines Ubootes herausstellt.

Das Uboot, die Nautilus, wird von Kapitän Nemo gesteuert, der der realen Welt abgeschworen hat und kaum ein Verständnis für schützenswerte Dinge hat. Er achtet nur darauf was er mag und benötigt. Alles andere ist völlig egal.

Nun müssen die drei mit im Uboot reisen und erleben dabei sehr viele Abenteuer. Letztendlich ist jede Reise irgendwann vorbei.

Zum Zeitalter Jules Vernes gab es bereits einige Gedanken zu Unterwasserfahrgefährten. Allerdings in den Dimensionen wie die Nautilus beschrieben ist, noch nicht. Auch wie das Schiff Elektrizität gewinnt erscheint mir nicht ganz logisch, da werden unsNaturwissenschaftler aber vielleicht eines Besseren belehren.

Nemo scheint von Grund auf böse und verbittert zu sein. Die drei sind gleichzeitig fasziniert und geängstigt von dieser anderen Welt und wollen am Ende nur überleben. Doch dieses liegt nun ganz in den Händen von Nemo.

Rundum geht die Geschichte sehr schnell vorbei obwohl trotzdem viel erlebt wird. Allein der Gedanke in einem Uboot gefangen zu sein, darauf kann ich wirklich verzichten. Wie fändet ihr es weit unter dem Meeresspiegel zu sein?

Gefallen hat mir die Erzählung auf jeden Fall sehr und ich würde sagen, sie ist auch tatsächlich für jeden was, außer vielleicht für ganz schwache Gemüter,

eure Blue Diamond.


Sonntag, 8. Oktober 2017

Der Hund von Baskerville - #Scaralong

Hallo zusammen,

so schnell ging es schon, ich habe meine erste Aufgabe zum #Scaralong erfüllt, das Buch das älter ist als 50 Jahre. Hier lassen sich so auch keine klassischen Fakten aufzählen, wie wir es sonst tun.

Der Ursprung dieser Geschichte liegt in einer tatsächlichen Familiengeschichte die sich in Devonshire abgespielt haben soll. Sie handelt von einem reichen Mann, der dafür bekannt war, die Töchter seiner Pächter zu entführen und schlimmeres. Eines Tages soll dieser dann im Moor von Hunden zu Tode gehetzt worden sein. Diese Hunde sollen dämonischer Natur gewesen sein. Und eben diese verarbeitete Arthur Conan Doyle dann zu einem Geisterhund. Diese Geschichte wollte er dann wohl eigentlich mit einem Journalisten zusammen verfassen. Doch für Doyle war die ganze Geschichte schon so klar, dass er wohl seinen eigentlich zu diesem Zeitpunkt abgedanken Sherlock Holmes Helden erneut aufleben lassen könnte. In dem Strand, ein Magazin zu jener Zeit, wurde der Roman dann in Teilen von 1901 bis 1902 veröffentlicht. Zum Schluss bereitete der Verlag ebenfalls ein Buch auf.

Neuerdings ist wohl auch eine Diskussion wegen des Titels aufgekommen der bisher mit "von" Baskerville betitelte Hund wurde zum Hund "der" Baskervilles, da so wohl leichter zu erkennen sei, dass es um eine Familie geht und nicht um einen Ort. Naja mir ist das relativ gleich, ich finde es aber immer verwirrend, wenn solche Klassiker plötzlich einen veränderten Titel tragen und man dann erst einmal herausfinden muss, ob das so seine Richtigkeit hat.

Zur eigentlichen Geschichte? Wir reisen gemeinsam mit Dr. Watson nach Baskerville Hall, das Anwesen der Familie Baskerville, welches sich in einem Moorland befindet. Die Familie soll mit einem Fluch belegt sein aufgrund von Unzucht eines lang verstorbenen Verwandten. Schnell tun sich viele Verzweigungen unter den handelnden Personen auf und Watson lernt mehr und mehr, was er da vor sich hat, kann es aber noch nicht richtig zusammen fügen, dafür braucht er schließlich Sherlock. Von einer Butlersfamilie, über einen Schwerverbrecher zum Naturforscher haben wir jede Figur besetzt und jede völlig undurchsichtig. Schließlich müssen die Detektive eine Falle aufstellen und riskieren dabei das Leben anderer. Doch so begegnen sie dem Höllenhund und können alle Verzweigungen auflösen.

Es handelt sich um eine sehr kurze aber, wie von Doyle gewohnt, sehr atmosphärische und fesselnde Geschichte. Ich habe mich beim ersten Lesen sehr gegruselt und war gebannt. Umso öfter ich es mittlerweile gelesen habe umso leichter wird es, aber so detailierter fällt mir auch auf, wie unglaublich präzise alle Einzelteile ineinander verwoben sind und wirken.

Die gesamte Sherlock Holmes Reihe halte ich für sehr geeignet für diesen Scaralong und vielleicht werde ich noch ein paar Geschichten anlässlich lesen,

eure Blue Diamond.



Freitag, 6. Oktober 2017

[Filmkritik] The Circle

So meine Lieben,

ich habe mal wieder einen aktuellen Kinofilm geschaut, der seit diesem Jahr läuft und hochkarätig besetzt ist. Er gilt als technologischer Thriller, was immer das seien mag. Für mich ist er ein ganz normales realistisches und zeitgetreues Drama, aber gut, da kann man ja verschiedener Meinung sein.

Dieser Film beruht auf einem Roman von Dave Eggers, den die liebe Kitty bereits rezensiert hat und ich leider nicht gelesen habe und so auch ohne Vorkenntnisse heran gegangen bin. Er dauert nicht ganz zwei Stunden lang.

Handlungsseitig wird eine Art Google oder Facebook - Imperium gezeigt, welches sich anders benennt, im Grunde als Ziel aber die gänzliche Transparenz und permanente innere Kommunikation hat. Wer sich nicht beteiligt, ist out oder kann viel nicht mit erleben oder oder oder. Mae Holland gespielt von Emma Watson ist hier Dreh- und Angelpunkt der Geschichte. Sie wird von verschiedenen Charakteren beeinflusst und auf diese Weise hin und her gerissen. Ihre Eltern sind ganz bodenständig und zurück gezogen. Ebenso ihr langjähriger Freund Mercer gespielt von Ellar Coltrane. Dieser ist dem ganzen Social Media eher abgeneigt und erklärt dies offenkundig.

Die Ursprungsidee dieses Unternehmens entspricht wohl lang nicht mehr dem, was es heute darstellt und dazu trägt Eamon Bailey gespielt von Tom Hanks sehr viel bei, denn er schiebt die Euphorie voran, die die ständige Weiterentwicklung der Sache selbst beinhaltet.

Irgendwann hat er auch Mae in seinen Bann gezogen, obwohl dieser eigentlich wirklich ein anderes Empfinden vom Arbeitsleben vorschwebt. Diese Zerrissenheit spielt Emma Watson wie zu erwarten sehr gut und authentisch. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass sie hier von ihrem Karrierestart profitiert, da sie auch da in eine andere Welt abgetaucht ist.

Ebenso authentisch ist Tom Hanks, allerdings erst auf den zweiten Blick. Auf den ersten kam er mir sehr gekünstelt vor, bis mir klar wurde, dass das genau so gewollt sein könnte. Ob ich da nun richtig liege, bleibt offen. Was meint ihr dazu? Jedenfalls war er mir fast schon zu schade für diese Rolle, da hätte man ihn durchaus mehr fordern können. Auf der anderen Seite erinnerte er mich stark an Steve Jobs und auch das ist sicher kein Zufall.

Die weiteren wichtigen Charaktere sind die rechte Hand von Eamon und eine scheinbar sehr gute Freundin von Mae, die ebenso im Unternehmen arbeiten. Die Freundin könnte man noch als relativ wichtig einstufen, doch war sie mir ehrlich sehr unsympathisch.

Das Setting ist simpel und wiederkehrend. Einige Szenen erleben wir durch gewollt so gezeigte Minikameras. So ist der User ständig dabei und kann unablässig kommentieren. Diese Kommentare werden auch eingeblendet und spiegeln genau das wieder was wir aus dem Internet kennen, sie könnten glatt von da stammen.

Grundsätzlich fand ich den Film sehr berechenbar und wenig aufregend. Trotz das einem aber irgendwie klar ist, was passieren wird, ist er unglaublich verstörend. Natürlich gibt es jetzt schon viele Dinge die auch in der Realität umgesetzt sind, dennoch ist es hier schleichend und damit weniger auffällig. Im Film dagegen kommt alles Schlag auf Schlag und das verdeutlicht die Gefahr die von jeder Erfindung, Entwicklung oder Idee ausgeht.

Anschließend lässt sich sagen, man sollte diesen Film gesehen haben, aber nicht weil er so unglaublich gut ist, sondern als Beispiel für eine Realität,

eure Blue Diamond.







Mittwoch, 4. Oktober 2017

Charlie Bone und die magische Zeitkugel

Hallo meine zauberhaften Leser,

Sabrina von Look at my Books hatte mich dieses Jahr auf die Reihe um Charlie Bone aufmerksam gemacht. Für den August hatten wir uns vorgenommen, das zweite Buch zusammen zu lesen. Leider habe ich sie recht schnell abgehängt, weil diese Kinderbücher mich einfach nicht lange aufhalten und sie eine Leseflaute hatte. Heute kann ich euch von meinem persönlichen Leseerleben berichten.

Die Fakten:
  • Autor: Jenny Nimmo
  • Titel: Charlie Bone und die magische Zeitkugel (Original: Charlie Bone and the Time Twister)
  • Übersetzung: Cornelia Holfelder-von der Tann
  • Reihe: Charlie Bone 2
  • Erschienen: 2004
  • Verlag: Ravensburger
  • Seiten: 316
  • Preis: 7,99 Euro
  • Klappentext: "Kaum hat sich Charlie daran gewöhnt, dass Bilder zu ihm sprechen, gehen hinter den düsteren Mauern der Bloor-Akademie schon wieder seltsame Dinge vor sich: Ein Reisender aus der Vergangenheit muss um sein Leben fürchten, ein magischer Gegenstand wird verzweifelt gesucht und dann geistert auch noch eine geheimnisvolle schwarze Frau herum."
Zur Handlung: Charlie hat gerade erst herausgefunden, dass er magische Fähigkeiten hat und deswegen auf eine besondere Schule gehen muss, als auch schon alle Abenteuer über ihn hereinbrechen. Diesmal jedoch geht es um Leben und Tod, als ein Junge aus der Vergangenheit plötzlich in Charlies Schule auftaucht.

Es stellt sich heraus, dass es sich bei Henry um den Bruder eines Vorfahrens von Charlie handelt und Charlie sieht es als persönliche Verantwortung an, Henry heil aus der Schule herauszuschmuggeln. Leider war es niemand anderes als der Alte Bloor, der Henry in seiner Kindheit in die Zukunft geschickt hat, und nun will er beenden, was er begonnen hat.

Die erste Geschichte um Charlie Bone hatte mir schon gut gefallen. Dabei merkt man aber deutlich, dass es sich um ein Kinderbuch handelt. Dieses Gefühl hatte ich fast noch mehr in Teil 2. Ein bisschen unschlüssig bin ich, ob dies an der Übersetzung liegt, die mir manchmal nicht gefällt, oder ob dies auch im Original so deutlich ist. Der Schreibstil hat mich auf jeden Fall gelegentlich enttäuscht.

Zwischen den beiden Büchern vergeht nicht sehr viel Zeit. Daher treffen wir die Charaktere fast so wieder, wie wir sie verlassen haben. Es gibt sehr sehr wenig charakterliche Entwicklung. Eine Figuren verhalten sich aber doch deutlich anders, allen voran Emma und Tancred. Leider wird überhaupt gar nicht erklärt warum. Sicherlich kann es daran liegen, dass Charlie selbst es nicht weiß, aber mich als Leser hat das doch gestört, dass diese Charaktere sich scheinbar grundlos so seltsam verhalten.

Dann haben wir als neuen Charakter natürlich Henry. Dieser ist ganz niedlich, allerdings hat er mich am Ende dann sehr enttäuscht. Er macht in diesem Buch einiges mit und hat mit Problemen zu kämpfen. Während die ersten dummen Aktionen von ihm vor diesem Hintergrund noch verständlich sind, so benimmt er sich am Ende dann einfach nur noch blöd. Was immer ihn bewegt hat, für mich war das völlig out-of-character und einfach schlecht geschrieben.

Die Gabe von Charlie entwickelt sich nun langsam weiter. Dies ist spannend zu sehen, vor allem mit der Frage im Hinterkopf, wo wir damit noch hinkommen werden. Hier werden auch einige Dinge angedeutet, die uns wohl später noch erklärt werden. Beispielsweise spielt ein roter Baum in diesem Band eine größere Rolle. Man merkt also, dass hier noch viel Potential für die kommenden Bände da ist, und da will ich natürlich weiterlesen.

Gut gefällt mir an dieser Reihe auch, dass Charlie nicht unbedingt der Auserwählte ist. So sieht man das allein schon an dem Fakt, dass nicht alle Kapitel aus seiner Sicht sind, wenn auch der überwiegende Anteil. Aber das besondere ist auch, dass Charlie ohne seine Freunde sehr wenig erreichen kann. Sowohl seine Familie, als auch seine Freunde und Bekannten helfen ihm immer in einem großen Maße. Und das find ich erfrischend. Zwei Dinge möchte ich dazu noch kurz erwähnen: die Mädchen werden zwar gelegentlich etwas stereotypisch dargestellt, aber sie sind für die Handlung sehr wichtig und auch bei der Action mit dabei. Und auch das Einbeziehen von Charakteren, die keine besondere Gabe haben, aber einfach gute Freunde und hilfreiche Mitstreiter sind, gefällt mir. Dies zeigt, dass jeder einzelne Freund von großer Bedeutung für die Abenteuer ist.

Insgesamt hat mich das Buch also wieder gut unterhalten. Es lässt sich schnell und flüssig lesen, wenn manche Abschnitte auch einfach ein bisschen schlecht geschrieben waren. Beim Thema Charakterentwicklung ist noch Luft nach oben, aber was das System der Magie und die Schule angeht sind viele interessante Handlungsstänge angelegt. Ich werde auf jeden Fall Band 3 lesen.

Kennt ihr die Reihe? Habt ihr sie schon als Kind gelesen oder erst als Erwachsene? Und wie steht er zu den Büchern?

Bis bald,
Eure Kitty Retro





Meine Bewertung:

Sonntag, 1. Oktober 2017

Was wir lesen werden #Scaralong - TBR

Hallo ihr Lieben,

heute beginnt offiziell der #Scaralong. Bisher sind wir noch nicht so viele, aber wir freuen uns, dass neben Blue und Kitty (uns) auch Sabrina und Rina von Anfang an dabei sein werden. Wenn ihr nochmal nachlesen wollt, worum es geht und was es zu gewinnen gibt, schaut hier vorbei. Nun aber zu den Büchern, die wir im nächsten Monat für euch lesen wollen.

Die liebe Blue fängt an:

Wie ihr wisst, fällt mir das Thema eher schwer, da ich andere Genres wesentlich öfter lese, aber auch ich konnte einiges zusammen sammeln.

Die Challenge mit den 4 Büchern werde ich durch die anderen Aufgaben lösen! :D

Bei der Buchverfilmung bin ich ratlos und fürchte diese Aufgabe nicht zu erfüllen, da ich ein riesen Angsthase bin.

Für das 50 Jahre alte Buch oder älter war klar, muss es ein Arthur Conan Doyle werden und so wurde es eine meiner Lieblings Sherlock Geschichten, nämlich der Hund der Baskervilles - hier ist das Hörbuch übrigens auch schrecklich gruselig, solltet ihr euch auf diese Weise mal gruseln wollen. Auch einige andere Geschichten der Reihe hätten gut gepasst, aber ich bin ganz froh, wenn ich die Gruselfaktoren schon kenne und deswegen gefasster bin.


Rote Schrift lässt sich mit den Tatsachenberichten von Josef Wilfling erfüllen, den ich bereits für eine Lesung engagiert habe, aber leider nie das Buch dazu gelesen habe. Nun ist der beste Zeitpunkt dafür. Abgründe - wenn aus Menschen Mörder werden beinhaltet einige Berichte über tatsächliche Fälle, die einfach grausam sind und an der Spitze der Abartigkeit. Diese werde ich vermutlich immer mal lesen und nicht durchgehend. 

Die Aufgabe mit den Bildern war für mich ebenso nicht wirklich umsetzbar, außer ein originales Grimmmärchen, aber das wäre irgendwie nur so kurz gewesen. Daher habe ich mir eine Erzählung auf meinem Kindle genommen, die da auch schon lang wartet und mogle ein bisschen, denn diese beruht auf einer wahren Gegebenheit. Hierzu haben wir die "Bilder" vermutlich alle im Fernsehen oder der Zeitung gesehen. Im Kopf eines Irren zeigt hoffentlich mehr über die Beweggründe der Tat und beleuchtet sicherlich den Menschen, der dazu fähig war. Ich denke auch, dass es ein Geschehen war, das viele nicht sofort im Gedächtnis haben und vielleicht auch eher verdrängt haben, anstatt realisiert.

Bücher die schon lang warten, habe ich einige nur eben kaum passend zum Genre, also habe ich einige Klappentexte gelesen und siehe da, bei Nexus ist das letzte Wort "Mord" - das passt bestimmt :D 
Es ist ein klassischer Thriller und Einzelband (hoffentlich) und zeigt wieder ein Zukunftsszenario, was ich ja sehr gern lese. Hier besitze ich auch das Hörbuch, mal sehen auf was ich zurück greifen werde.



Und nun zu Kittys Bücher:


Als schauriges Buch, das älter als 50 Jahre ist möchte ich gern die Sammlung der Penny Dreadfuls lesen. Wenn ich es richtig verstanden habe, ist hier auch Frankenstein erhalten, welches ich vor 2 Jahren bereits zum Scaralong gelesen habe. Das werde ich dann also überspringen. Den Rest dieser tollen Anthologie möchte ich aber gern im Oktober lesen. Allerdings ist das Buch bisher noch nicht bei mir angekommen. Ich hoffe, die Post erlöst mich bald. :D


Through the Woods war ja vor einigen Jahren in aller Munde auf Booktube und seitdem frage ich mich, ob das Buch mir gefallen könnte. Für die Challenge, ein schauriges Buch mit roter Schrift auf dem Cover zu lesen, passt es nun perfekt. Außerdem will ich endlich wissen, ob ein Graphic Novel mich gruseln kann. Auch Platz zwei für diese Challenge wäre übrigens Puls von Stephen King, aber das ist ein ganz schöner Brocken und nicht weit oben auf meiner Prioritätenliste.


Weiter geht es mit Library of Souls, dem letzten Teil der Kinder aus Miss Peregrines Heim. Ich habe das Buch schon lange im Regal stehen, aber leider haben die beiden Vorgänger mich immer ein bisschen gequält. Obwohl sie mir am Ende immer ganz gut gefallen habe, komme ich in die Geschichte einfach nicht gut rein. Mit diesem Buch erfülle ich die Challenge, die nach einem Buch mit schaurigen Bildern verlangt. Allerdings habe ich bei der Reihe das Gefühl, dass die Handlung zu sehr darauf fokussiert, zu den Bildern zu passen. Mal sehen, wie alles endet.


Für die letzte inhaltliche Challenge habe ich The Unburied herausgesucht. Das Buch habe ich mir zum Scaralong vor 2 Jahren gekauft und dies war auch mein Ansporn, den Readalong nun nochmal aufleben zu lassen. Ich möchte das Buch endlich sehen, und wissen, was mich daran fasziniert hat, sodass ich es gekauft habe. Ich bin wirklich gespannt, ob es mir noch gefällt.


Ich habe mir auch noch ein weiteres Buch gekauft, dass ich diesen Monat gern lesen würde, weil ich es eigentlich auch schon vor 2 Jahren haben wollte, und das ist die Anthology Slasher Girls and Monster Boys. Hier haben einige sehr bekannte YA-Autoren sich zusammengetan und sehr verschiedene gruselige Geschichten verfasst. Ich bin gespannt, den Schreibstil von einigen Autoren kennen zu lernen. Besonders freue ich mich auf Jay Kristoff und Danielle Paige, von der ich dieses Jahr schon die Dorothy Must Die-Reihe verschlungen habe. 

Es können sich natürlich immer noch unvorhergesehen andere Bücher einschleichen, doch das ist vorerst der Plan. Habt ihr euch schon überlegt, was ihr lesen wollt? Ihr könnt eure TBR-Posts gern in den Kommentaren und in der FB-Gruppe teilen. Wir freuen uns auf jeden Fall sehr darauf, eure Lesepläne zu sehen!

Bis bald,
Eure Kitty & Blue

Freitag, 29. September 2017

[Filmkritik] La la land

Hallo zusammen,

die liebe Kitty, eine gemeinsame Freundin und ich waren bei unseren Open Air Filmnächten und haben diesen Film geschaut, den wir alle unbedingt sehen wollten. Nun ja wir sind sehr verschiedener Meinung da wieder raus.

La la land geht knapp über zwei Stunden und ist ab Null Jahren freigegeben. Hier gab es mal keinen neuen deutschen Titel, sondern der originale blieb bestehen. Er wird als Spielfilm und auch Filmmusical bezeichnet und ist gleichzeitig eine Romanze. 2016 kam dieser in die Kinos.

Ryan Gosling spielt den Hauptcharakter Sebastian Wilder, der auch Seb genannt wird. Dieser ist Musiker, genauer Jazzmusiker und am Piano besonders begabt. So richtig erfolgreich ist er nicht, bis er einen alten Bekannten trifft. Sein Gegenpart ist Mia Dolan gespielt von Emma Stone. Sie ist Schauspielerin und eher erfolglos. Sie schreibt gern auch selbst und dies verändert schließlich ihr Leben. Wie sollte es anders sein, die beiden verlieben sich.

Mehr möchte ich ehrlich gar nicht zur Handlung sagen, irgendwie besteht der Film eh mehr aus Träumerei anstatt wirklicher Handlung.

Das klingt jetzt erstmal negativ, soll es aber gar nicht, wobei wir da wie gesagt alle unterschiedlicher Meinung sind und waren. Mir persönlich hat der Film richtig richtig gut gefallen. Dieser Film ist wirklich etwas Besonderes und daher gibt es wahrscheinlich solche, die ihn ebenso lieben und solche die sich daraus nichts nehmen können. Ich gebe zu viel mit Logik hat es nicht zu tun, auch aus meiner Sicher nicht, aber es ist dennoch einfach super schön. Was ist denn nun so toll? Naja zu allererst herrscht im ganzen Film eine große Dynamik. Wirklich still steht er nie. Es wird verhältnismäßig auch wenig das gesprochen, habe ich das Gefühl. Es wird einfach viel durch Musik und Emotion sowie Szenerie dargestellt. Dies auf herausragende Art und Weise. Also wirklich richtig richtig gut und packend, fesselnd, mitfühlend, eben alles in einem. Dies ist es aus meiner Sicht auch, was solche Musicalfilme ausmacht.

Die Hauptdarsteller sind aus meiner Sicht außerdem eine sehr gute Besetzung für die Hauptfiguren. Die verträumten, aber auch ernsten Momente werden von beiden überzeugend und da auch realisitisch dargestellt.

Die Szenerie und Umsetzung der einzelnen Momente und Stimmung lehnt sich stark an die Jahreszeiten an, zumindest kam es mir so vor. Die 4 Jahreszeiten stellen mehr oder weniger verschiedene Kapitel im Leben der beiden dar und auch wie gut dieses gerade läuft.

Zum Ende hin gibt es eine verrückte Wendung, die ich so gar nicht erwartet hätte oder habe. Ich glaube diese Wendung ist es auch, die die Geschichte so ein bisschen aus den Angeln hebt. Das Ende wird damit einfach unscharf und so, dass man definitiv selbst ordentlich mitdenken muss oder einfach die eigene Fantasie anregen muss, um auch alles zu verstehen oder es sich zusammen zu reimen, was der Produzent uns damit sagen will. Genau das ist es aber auch, was mir so gut an dem Film gefallen hat. Es gibt kein verständlich klares Ende und irgendwie eben mehrere Optionen für den eigenen Kopf.

Kennt ihr den Film und wie fandet ihr ihn?

Eure Blue Diamond.

Mittwoch, 27. September 2017

Wir fliegen, wenn wir fallen

Hallo ihr Lieben,

das heutige Buch ist noch etwas neuer und - juhuuu - ein Einzelband! Es ist ein klassischer Kitschroman wie ich sie liebe und daher perfekt.

Fakten:
  • Autorin: Ava Reed
  • Roman
  • 2017 erschienen
  • 304 Seiten
  • Ueberreuter Verlag
  • Preis: 16,95€ (gebundene Ausgabe)
Klappentext:
"Eine Nacht unter den Sternen schlafen. Einen Spaziergang im Regenwald machen. Die Nordlichter beobachten ... So beginnt eine Liste mit zehn Wünschen, die Phil nach seinem Tod hinterlässt, gewidmet seinem Enkel Noel und der siebzehnjährigen Yara. Phils letztem Willen zufolge sollen sich die beiden an seiner statt die Wünsche erfüllen. Gemeinsam. Yara und Noel, die sich vom ersten Moment an nicht ausstehen können, willigen nur Phil zuliebe ein. Doch ohne es zu wissen, begeben sich die beiden auf eine Reise, die nicht nur ihr Leben grundlegend verändern wird, sondern an deren Ende beiden klar ist: Das Glück, das Leben und die Liebe fangen gerade erst an."

Das ist für mich mal wieder so ein Klappentext der alles verrät, was man über die Handlung vor dem Lesen wissen sollte. Vielleicht sogar schon wieder zu viel, was dort steht. Daher kann ich euch aber unmöglich noch mehr Informationen geben, außer, dass Yara und Noel sich nicht wirklich vorher kennen und eine ganz unterschiedliche Verbindung und Emotionalität zu dem Verstorbenen haben, die sehr stark widerspiegelt wie die beiden sich im Laufe der Zeit wohl verändern werden. Also ja, diese Geschichte ist definitiv vorsehbar und nur mit kleinen Überraschungen versehen. Auf keinen Fall tut dies der Erzählung einen Abbruch.

Yara und Noel könnten verschiedener nicht sein, zumindest auf den ersten Blick. Sie sind am Anfang des Erwachsenwerdens und sehr naiv was den Umgang mit Menschen angeht. Vielleichtist naiv auch das falsche Wort. Sie sind eben einfach jung, unerfahren und auf eine gewisse Art auch ungezügelt.

All diese Eigenschaften werden ihnen ab und zu auch zum Verhängnis, dennoch schaffen sie es sich einigermaßen durch die gestellten Aufgaben zu arbeiten und da ist auch mein größter Kritikpunkt. Die Geschichte ist schlicht zu einfach gestaltet. Alles was die beiden tun hat viel zu wenig Widerstände und das macht eine solche Reise für mich leider stark unrealistisch. Vielleicht will sie gar nicht realistisch sein. Mir gefällt es einfach nur,  wenn sofabelhafte und rührende Romanzen in einem Setting stattfinden wo es sie wohl nie geben wird oder auf diese Weise es sie nie geben wird. Aber das ist definitiv meckern auf sehr hohem Niveau.

Bis auf diese eine Sache ist das Buch große Klasse und liest sich super schnell. Man merkt gar nicht wie schnell die Zeit wirklich vergeht, denn die Geschichte nimmt einen einfach mit. Es ist ein hochemotionales Buch und nichts für jemanden der keine Gefühlsduselei mag. Es ist eben sorichtiger Kitsch.

Wie ihr wisst, gefällt mir sowas sehr und bei diesem Buch kann ich mir sehr gut vorstellen, es noch sehr oft zu lesen,

eure Blue Diamond.



Sonntag, 24. September 2017

Iginite Me

Hallo meine Bücherwürmer,

schon sind wir beim letzten Band dieser Reihe - oder nicht? Es wurden ja Gerüchte laut, dass es tatsächlich eine Fortsetzung geben soll nächstes Jahr. Werdet ihr das Buch lesen? Ich habe ja ein bisschen Angst, dass mir das Ende dann nicht gefallen wird, denn dieses hier fand ich eigentlich gut.

Die Fakten: 
  • Autor: Tahereh Mafi
  • Titel: Ignite Me (dts. Ich brenne für dich)
  • Reihe: Shatter Me 3
  • Erschienen: 2014
  • Verlag: Harper Collins
  • Seiten: 408
  • Preis: 6,99 Euro
  • Klappentext: "Everyone Juliette cares about may be dead. Now Juliette is the only one standing in The Reestablishment's way. But to take them down, as well as Anderson, the man that nearly killed her, Juliette needs the help of the one person she never thought she could trust: Warner. And as they work together, Juliette will discover that everything she thought she knew - about Warner, her abilities, and even Adam - was wrong."

Zur Handlung: Als Juliette realisiert, wo sie ist, kann sie es fast nicht glauben. Die Ereignisse des vergangenen Tages erscheinen ihr so unwirklich. Ist sie wirklich gestorben? Aber warum wacht sie dann gerade hier auf? Und warum hat ausgerechnet Warner sie gerettet? Es stellen sich viele Fragen, auf die Juliette viel zu schnell eine Antwort bekommen wird.

Doch der Kampf ist noch nicht vorbei und, obwohl so vieles im Unklaren liegt, gibt Juliette nicht auf. Sie wird für den Sieg alles tun, alles riskieren und endlich erkennen, wer sie wirklich ist. Vielleicht ist das hier ihre Bestimmung, vielleicht ist das der richtige Moment, um allen zu zeigen, dass sie sie zurecht ihr ganzes Leben gefürchtet haben.

Entgegen all meiner Vorurteile gegen abschließende Bücher in Reihen hat mir dieser Band am besten gefallen. Obwohl es einige seltsame Elemente gab, die dann vielleicht auch etwas zu leicht gelöst wurden, hat mich das Ende doch durchaus überzeugt. Vor allem ist es aber Juliettes Entwicklung, die mich in diesem Teil begeistert hat.

Zunächst reden wir kurz über den Romance-Anteil. Ich bin ja kein Riesenfan von romantischen Geschichten, aber an sich hat mir im ersten Buch die sehr leidenschaftliche Beziehung gefallen. Im zweiten Buch wurde es dann arg seltsam, aber seien wir ehrlich, der erste Liebeskummer macht einen auch zu einem seltsamen Menschen. Nun allerdings treffen wir auf eine Juliette, die sich endlich findet, die ihre innere Mitte erkennt und endlich akzeptieren kann, was mit ihr los ist. Und endlich endlich reflektiert sie, was in diesen turbulenten Wochen seit ihrer Entlassung aus der Zelle wirklich passiert ist. Und das fand ich für ein Jugendbuch wirklich spannend und gut umgesetzt. Auch wenn es dann auch ein bisschen kitschig wird zum Ende hin... so ist junge Liebe manchmal einfach.

Ansonsten nervt Adam immer noch. Wie viel entspannter und kürzer wäre dieses Buch, wenn er einfach mal sein Leben auf die Reihe kriegen würde. Und dass dann auch noch sein kleiner Bruder drunter leiden soll, wo er doch immer der verantwortungsbewusste große Bruder war... einfach zum Kotzen. Ein Glück haben wir ja nach wie vor Kenji. Hier kommen wir gleich zu noch einem Element, das mir richtig gut gefallen hat. Im zweiten Band ist er ja der Comic Relief, der mit dummen Sprüchen Situationen auflockert. Nach den Ereignissen am Ende von Band 2 ändert sich aber Vieles für ihn und die Art und Weise, wie dies im Buch reflektiert wird, fand ich spannend. Ich hätte noch viel mehr Kenji gebrauchen können, denn er ist einer der spannendsten Charaktere.

Was mir ebenfalls gut gefallen hat, ist, dass das Ende nicht zu einfach war. Juliette muss am Ende nochmal alles riskieren und setzt aufs Spiel, was sie kann. Dabei ist es ihr genauso wichtig, den Endfeind zu töten, wie ihre vermissten Freundinnen zu retten. Obwohl am Ende dann alles ziemlich schnell geht und auch irgendwie etwas unübersichtlich wird, muss Juliette doch ganz schön um das kämpfen, das sie liebt.

Außerdem finde ich das eher offen gestaltete Ende gut. Obwohl einerseits die Handlung gut abgeschlossen ist, kann man doch - wie Tahereh Mafi scheinbar ja vor hat - noch weiter erzählen, denn die Welt ist ja eigentlich noch viel größer. Und da passt ja auch der letzte Satz sehr gut. Auf jeden Fall war ich einfach Glück mit dem Ende.

Alles in allem hat mir dieser Reihenabschluss sehr zugesagt. Ich hatte das Gefühl, dass hier nicht nur auf Klischees gebaut wird, sondern in Juliettes charakterlicher Entwicklung auf Potential zur Reflektion aufgegriffen wird, sodass sie ihr Handeln in den beiden Vorgängern selbst kritisch betrachtet und daraus Schlüsse für diesen letzten Teil zieht. Auch andere Charaktere haben ansprechende Tiefe und nur Adam ging mir richtig auf den Keks. Auch am Schreibstil merkt man, dass Juliette nun ein Stück weit frei ist und sich akzeptiert, das fand ich interessant umgesetzt.

Was mich nun ein bisschen wankelmütig macht, im Bezug auf den Folgeband, ist, ob nicht dieses schöne Ende durch ein weiteres Buch doch noch zerstört wird. Ich bin skeptisch. Was denkt ihr dazu? Oder hat euch dieses Buch gar nicht zugesagt?

Bis bald,
Eure Kitty Retro





Meine Bewertung:

Freitag, 22. September 2017

Unravel Me

Hallo meine Lesehasen,

heute geht es weiter mit der Reihe rund um Juliette, Warner und Adam. Das erste Buch hatte ich ja innerhalb von einem Tag für den BooktubeAThon gelesen, mit diesem zweiten Band habe ich mir dann etwas mehr Zeit gelassen und somit vielleicht über manche Stellen auch etwas mehr nachgedacht.

Die Fakten:
  • Autor: Tahereh Mafi
  • Titel: Unravel Me (dts. Rette mich vor dir)
  • Reihe: Shatter Me 2
  • Erschienen: 2013
  • Verlag: Harper Collins
  • Seiten: 461
  • Preis: 7,99 Euro
  • Klappentext: "Juliette has escaped from The Reestablishment. Now she's free from their plan to use her as a weapon, and free to love Adam. But Juliette will never be free from her lethal touch. Or from Warner, who wants Juliette more than she ever thought possible. Haunted by her past and terrified of her future, Juliette knows that she will have to make some life-changing choices. Choices that may involve choosing between her heart - and Adam's life."

Zur Handlung: Nachdem Juliette mit Adam entkommen konnte, hat Kenji sie zu einem Geheimversteck gebracht. Doch lebt eine Gruppe von Menschen unter der Erde und versucht, einen Widerstand aufzubauen. Und das faszinierende ist: es gibt mehr Leute wie Juliette. Natürlich hat niemand tödliche Haut, aber es gibt viele andere besondere Fähigkeiten.

Juliette muss nun erkennen, dass es vielleicht gar nicht so besonders ist, wie sie ist. Außerdem sickert langsam die Idee durch, dass sie eventuell lernen kann, mit ihrer Macht umzugehen, sie zu trainieren und sogar auf andere zu projizieren. Doch Juliette muss auch feststellen, dass sie irgendwie wieder festsitzt und ihr Gefängnis nun freundlicher ist.

In diesem Band haben ein kleines bisschen Zwischenbuch-Phänomen, aber ich fand es noch ertragbar. Insgesamt hat mir der zweite Band ähnlich gut gefallen wie der erste, allerdings für andere Punkte. Adam und Juliette bekommen inzwischen ziemlich Probleme und ich ein riesiges Problem mit Adam. Während er mir im ersten Band egal war, geht er mir langsam wirklich auf den Senkel.

Eine positive Entwicklung ist Kenji und mit ihm alle anderen Figuren mit besonderen Fähigkeiten. Kenji selbst ist quasi der Comic Relief der Reihe, denn obwohl er immer wieder betont, dass er keinen Bock auf die Probleme der anderen hat, schafft er es durch seine lockere Art und die dummen Sprüche, anstrengende Situationen zu entschärfen. Er entwickelt sich aber auch zu einem Freund für Juliette und eine male-female-Freundschaft ohne Hintergedanken in einem Jugendbuch finde ich super.

Juliette wird in diesem Band leider etwas weinerlich. Obwohl sie sich in die richtige Richtung entwickelt, ist sie doch bisweilen ein bisschen anstrengend. Dennoch fand ich einiges aus nachvollziehbar, wenn man bedenkt, dass sie gerade noch ein Einzelhaft war und fast ein Jahr lang keinen Menschen gesprochen hat. Natürlich ist es jetzt seltsam, wenn sie Freunde suchen soll. 

Die anderen Figuren mit besonderen Fähigkeiten sind sehr divers. Jeder kann etwas anderes, aber alles fügt sich ganz günstig zusammen. Ich fand es einen interessanten Ausblick in diese dystopische Welt. Es wird dann auch etwas wissenschaftlicher angegangen, sodass man zwar nicht erfährt, wie das Ganze zustandekommt, aber doch, wie es grob funktioniert. Das war durchaus spannend. Ansonsten war mir der Aspekt dieser Untergrundbewegung teilweise ein bisschen zu... Mockingjay, wenn ihr wisst, was ich meine.

Natürlich kommt dann noch Warner ins Spiel, den man ab diesem Band langsam auch besser verstehen kann. Über ihn kommt noch das meiste ans Licht. Ich mochte ihn ja schon in Band 1, finde ihn auch hier wieder niedlich, kann aber so richtig den Hype nicht nachvollziehen. Es gibt einige wirklich schöne Momente mit ihm... aber mal schauen, wie sich das alles entwickelt.

Alles in allem hat mir das Buch auch wieder gut gefallen und obwohl manche Teile ein bisschen lahm waren, macht es doch insgesamt Sinn und die Handlungsweisen der Charaktere sind durchaus nachvollziehbar. Das andauernde Adam-Drama ist mir etwas zu viel gewesen und er ging mir dann doch tüchtig auf den Keks. Ansonsten habe ich mich aber auf den letzten Band gefreut.

Was sagt ihr zu Teil 2? Und mögt ihr Adam oder nervt er nur?

Bis bald,
Eure Kitty Retro



Meine Bewertung:

Mittwoch, 20. September 2017

Shatter Me

Hallo meine Romance-Hasen,

bei gehypten Büchern bin ich immer skeptisch. Einerseits hat es ja einen Grund, warum so viele Leute von Büchern schwärmen. Andererseits hat man dann so hohe Erwartungen, dass das Buch einen nur enttäuschen kann. Also warte ich manchmal einfach, bis ich vergessen habe, wie sehr Menschen Bücher lieben. Hier habe ich es genau so gemacht.

Die Fakten:
  • Autor: Tahereh Mafi
  • Titel: Shatter Me (dts. Ich fürchte mich nicht)
  • Reihe: Shatter Me 1
  • Erschienen: 2011
  • Verlag: Harper Collins
  • Seiten: 338
  • Preis: 7,99 Euro
  • Klappentext: "No one knows why Juliette's touch is fatal, but The Reestablishment has plans for her. Plans to use her as a weapon. But Juliette has plans of her own. After a lifetime without freedom, she's finally discovering a strength to fight back for the very first time - and to find a future with the one boy she thought she'd lost forever."

Zur Handlung: Juliette hat keinen Kontakt zur Außenwelt, seit sie vor Monaten eingesperrt wurde. Nach einem schrecklich Unfall lebt sie nun in dieser Zelle, die nur ein Fenster hat. Essen landet vor ihrer Tür und duschen darf sie gelegentlich, doch nie sieht sie einen Menschen, bis plötzlich Adam in ihrer Zelle auftaucht.

Juliette kann sich zunächst keinen Reim darauf machen, muss aber nach und nach akzeptieren, dass sie nicht mehr allein ist. Und Adam weckt in ihr auch seltsame Erinnerungen an ein Leben vor der Haft, vor dem Unfall, bevor sie Angst vor sich selbst bekommen hat. Aber wie soll sie sich in der kleinen Zelle von ihm fernhalten?

Ich habe dieses Buch innerhalb eines Tages im Zuge des BooktubeAThons gelesen und habe daher ein ziemlich spezielles Leseerlebnis gehabt. Normalerweise lese ich Bücher nie innerhalb eines Tages. Dennoch hat das mit diesem Buch super funktioniert, denn es ist sehr fließend geschrieben und es geschieht immer etwas, sodass man weiterlesen möchte. Es war perfekt für einen Readathon.

Juliette als Charakter ist zunächst sehr schwach. Sie kennt keine anderen Menschen mehr und weiß nicht, wie sie mit ihnen umgehen soll. Außerdem wird das kleine bisschen Vertrauen, das sie mühsam aufbaut, direkt wieder enttäuscht. Dadurch ist sie viel verunsichert und hat kaum Erfahrung, auf die sie ihre Entscheidungen stützen kann. Dennoch kam sie mir nicht besonders nervig vor. Gelegentlich stellt sie sich allerdings dumm an, was ich immer etwas schwierig finde.

Adam ist zunächst natürlich etwas mysteriös, das wird aber doch schnell aufgeklärt. Er dient in diesem Teil vor allem als Akzelerator für die Handlung ist hat wenig eigenen Charakter. Dennoch erleben wir ihn hautnah, und das meine ich, wie ich es sage. Es gibt mehrere ziemlich heiße Momente zwischen den beiden, die doch ganz amüsant zu lesen waren. Dennoch bleibt er einfach ziemlich farblos.

Zuletzt ist dann noch Warner zu nennen, der eine entscheidende Rolle spielt. Viele haben ihn ja scheinbar in diesem Band noch gehasst, aber das war mir nicht ganz eingängig. Ich zumindest habe ihn eher als interessant empfunden und mochte auch, dass man ihn nie ganz einschätzen konnte. Außerdem wusste ich ja, dass wir in den Folgebänden Erklärungen für sein Verhalten bekommen.

Die Handlung ist hier vor allem durch die ersten romantischen Gefühle von Juliette geprägt, dennoch bekommen wir einiges an Action. Während sie die längste Zeit des Buches auf die eine oder andere Art und Weise eine Gefangene ist, bekommen wir dann eine aufregende Verfolgungsjagd zum Ende hin. Und natürlich wird alles von dem Rätsel um Juliette's seltsame Gabe überschattet. 

Alles in allem schafft es dieses Buch, das Setting grob darzustellen und erste wichtige Handlungsstränge zu etablieren. Dennoch passiert noch nicht so viel. Vor allem handelt es sich um Charakterentwicklung auf Seiten von Juliette. Sie erfährt plötzlich wieder ein beschränktes Maß von Freiheit und muss lernen, damit umzugehen. Außerdem begibt sie sich auf den Weg zu erkennen, wer sie wirklich ist. Ich fand das einen guten Ansatz und hatte einige Lesefreude daran. Langfristig im Kopf bleibt das Buch aber nicht.

Habt ihr den ersten Band schon gelesen? Wie fandet ihr ihn?

Bis bald,
Eure Kitty Retro





Meine Bewertung:

Sonntag, 17. September 2017

Das Licht von Aurora - Band 1

So und nun zu einem Buch, was ich schon eine halbe Ewigkeit lese,

das liegt wahrscheinlich nicht mal am Buch und hat keine Schlüsse auf die Qualität, aber es funktionierte vielleicht einfach nicht für mich oder zu dem Zeitpunkt.

Fakten:
  • Autorin: Anna Jarzab
  • Übersetzerinnen: Birgit Pfaffinger und Ulrike Brauns
  • Roman
  • 2015 erschienen
  • 448 Seiten
  • Loewe Verlag
  • Preis: 17,95€ (gebundene Ausgabe)
Klappentext:
"Ich hatte nicht das Gefühl, als würde er nach Aurora gehören. Ich hatte eher das Gefühl, als würde er zu mir gehören, egal wo ich war. Aber das lag ja nicht in meiner Hand und in seiner auch nicht. Schon immer wollte die 16-jährige Sasha in die Rolle ihrer liebsten Romanheldinnen schlüpfen und Abenteuer in fernen Welten erleben. Nicht ahnend, dass die Geschichten ihres Großvaters über Parallelwelten tatsächlich wahr sind, landet sie plötzlich unfreiwillig in Aurora – einer modernen Monarchie. Neben einem Leben am Hofe erwartet Sasha hier auch die ganz große Liebe. Doch Palastintrigen und Verrat drohen ihre Träume zu zerstören. Einmal Prinzessin sein!"

Ja, auch das ist schon wieder ein erster Band. Der Klappentext ist zwar sehr schön ungenau formuliert, doch auch zu vielversprechend für meinen Geschmack.

Sasha ist ein ganz normales Mädchen und geht mit einem echt tollen Jungen zum Abschlussball. Doch dann wird sie von ihm in eine fremde Welt transportiert und das auf sehr ungewöhnliche Art und Weise. Dort erfährt sie, dass es sich um ein Paralleluniversum handelt in dem quasi Spiegelbilder der Menschen der Erde existieren. Diese gleichen sich im Aussehen doch sonst nichts.

Sasha sieht aus wie die Prinzessin der Region und da diese entführt wurde, und das Volk nicht in Panik geraten soll, muss sie diese miemen. Das passt Sasha natürlich ganz und gar nicht, doch was soll sie schon tun, sie muss sich fügen.

Irgendwann kann sie ihre Situation einigermaßen akzeptieren und bringt sich in das fremde Leben ein. Doch dieses hat einige Ungereimtheiten. Schließlich gewinnt sie aber so viele Vertraute, dass sich diese überwinden lassen.

Wie bereits angedeutet, hat mich diese Geschichte nicht mitgerissen obwohl ich glaube dass sie das durchaus könnte. Wer weiß woran es lag aber gerade die erste Hälfte war in meinen Augen einfach nur langweilig und nixsagend. In den letzten paar Kapiteln konnte auch ich mich jedoch endlich für alles begeistern, vielleicht weil da aus meiner Sicht mal etwas passiert ist und man auch besser verstanden konnte, wie alles zusammenhängt. Das kann nämlich eine wirklich spannende Welt werden die die Autorin da beschreibt.

Die Charaktere sind mir ganz sympathisch und auch gut entwickelt. Ich mag ja Gloria am meisten, wie immer mit den Nebencharakteren und mir. Callum war für mich total zwiegespalten, manchmal wirkte er wie ein kleines Kind und dann wieder wie ein Erwachsener. Thomas war wieder so ein typischer Held der zu gut für diese Welt ist.

Wie gesagt war es irgendwie nicht meins, aber ich schließe nicht aus den zweiten Band irgendwann ein mal zu lesen.

Ach eh ich es vergesse, das Cover habe ich auch nicht verstanden, was macht das Kleid da?

Kennt ihr die Reihe und was haltet ihr von Parallelwelten?

Eure Blue Diamond.