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Freitag, 18. August 2017

[Die Ventura-Saga] Band 1 - Wir zwei in fremden Galaxien

Hallo zusammen,

diese Geschichte habe ich durch Zufall entdeckt und wusste da noch gar nicht, wie neu sie ist. Hier war jedoch klar, dass es sich um einen ersten Band handelt - ein Glück.

Fakten:
  • Autorin: Kate Ling
  • Übersetzerin: Anja Hackländer
  • Roman
  • 2017 erschienen
  • 336 Seiten
  • Bastei Lübbe (one by Lübbe) Verlag
  • Preis: 17,00€ (gebundene Ausgabe)
Klappentext:
"Wir sind eine der interstellaren Generationen. Wir haben die Erde nie gesehen; wir werden unser Ziel nie zu sehen bekommen. Dieses Raumschiff, auf seiner siebenhundertjährigen Reise, ist das Einzige, was wir jemals sehen werden. Was unsere Kinder je sehen werden. Was unsere Eltern je gesehen haben."

Die 17-jährige Seren lebt seit ihrer Geburt auf der Ventura und steht kurz vor der Abschlussfeier ihres Schuljahrgangs. An diesem Tag wird nicht nur entschieden, in welchem Bereich des Raumschiffs sie in Zukunft arbeiten soll, vor allem wird bekanntgegeben, wer aus dem aktuellen Jahrgang zu ihrem Lebenspartner ausgewählt wurde. Doch Seren hat ein Problem, denn sie hat sich verliebt. Mit dem spanischstämmigen Domingo, kurz Dom, erlebt sie echte Gefühle, das Herzklopfen der ersten Liebe. Doch beide wissen, dass sie damit gegen alle Regeln verstoßen und nur heimlich zusammen sein können. Als sich für das junge Paar eine Möglichkeit ergibt, das Raumschiff zu verlassen, muss Seren sich entscheiden. Will sie die sicheren Räume der Ventura verlassen, ohne zu wissen, ob sie außerhalb überleben können? Aber was ist die Alternative?"

Irgendwie war mir schon bewusst, dass dieses Buch wohl im Weltraum spielen wird, aber als ich es dann noch einmal gelesen habe, war ich total hin und weg. Diese Welt, die die Autorin da geschaffen hat, ist großartig und beeindruckend. Vieles konnte ich mir nicht so richtig in der Umsetzung vorstellen, aber wenn das so geht, haben wir vielleicht doch noch eine Chance, wenn die Erde mal komplett am Ende ist.

Das System auf der Ventura ist ausgeklügelt bis ins kleinste Detail. Wie viele Menschen dürfen auf dem Raumschiff leben, wie viele Dinge werden benötigt, wie wird Nahrung hergestellt, wie werden Unterschiede und damit eventuelle Konflikte vermieden. So werden Paare einander versprochen bzw. zugeteilt und dann bekommen sie über künstliche Wege Kinder, aber auch die mehr oder weniger auf Zuteilung. Dies ist ein ziemlicher Einschnitt in das Leben eines jeden und es ist verständlich, dass wenn sich jemand gegen Liebe stellt, es zu Widerstand kommt.

So geht es nun Seren. Sie begreift mehr und mehr wie die Ventura eigentlich funktioniert und hat eine Meinung dazu. Sie will ihren zugeteilten Mann nicht, denn sie liebt einen anderen. Den anderen darf sie nicht haben und wenn sie es doch versuchen, müssen sie mit harten Strafen rechnen. Auf einem Raumschiff ist es außerdem unvermeidlich, dass irgendwann jeder alles weiß, weil man ja auch irgendwie jeden kennt, es sind ja nur 2.000 Personen insgesamt.

Es entwickelt sich also eine Liebesgeschichte, die einen großen Teil der Geschichte einnimmt und typisch Teenager-Drama ist. Dafür erntete die Autorin bereits viel Kritik, vor allem, weil es für ein bisschen Liebe kein Universum braucht. Diese Meinung teile ich nicht. Klar, ich mag einfach solche Geschichten, aber ich finde auch den Rahmen toll und das es andere Hindernisse gibt als gewöhnlich und so weiter. Sicherlich hätte die Autorin mehr auf diese dystopische Welt eingehen können und alles mehr beschreiben, aber hey - das war der erste Band und wer weiß, was noch alles folgt.

Sicherlich muss man Liebesgeschichten mögen, um dieses Buch zu mögen, und es reicht eben nicht Fan des Weltalls zu sein, aber das ist nicht schlimm. Es gibt ja genug andere Weltraumgeschichten ohne Liebe =D
Daher möchte ich das Buch definitiv weiterempfehlen. Sicherlich eher an die weiblichen Leserinnen unter euch, aber ich glaube auch Männer können ihre Freude daran haben. Schließlich gibt es einige Maschinen zu erforschen.

Weiß jemand wann der nächste Teil rauskommt?

Eure Blue Diamond.



Mittwoch, 16. August 2017

Hinter den Spiegeln

Hallo meine Buchprinzessinnen,

heute wird es adelig auf dem Blog, denn wir wenden uns diesen Jugendbuch zu, dass sich mit Wien und den Grafen und Prinzessinnen aus der Zeit vor dem ersten Weltkrieg beschäftigt. Ich habe das Buch gelesen, weil Sabrina von Look at my Books meinte, dass es absolut toll ist. Der Klappentext hat mich dann sehr interessiert und hier sind wir nun...

Die Fakten:
  • Autor: Ulrike Schweikert
  • Titel: Hinter den Spiegeln
  • Reihe: Das Wiener Vermächtnis 1
  • Erschienen: 2014
  • Verlag: Mira Taschenbücher
  • Seiten: 455 + Glossar
  • Preis: 9,99 Euro
  • Klappentext: "Wien 1892. Bei einem tragischen Sturz verliert die junge Komtess Luise von Waldenberg ihr Gedächtnis. Aber gerade das öffnet ihr die Augen: Die Dekadenz des Hofadels kommt ihr plötzlich verlogen vor, im elterlichen Palais erscheint ihr die strenge Aufteilung zwischen den Bediensteten und ihrer eigenen Familie falsch. Und warum werden treppauf und treppab Wahrheiten verschwiegen statt ausgesprochen? Doch Luise ist nicht allein: In der Werkstatt des jungen Zuckerbäckers Stephan Brucker erlebt sie eine sinnliche Welt voller Düfte, süßer Genüsse und warmer Vertrautheit. Eine Mesalliance bahnt sich an, die auf höchste Empöhrung stößt. Denn es gibt ungeschriebene Gesetze, die niemand brechen darf. Könnte doch davon die Zukunft der Donaumonarchie anhängen..."
Zur Handlung: Als Luise aufwacht, kann sie sich an nichts erinnern. Sie liegt in einem Bett in einem Zimmer, das sie nicht wiedererkennt. Die Menschen, die sie besorgt anschauen, sagen ihr nichts. Sie weiß nicht, wie sie dahin gekommen ist, aber ihr Instinkt sagt ihr, dass dies ihre Familie ist, ihr Zuhause. Mit etwas Mühe findet sie sich in der Welt einer jungen Komtess in Wien wieder zurecht.

Doch sie muss feststellen, dass ihr Leben scheinbar keineswegs so einfach ist, wie es von außen aussieht. Vor ihrem Unfall, an den sie sich nicht erinnert, war sie schon fast verlobt. Doch diese Beziehung steht nun auf der Kippe und Luise weiß nicht, ob sie das schlecht findet. Ihr Cousin Max scheint ihr zunächst vertrauenswürdig, doch auch er scheint irgendwelche Probleme zu haben. Schließlich fühlt sich Luise eigentlich nur an einem einzigen Ort wohl, in der Zuckerbäckerei bei Stephan - doch diese Beziehung darf nun auf keinen Fall sein.

Leider war dieses Buch eher ein Flop für mich. Aber beginnen wir ganz von vorn. Luise kann sich an nichts wirklich erinnern, aber das scheint ihr seltsamerweise auch nicht wirklich etwas auszumachen. Sie stiftet einige Bedienstete an, es zu verbergen und ihr zu helfen, und gut war es. Das war für mich nicht realistisch. Desweiteren wird schnell deutlich, dass die eigentliche Luise ein kleines eifersüchtiges Monster war. Wie kann denn ein einzelner Sturz daran alles ändern? Wie wird sie dadurch ein neuer Mensch?

Luise als Charakter selbst hat mich nicht vom Hocker gerissen. Sie ist zwar jetzt total nett, aber für mich bleibt sie die ganze Zeit farblos. Gelegentlich setzt sie sich über das hinweg, was andere ihr sagen, aber generell habe ich an ihr nichts gefunden, was irgendwie besonders oder bemerkenswert wäre. Um sie herum haben wir dann die drei Jungs, die sie jeder auf seine Art irgendwie gut finden. Max wirkt am Anfang ganz cool, wird aber schnell gruslig. Von dem Quasi-Verlobten sehen wir viel zu wenig, um irgendwas zu wissen. Und Stephan hat mich total irritiert, da er quasi ein Stalker ist.

Luises Familie ist dazu auch total seltsam. Die Mutter leidet unter sowas wie Depressionen, wird dafür aber von ihrer gesamten Familie nur verachtet, was natürlich wahnsinnig hilft. Der Vater interessiert sich eigentlich nur für seinen Ruf, hat aber nebenher auch eine Affäre mit irgendeiner Schauspielerin oder so. Die Familie der Mutter will einfach nur so viel abfassen wie irgendwie geht und bei ihnen geht es immer nur ums Geld. Ausnahme ist da die Cousine, die zwar kein Geld will aber dafür alles andere, was Luise hat.

Die Handlung hat mich leider nicht gefesselt. Klar will man schon irgendwie wissen, was nun mit Luise passiert war. Andererseits wird davon so oft abgeschwiffen und es geht so langsam voran, dass man es dann eigentlich auch gar nicht mehr wissen muss. Das Ende wirkt dann auch irgendwie sehr überstürzt und die Rolle, die Rudolph darin spielt, war für mich absolut nicht nachvollziehbar. Hier hätte man vorher erstmal etwas aufbauen sollen. Und die vielen Prinzessinnenprobleme zwischendurch haben mich auch nicht wirklich tangiert.

Am schlimmsten fand ich aber ehrlich die Dialoge. Sie fühlten sich so unecht und gestelzt an. Oft war das einfach nur Info-Dumping, vor allem wenn der Vater sich mit einem Kumpel in einem Club unterhält und diese Dinge zueinander sagen, die erwachsene Männer so nie sagen würden, nur damit wir alle Infos haben, die aus der Szene rausspringen mussten. So konnte ich auch keinen der Charaktere ernst nehmen.

Insgesamt fand ich das Buch leider nur mäßig interessant. Die Beziehungen zwischen den Hauptfiguren waren alle durchaus problematisch. Das Ende war überstürzt und dafür der Rest total unfokussiert. Einige Dinge hat man durchaus kommen sehen, anderes vielleicht nicht im Detail. Die Charaktere konnte ich nicht ernst nehmen, weil sie sich einfach nicht wie normale Menschen benommen haben. Und das Ende, quasi der Epilog, war ziemlich unmöglich. Es soll wohl weitere Bücher dazu geben, die ich aber sicher nicht lesen werden.

Kennt ihr die Reihe? Hat sie euch zugesagt?

Bis bald,
Eure Kitty Retro





Meine Bewertung: 
 

Sonntag, 13. August 2017

Die Verratenen - Band 1

Hallo an alle Poznanski-Fans,

ich würde mich nicht direkt als einer bezeichnen, aber ich mag ihre Geschichten und hatte mal wieder Lust auf eine.

Fakten:
  • Autorin: Ursula Poznanski
  • Jugendbuch-Thriller
  • 2014 erschienen
  • 464 Seiten
  • Loewe Verlag
  • Preis: 9,95€ (Taschenbuch)
Klappentext:
"Vertraue niemandem. 
Denn jemand will deinen Tod. 
Es könnte jeder sein. 

Eine Welt, die perfekt und gerecht erscheint. 
Sechs Studenten, die dachten, sie kennen die Wahrheit. 
Doch plötzlich sind sie auf der Flucht, verraten, verfolgt und dem Schicksal ausgeliefert."

Das ist doch mal ein Klappentext, der Spannung verspricht und nicht zu viel verrät. Ich habe schon wieder den Fehler gemacht und nicht richtig aufgepasst, dass es sich hier um eine Reihe handelt. Grundsätzlich sind Reihen ja toll, ich lese sie halt nur auch gern komplett... Naaaja.

Erst gestern habe ich mich mit der lieben Kitty darüber unterhalten, dass ich einige Geschichten mit so einer dystopischen Welt die durch eine Glaskuppel abgeschirmt ist, kenne. Auch hier haben wir so eine Kuppel die die Welt in Sphären einteilt. Es gibt ein innerhalb und außerhalb und verschiedene Bereiche. Die Sonne oder generell Wetter gibt es nicht innerhalb der Sphäre. Man erfährt leider auch nicht so viel über diese, dafür umso mehr über unsere handelnden Personen.

Das Leben in den Sphären fokusiert sich vor allem auf Lernen und Streben nach Wissen. Alle sind darauf getrimmt sich perfekt zu verhalten, zum Beispiel auch ihrem Körper gegenüber. Hier tragen sie eine kleine Maschine am Handgelenk, die sie ständig überwacht. Alle Körperfunktionen werden verarbeitet. So kann dieser Salvator zum Beispiel auch feststellen, wann man etwas essen sollte, oder auch wann es notwendig ist, sich medizinisch untersuchen zu lassen. Dank dieser Technik kann man auch gefunden werden und, wie unsere Protagonisten schmerzlich feststellen müssen, auch abgehört werden.

Die Hauptcharaktere sind Studenten, die wir alle kennen lernen. Jeder hat bestimmte Ausprägungen, die er besonders intensiv studiert hat. Es sind also keine Fähigkeiten, sondern wirklich Wissen, was hier glänzt. Alle sind in Listen aufgeführt und haben das Ziel so weit oben wie möglich zu stehen. Doch als es mal wieder zu so einem Tag kommt, wo die Besten gekührt werden, passiert eine Art Auswahl von 6 Personen - unseren Hauptcharakteren, die auf eine Reise geschickt werden. Das macht sie skeptisch, zu recht, denn diese Reise katapultiert sie aus ihrer gewohnten Umgebung. An dieser Stelle kann ich unmöglich weiter erzählen, ohne zu viel zu sagen.

Wahrscheinlich wird die Geschichte eher als Thriller eingeordnet, da die Welt, die beschrieben wird, außerordentlich realistisch ist. Ich konnte sie mir sehr gut vorstellen und so weit weg von unserer jetzigen, ist sie gar nicht gewesen. Gerade diese Armbänder die jetzt schon so viele haben, warum sollten die nicht irgendwann auch all das können und vielleicht noch mehr.

Auch das Geschehen außerhalb der Sphären hat mir richtig gut gefallen. Es halt viele menschliche Aspekte abgebildet, die sehr schön konsequent und auf den Punkt waren. Zwischendurch schien mir die Handlung etwas durcheinander, aber das löste sich dann wieder und ergab so halbwegs Sinn. Es schoss mir dann auch immer mehr, dass das vielleicht doch kein alleinstehendes Buch ist.

Die Autorin hat einfach einen sehr fesselnden und ausdrucksstarken Schreibstil, der mir gut gefällt. Aber ich könnte auch nicht zu oft darin lesen, da es mir dann auch zu viel werden könnte. Manchmal gibt es in Büchern ja so abflachende Momente in denen man sich mehr oder weniger ausruht, die gibt es hier nicht und das ist schon etwas anstrengender ^^

Diese Reihe möchte ich auf jeden Fall weiterlesen und bin schon gespannt, was noch so kommen mag. Empfehlen kann ich es jedem, auch wenn Jugendbuch drauf steht,

eure Blue Diamond.

Freitag, 11. August 2017

[Filmkritik] Wonder Woman

Hallo meine Freitagsfilmfreunde,

ich bin kein großer Fan der DC-Kinofilme. Suicide Squad war leider eine totale Enttäuschung für mich. Dennoch hat mich Wonder Woman von Anfang an interessiert, denn wann kriegen wir denn mal wieder einen Superheldinnenfilm? Außerdem haben viele Menschen, denen ich geschmacklich vertraue, diesen Film durchaus gelobt. Also ab ins Kino...

Zur Handlung: Diana wächst von klein auf zwischen den Amazonen auf, bestaunt ihre Kampffähigkeiten und will endlich alt genug sein um mit den anderen zu trainieren. Ihre Mutter ist allerdings nicht glücklich darüber, wie begeistert die kleine Diana vom Kämpfen ist. Doch als Diana aufwächst wird klar, dass sie eine besondere Kriegerin ist, die vielleicht sogar besondere Fähigkeiten hat.

Dann landet plötzlich ein Flugzeug im Meer vor der Insel, auf der die Amazonen leben, und Diana beschließt den Piloten zu retten. So lernt sie Steve Trevor kennen, der ihr vom Krieg in der Welt erzählt. Diana erkennt darin das Werk des Kriegsgottes Ares und beschließt, die Amazonen zu verlassen und die Welt von Ares zu befreien.

Oh mein Gott, als erstes muss ich sagen, dass ich mich total in die Rolle von Chris Pine verliebt habe. Er und Gal Gadot haben für mich eine ganz tolle Anziehungskraft gehabt und obwohl man nicht sehr viele Stufen ihrer Zuneigung sieht, spürt man doch deutlich, was so zwischen den Zeilen abläuft. Das war für mich absolut der stärkste Punkt des Filmes und hat mich sehr glücklich gemacht.

Der nächste sehr starke Punkte im Film, vor allem in der ersten Hälfte, ist der Humor. Diana ist fernab der Welt aufgewachsen und kann so viele Dinge nicht verstehen. Wir befinden uns schließlich in den 1910er Jahren und die Rechte der Frauen waren damals sehr eingeschränkt. Auch die Kleidung ist natürlich etwas anderes als Dianas Amazonenkostüm. So entsteht sehr viel Situationskomik, die wirklich niedlich ist und Freude macht, ohne respektlos zu sein.

Als nächstes mochte ich die Kampfsequenzen auf der Insel der Amazonen. Diese haben einige wirklich erstaunliche und sehenswerte Techniken und allgemein sind kämpfende Heldinnen ein toller Anblick. Auch der Kontrast zu den "gemeinen Soldaten" war irgendwie gut gemacht. Auch andere Kampfszenen waren richtig gut. Dann kam aber das Ende, und das war ja mal ein Alptraum. So schlechte Animationen habe ich lange nicht gesehen. Und dann hat mich dieser blöde Ares in dem Moment auch gar nicht interessiert...

Schlecht fand ich außerdem die Besetzung von Ares. Ich will hier natürlich nicht spoilern, und obwohl ich den Twist am Ende wirklich gut fand, war das einfach der falsche Schauspieler. Und ich liebe liebe liebe ihn... nur nicht in so einer Rolle. Er ist einfach kein Flammenwerfender Superschurke, kein rachsüchtiger Kriegsgott. Nicht so. Das hat mich wirklich enttäuscht. Und dann sah auch die Animation noch so kacke aus...

Auch einige Zwischenszenen waren vielleicht etwas arg übertrieben. Ich konnte mit der Handlung nicht immer 100% mitgehen. Dennoch hätte mich das nicht so sehr gestört, wenn das Ende nicht so furchtbar gewesen wäre. 

Alles in allem hat mir der Film gut gefallen. Besser wäre noch gewesen, wäre es eben kein Superheldenfilm gewesen, sondern eher eine Kriegsgeschichte. Dieses ganze Drama am Ende war einfach so überzogen, dass es von der wahrhaft tollen Handlung abgelenkt hat. Ich denke dennoch, dass man sich Wonder Woman bedenkenlos anschauen kann. Mir hat der Film Freude gemacht und heulen konnte ich auch endlich mal wieder in aller Öffentlichkeit.

Habt ihr den Film gesehen? Was sagt ihr zum Ende? Und welchen Film von Chris Pine sollte ich unbedingt anschauen?

Bis bald,
Eure Kitty Retro

Mittwoch, 9. August 2017

Charlie Bone und das Geheimnis der sprechenden Bilder

Hallo meine Lesezauberer,

die liebe Sabrina von Look at my Books hat mich überzeugt, diese Reihe zu lesen. Sie kennt sie schon seit vielen Jahren, für mich war es eine völlig neue Entdeckung. Die Reihe erinnert vielleicht ein bisschen an Harry Potter, vor allem dieser "Er war ein ganz normaler Junge bis etwas Magisches passiert"-Trope hat mich angesprochen. Aber kommt das Buch wirklich an diesen Kindheitsklassiker heran?
 
Die Fakten:
  • Autor: Jenny Nimmo
  • Übersetzung: Cornelia Holfelder-von der Tann
  • Titel: Charlie Bone und das Geheimnis der sprechenden Bilder
  • Reihe: Charlie Bone 1
  • Erschienen: 2003
  • Verlag: Ravensburger Taschenbuch
  • Seiten: 351
  • Preis: 7,99 Euro
  • Klappentext: "Charlie Bone ist ein ganz normaler Junge. Zumindest glaubt er das, bis plötzlich eines Tages ein Foto zu ihm spricht. Und das ist erst der Anfang eines haarsträubenden Abenteuers, in dem drei düstere Tanten, ein geheimnisvoller Kasten und ein fliegendes Mädchen eine wichtige Rolle spielen."
Zur Handlung: Charlie Bone lebt mit seiner seltsamen Familie in einem Haus, geht auf eine ganz normale Schule und hat einen besten Freund, mit dem er viel Zeit verbringt. Seine Familie teilt sich in seine Mutter und deren Mutter, die ihn sehr lieb haben und immer sein Bestes im Sinn haben. Auf der anderen Seite gibt es seine andere Großmutter und seinen Onkel, die beide ein wenig seltsam sind. Und dann sind da noch seine gruseligen Großtanten.

Und gerade diese beschließen nun, dass er auf eine neue Schule muss. Charlie fällt es schwer, auf ein Internat zu wechseln, wo er nur noch am Wochenende nach Hause darf. In seiner Familie sind sich aber fast alle einig, dass es das beste ist, auf die Großtanten zu hören. Und schließlich war Charlies verstorbener Vater auch auf dem Internat...

Beim Lesen dieses Buches ist mir vor allem Charlies Familie positiv aufgefallen. Die Charaktere sind alle etwas verrückt. Ich hatte oft das Gefühl, dass ich etwas zu sehr gelenkt werde, wen ich gut finde und wen nicht, aber vielleicht ist das auch mit Kinderbüchern etwas ausgeprägter. Vor allem Charlies Onkel lernt man im Verlaufe der Geschichte etwas besser kennen und ich bin gespannt, in welche Richtung sich das alles weiterentwickelt.

Wir werden in diesem Band nicht nur mit Charlies Fähigkeit, sondern auch einem Mysterium vertraut gemacht. So sprechen plötzlich Bilder mit Charlie, bzw hört er das, was bei der Aufnahme des Fotos in etwa gesprochen wurde. Daher erfährt er von einem kleinen Mädchen, das als Baby weggeben wurde und nun von seiner Tante gesucht wird. Allerdings will jemand auf keinen Fall, dass sie gefunden wird. Charlie hat aber die besten Chancen von allen, Licht in das Dunkel zu bringen.

Ich fand diesen Aspekt der Handlung sehr interessant und die Auflösung auch nicht vorhersehbar. Natürlich wird es nie zu spannend oder gruselig, aber ich denke, Kinder sollten sich da gut unterhalten fühlen. Ich bin nicht sicher, inwieweit das alles noch Auswirkungen auf die späteren Bücher hat, denn mir ist noch nicht völlig klar, warum das Mädchen nicht gefunden werden sollte. Aber vielleicht habe ich da auch nur was nicht mitbekommen.

Interessant finde ich auch, dass an Charlies Internat nicht nur sonderbegabte Kinder sind, die also magische Fähigkeiten haben, sondern auch Schüler, die einfach wahnsinnig künstlerisch begabt sind. Die Zusammensetzung führt dazu, dass die Sonderbegabten nicht so abheben, obwohl der Sohn des Schulleiters schon ein bisschen einen Höhenflug hat. Außerdem hat jeder Schüler nur seine individuelle Gabe und das unterscheidet das Konzept schon stark von Harry Potter.

Was für mich schon vergleichbar war, ist das Abtauchen in eine andere Welt und die Möglichkeit, viele spannende Abenteuer dort zu erleben. Ich würde nicht sagen, dass die Bücher vergleichbar sind, aber sie haben mir ein ähnliches Gefühl gegeben, einfach weil ich auch wenig Kinderbücher lese. Ich fand es auf jeden Fall sehr gut und habe mir dann gleich den zweiten Band besorgt.

Alles in allem handelt es sich um einen interessanten Start. Wir lernen viele Charaktere kennen und wollen natürlich noch viel mehr von ihnen erfahren in den Folgebänden. Obwohl das Rätsel um das fliegende Mädchen gelöst wurde, ist noch Vieles ungewiss und bisher nur angedeutet worden, sodass die Spannung weiterbesteht. Charlie ist für mich erstmal als Hauptfigur in Ordnung, sticht aber nicht besonders positiv heraus. Seine verrückte Familie interessiert mich da schon viel mehr.

Kennt ihr die Reihe? Habt ihr sie eventuell als Kind schon gelesen?

Bis bald,
Eure Kitty Retro






Meine Bewertung: 

Sonntag, 6. August 2017

2084 Noras Welt

Hallo an alle,

ich habe jetzt eine Woche Urlaub und werde hoffentlich ganz viel darin zum Lesen kommen. Wir können gespannt sein :D Doch vorher habe ich dieses Hörbuch gehört.

Fakten:

  • Autor: Jostein Gaarder
  • Übersetzerin: Gabriele Haefs
  • Roman
  • 2015 erschienen
  • 224 Seiten
  • dtv Verlagsgesellschaft
  • Preis: 8,95€ Taschenbuch

Klappentext:
"Nora, fast sechzehn, ist ein kluges und tatkräftiges Mädchen. Und sie macht sich Gedanken über die Umwelt: über Klimawandel, Artensterben und die Gefährdung unseres Planeten. So gründet sie gemeinsam mit ihrem Freund eine Initiative, die Maßnahmen für den Erhalt der Erdatmosphäre erarbeitet. Doch eines ist kurios in Noras Leben: In ihren Träumen erhält sie Botschaften von ihrer Urenkelin Nova aus dem Jahr 2084. In Novas Welt ist der Meeresspiegel gestiegen, Klimaflüchtlinge ziehen umher, im Norden grasen Kamele, zahllose Arten sind ausgestorben. Kann Nora in ihrer Zeit dafür sorgen, dass die ökologische Katastrophe der Zukunft verhindert wird? Und wie können ihre Träume ihr dabei helfen?"

Nora erzählt uns zuerst von ihrem Leben und ihrer Welt. Sie ist sehr klug und glaubt an das Gute im Menschen. Sie versteht schnell was Leben bedeutet und wie wertvoll es ist. Nicht nur für den Menschen sondern für jeden. Pflanzen und Tiere liegen ihr schnell genauso am Herzen. Am liebsten würde sie alles wissen wollen.

Sie hat auch einen Freund und eine Familie die sie dabei sehr unterstützen. Dennoch muss sie in Behandlung weil ihr Verhalten eben doch nicht so richtig normal ist. Und dann passiert noch etwas verrücktes. Sie träumt und diese Träume scheinen unglaublich real zu sein.

Wo und wie genau ist ja nicht so wichtig, aber sie begegnet Nova und Nova ist mit ihr verwandt. Das wäre ja alles total in Ordnung wenn Nova nicht aus einer anderen Zeit wäre...

Es steht fest, dieses Buch ist unglaublich süß und in seiner Art für mich bisher einzigartig. Der Schreibstil ist sehr verständlich und vor allem für Kinder ganz toll. Außerdem ist die ganze Geschichte so lehrreich ohne aufdringlich oder belehrend zu sein. Wenn ihr eine kleine Nora kennt, dann schenkt ihr unbedingt diese Geschichte egal in welchem Medium.

Kennt ihr so Bücher die euch in eurer Kindheit geprägt haben? Sowas kann dieses meiner Meinung nach auch sein.

Daher und weil ich mich eindeutig in die Geschichte verliebt habe, möchte ich es jedem empfehlen,

eure Blue Diamond.



Freitag, 4. August 2017

[Filmkritik] Seelen

Hallo an alle Filmfreunde,

ich habe noch nie ein Buch von Stephenie Meyer gelesen und mich eigentlich auch noch nie für ihre Geschichten interessiert. Auf Prime lief mir dann dieser Film über den Weg und ja, mir war langweilig und ich wollte was nettes ansehen.

Dieser Science-Fiction beruht auf dem gleichnamigen Buch und heißt im Original The Host. 2013 erschien er in den Kinos, er geht knapp über 2 Stunden und ist ab 12 Jahren freigegeben, was ich für legitim halte.

Wie bereits gesagt kenne ich das Buch nicht und werde es höchstwahrscheinlich auch nicht kennen lernen. Daher möchte ich euch auch einen kurzen Abriss der Handlung geben und ja es kann durchaus sein, dass diese vom Buch abweicht, das weiß ich nur leider nicht.

Aliens haben die Erde erobert, oder naja, eher besetzt, denn die Menschen haben sie dabei nicht umgebracht sondern eher besiedelt. Diese Aliens benötigen einen Wirt um Handeln und Sprechen und so weiter zu können. Sie sind viele 1000 Jahre alt und möchten in Frieden und Ehrlichkeit leben, ganz spartanisch und ohne Unterschiede untereinander.

Manche Menschen wehren sich gegen diese Besiedlung und haben sich versteckt. Eine dieser ist Melanie, gespielt von Saoirse Ronan, die dann jedoch doch gefangen wird und ihr eine Seele eingesetzt wird. Diese Seele heißt Wanderer und ist sehr gutmütig und herzlich. Zuerst berichtet sie alles der Sucherin, gespielt von Diane Kruger, was sie der Seele von Melanie entnehmen kann. Doch es ist nicht wie bei anderen Wirten, Melanies Seele bleibt da und kämpft gegen den Eindringling.

Doch dann wendet sich das Blatt und Wanderer beginnt umzudenken. Irgendetwas auf der Erde oder besser im Geiste der Sucherin ist nicht so, wie die Lebensphilosophie der Aliens es verlangt und das führt unweigerlich zu Problemen.

Das sollte zur Handlung genügen. Mir hat die Geschichte und die Idee richtig gut gefallen. Auch die Umsetzung, dass man die Seele mehr oder weniger in den Augen erkennen kann, finde ich sehr gut und irgendwie ja auch in unserem Wortschatz so verankert. Der Beginn war mir etwas zu schnell und zu - ja das ist jetzt eben so - da man nicht weiß, wie es kam, dass die Aliens auf die Erde wollten und was dann passierte. Somit wird der erste Teil der Geschichte sehr erzähl lastig und man muss sich erst einmal reinfinden.

Die zweite Hälfte vom Film steckt dann voller Handlung und hielt für mich immer wieder Überraschungen parat. Manchmal ging es aber auch viel zu schnell, da habe ich einzelne Teile überhaupt nicht verstanden oder in Zusammenhang bringen können. Das war ein bisschen schade.

Dennoch mochte ich das Setting und die Ideen sehr und auch das Ruhige was die ganze Zeit mitschwingt. Definitiv sehenswert,

eure Blue Diamond.

 

Mittwoch, 2. August 2017

Monstress - Awakening


Hallo meine Monster,

ich bin kein Comic-Leser und werde wohl nie wirklich einer werden, aber das Cover und der Titel dieses Exemplars haben mich doch sehr interessiert. Da nun bald der zweite Teil erscheinen wird, war der Comic nochmal überall, und ich musst einfach sehen, was es damit auf sich hat.

Die Fakten:
  • Autor: Marjorie Liu
  • Illustrator: Sana Takeda
  • Titel: Monstress - Awakening
  • Reihe: Monstress Vol. 1
  • Verlag: Image Comics
  • Erschienen: 2016
  • Seiten: 190
  • Preis: 9,45 Euro
  • Klappentext: "Set in an alternate world of art deco beauty and steampunk horror, MONSTRESS tells the epic story of Maika Halfwolf, a teenage surviver of a cataclysmic war between humans and their hated enemies, the Arcanics. In the face of oppression and terrible danger, Maika is both hunter and hunted, searching for answers about her mysterious past as those who seek to use her remain just one step behind ... and all the while, the monster within begins to awaken."
Zur Handlung: In einer dystopisch oder postapokalyptisch anmutenden Welt treffen wir auf Maika Halfwolf. Sie ist auf der Suche nach dem Geheimnis ihrer Familie. Maika ist ein Arcanic und damit von Menschen nicht akzeptiert. Allerdings sieht sie sehr menschlich aus, weswegen sie sich machmal für kurze Zeit einschleichen kann.

Gemeinsam mit einem kleinen Fuchsmädchen und anderen seltsamen Begleitern beginnen wir ein Abenteuer mit Maika, dessen Ende wir noch nicht absehen können. Klar ist, dass es Tote geben wird, dass geopfert werden muss und dass am Ende ein großes Geheimnis auf uns wartet.

Direkt zu Beginn kann ich sagen, dass dies der beste Comic war, den ich je gelesen habe. Obwohl ich ja schon Nimona sehr mochte, hat mich Mostress doch noch mehr überzeugt. Dafür gibt es natürlich viele Gründe. Besonders betonen möchte ich aber, dass hier einfach ein tolles Gesamterlebnis erzeugt wird, in dem sowohl der Zeichenstil als auch die Charaktere und die Handlung eine Einheit bilden, die mich fesselt.

Die Welt bekommen wir vor allem durch den Zeichenstil vermittelt. Alles ist sehr detailliert und erinnert an den asiatischen Kulturraum. Die Zeichnerin ist selbst Japanerin, die aber auch für amerikamische Comic-Unternehmen gearbeitet hat. Doch der Zeichenstil erinnert immer noch ein bisschen an einen sehr detailreichen Manga. Vor allem fallen einige Steampunk-Elemente ins Auge, die aber gern im zweiten Teil noch mehr werden dürfen.

Die Charaktere haben mich überzeugt. Maika ist die mürrische Einzelkämpferin, die weiß, was sie will, und ihren inneren Moralkompass folgt. Sie schreckt nicht vor vielen Dingen zurück um zu bekommen, was sie will. Die Nebencharaktere sind aber auch wirklich toll, allen voran das kleine Fuchskind, welches ihr plötzlich folgt. Es gibt einige Helfer aus dem Weg, aber auch genügend Feinde. Viele Figuren werden erst am Rande vorgestellt und die weitere Geschichte wird dies vertiefen. Das sehen wir auch an dem leichten Cliffhanger am Ende.

Die Handlung ist eigentlich nur Set-up, denn man wird das Gefühl nicht los, dass man Vieles noch nicht versteht und noch nicht tief genug in der Materie steckt. Es wird natürlich eines angedeutet, was dann spätere Abenteuer bestimmen wird. Dennoch bleibt es ein bisschen chaotisch. Ich habe es aber als spannend empfunden und habe nicht wirklich etwas anderes erwartet.

Mehr Worte möchte ich darüber nun eigentlich gar nicht verlieren. Ich freue mich auf den zweiten Band und werde ich unbedingt davon berichten, wenn ich ihn gelesen habe. Wie ich mich kenne, wird das aber ein bisschen dauern, denn richtige Bücher sind mir dann doch irgendwie lieber.

Wie ist das bei euch? Habt ihr den ersten Teil schon gelesen und was denkt ihr darüber?

Bis bald,
Eure Kitty Retro





Meine Bewertung:

Montag, 31. Juli 2017

BooktubeAThon 2017

Hallo all meine Marathonleser,

ich habe noch nie teilgenommen an so einen Readathon, aber da ich letzte Woche von Zuhause arbeiten und Stunden absetzen durfte, war die Zeit einfach reif. Vorgenommen hatte ich mir 7 Bücher für die 7 Challenges und heute verrate ich euch schon mal grob, was ich genau gelesen habe. Die einzelnen Rezensionen werden über die Zeit folgen, aber erwartet sie nicht gleich nächste Woche.

Meine Bücher:

The Body Book von Cameron Diaz: Nachdem das Buch schon Monate auf meinem Nachttisch lag und auf mich wartete, musste es nun einfach sein. Überzeugen konnte mich das Buch. Wir erfahren Wissenswertes zu Ernährung, Bewegung und der richtigen Einstellung. Außerdem motiviert das Buch zu gesundheitsbewussterem Umgang mit sich selbst. 258 Seiten habe ich in diesem Buch gelesen und es nach 7 Tagen am Sonntag beendet. (Challenge: Ein Buch mit einer Person auf dem Cover.)

Shatter Me von Tahere Mafi: Tja, der Hype hat mich am Ende doch gekriegt. Die Reihe steht schon eine Weile im Regal, dieses Buch habe ich sogar mal gewonnen. Es war das letzte Buch auf meiner Leseliste, denn meist will ich dann direkt mit dem 2. Teil weitermachen. Werde ich nachher auch direkt tun. 338 Seiten habe ich in einem Tag gelesen und das Buch am Sonntag beendet. (Challenge: Ein gehyptes Buch.)

Das Unheimliche Labor von R. L. Stine: Was habe ich die Gänsehautbücher geliebt, als ich Kind war. Die ersten 12 Bände stehen in meinem Regal und es war einfach Zeit für den 3. Teil. Dieser ist leider nicht mein Favorit, aber war schnell zu lesen und so habe ich die 118 Seiten an einem Tag am Mittwoch beendet. (Challenge: Ein Buch an einem Tag beenden.)

Charlie Bone und das Geheimnis der sprechenden Bilder von Jenny Nimmi: Es handelt sich um den ersten Teil einer Reihe, die durchaus ein bisschen an Harry Potter erinnert. Die Charaktere sind vielleicht ein bisschen besonders und Charlie hat eine ganz bestimmte Art von Magie an sich, aber das Kinderbuch macht einfach Spaß und Band 2 steht aus der Bibo schon im Regal bereit. 347 Seiten habe ich in zwei Tagen gelesen und das Buch am Dienstag als erstes Buch der Woche beendet. (Challenge: Ein Charakter, der ganz anders ist als du selbst.)


Die kleine Katze Chi: Eine niedliche Mischung aus Manga und Comic, welchen ich komplett draußen gelesen habe. Das Wetter war ja leider sehr schlecht, aber ich habe direkt die ersten Sonnenstrahlen auf dem Balkon genutzt. Innerhalb 45 Minuten hatte ich das Büchlein mit 159 Seiten dann auch beendet. Das Ganze trug sich am Donnerstag zu. Das Buch ist vor allem etwas für jüngere Leser und alle mit einer Katzenmacke. (Challenge: Ein Buch draußen beenden.)

Eine Kiste explodierender Mangos von Mohammed Hanif: Ein ziemlich spezielles Buch, beruhend auf einer wahren Begebenheit. 1988 stirbt der Diktator in Pakistan, und keiner weiß bis heute wie. Doch dieses Buch gibt uns gleich eine ganze Reihe von Menschen mit Motiven, mit Plänen und mit Erfolg. Wer hat ihn am Ende getötet? Keiner weiß es. Das Buch hat durchaus etwas gebraucht, denn es war zwar unterhaltsam aber auch anspruchsvoller. 344 Seiten habe ich in drei Tagen gelesen und das Buch Freitag beendet. (Challenge: Ein Cover Buy-Buch.)

Roverandom von J. R. R. Tolkien: Ein Junge verliert seinen Spielzeughund am Strand und ist traurig. Sein Vater erfindet ihm eine Abenteuergeschichte, in der der kleine Rover ein Welpe ist, der von einem genervten Zauberer in ein Spielzeug verwandelt wird. Doch Rover will unbedingt den Weg zurück nach Hause finden. Eine wirklich niedliche Geschichte und von meinem liebsten Autor. Wie kann ich sie nicht mögen? Für die 128 Seiten habe ich tatsächlich zwei Tage gebraucht und das Buch Sonntag beendet. (Challenge: 7 Bücher lesen.)

Damit habe ich den BooktubeAThon für mich "gewonnen". Ich denke, ich hatte sehr viel Glück mit meinen TBR, denn mir haben alle Bücher gefallen. Ich fand es schön, einen Anreiz zu haben, Bücher zu lesen die mir sonst zu kurz erschienen. Auch habe ich ein paar Bücher von meinem SUB endlich gelesen. Alles in allem war es eine tolle Woche und mehr erfahrt ihr in meinen Vlog-Videos, die ich hier, sobald sie online sind, verlinken werde.

Habt ihr auch teilgenommen? Welche Bücher habt ihr gelesen und wieviele? Und habt ihr je 7 Bücher in 7 Tagen beendet?

Bis bald,
Eure Kitty Retro

Sonntag, 30. Juli 2017

[Die Farben des Blutes] Band 3 - Goldener Käfig

Hallo ihr Lieben,

auch wenn es bis zum vierten Band noch eine Weile dauert, wollte ich gleich weiter wissen, wie es denn mit Mare und den anderen weitergeht.

Fakten:
  • Autorin: Victoria Aveyard
  • Übersetzerin: Birgit Schmitz
  • Dystopie
  • 2017 erschienen
  • Carlsen Verlag
  • 640 Seiten
  • Preis: 23,99€ (gebundene Ausgabe)
Klappentext:
"Mare, die Rote mit den besonderen Silber-Fähigkeiten, ist zurück am königlichen Hof – doch dieses Mal nicht als falsche Prinzessin, sondern als Gefangene des Königs: Um ihre Gefährten vor dem Tod zu retten, hat sie sich ihrem schlimmsten Feind – und einstigen Freund – ergeben. Und erwartet nun ein schreckliches Schicksal an seiner Seite. Aber natürlich setzen Prinz Cal und die Rebellen der Scharlachroten Garde alles daran, um die Blitzwerferin zu befreien. Denn nur mit ihr gibt es im Kampf um die Freiheit eine Chance."

Dies ist nun der dritte Band. Ehrlich gesagt war mir zu Beginn nicht klar das dies ein Vierteiler werden wird und dementsprechend war ich zum Ende des Buches immer verwirrter, dass dies doch nicht das Ende sein konnte. Nun dem ist ja eben auch nicht so.

Mit Mare und dem anderen erleben wir in diesem Band vor allem wie Zwietracht gesät und Intrigen gesponnen werden. Das ganze Buch ist von Hass und Unsicherheit durchzogen. Wir erfahren sehr viel von der gegnerischen bzw. bösen Seite und wie dort die einzelnen Verwicklungen sind. Denn Böse ist nicht gleich Böse und hält erst recht nicht zusammen, zumindest in dieser Geschichte. Auf der schlechten bzw. herrschenden Seite der Blutlinien arbeiten die Familien noch mehr gegeneinander, als sie es insgesamt gegen die Rote Garde tun.

Besonders schön in diesem Band ist, dass wir noch zwei weitere Perspektiven zu Mares kennen lernen. Diese wechseln sich ziemlich unregelmäßig und mit verschiedenen Schwerpunkten ab und beleuchten immer einen anderen Teil der Geschichte. Es doppelt sich keine Situation, was in dem Fall gut ist, da sich vor allem die erste Hälfte des Buches sehr in die Länge zieht und so keine Langeweile aufkommt.

Auf dem letzten Stück kommt das Buch wieder sehr in Fahrt und es passiert hin und wieder etwas, wo ich mich gefragt habe - wieso? Vielleicht habe ich es wirklich einfach nicht verstanden, man weiß es nicht.

Die Charaktere entwickeln sich stetig weiter und keiner wird so anders, dass es mir negativ aufgefallen wäre. Positive Entwicklung habe ich auch nicht zwingend feststellen können, aber alles in allem eine runde Angelegenheit.

Es kommt auch zu einem interessanten Twist und Veränderung der ganzen Machtgefüge, die wirklich spannend waren und ich so auch nicht vorhersehen konnte.
Alles in allem ein guter dritter Band und ein Glück kein Ende! Dennoch war für mich der erste Band bisher der stärkste,

eure Blue Diamond.


Freitag, 28. Juli 2017

[Filmkritik] Road to your heart

Hallo an alle Filmfreunde,

heute habe ich mal wieder einen sehr schönen und doch seichten Film für euch. Es ist irgendwie ein Roadmovie, der 112 Minuten andauert und 2014 erschien. Er wird als Abenteuerfilm betitelt, aber naja, irgendwie ist er eben ein Drama und gut.

Für die deutsche Ausgabe wurde noch der Zusatztitel "Fünf Tage bis Kapstadt" gefunden. Der Film spielt in Afrika und ich bin mir sicher, er wurde auch original afrikanisch produziert. Was an sich etwas ist, was ich glaube noch nie gesehen habe.

Basson, gespielt von Ivan Botha, hat von seinem verstorbenen Vater einen Auftrag bekommen. Diesen muss er erfüllen, wenn er das Unternehmen erben will. Die beiden hatten schon immer verschiedene Ansichten wie das Unternehmen zu führen ist und daher muss Basson sich die Übernahme auch erarbeiten, anstatt sie in den Schoß geworfen zu bekommen. Diese Reise, hat sein Vater gehofft, bringt ihm der Realität eines Familienunternehmen etwas näher.

Dabei trifft er auf Amory, gespielt von DonnaLee Roberts, die einen Platten in der Wüste hat und er ihr natürlich hilft, wenn sie ihn mit nimmt. Zufällig ist Amory einverstanden den Fremden mitzunehmen.

Achtung jetzt könnte es spoilern: Man checkt wirklich null, wer hier welches Spiel spielt und ich persönlich hatte schnell ganz falsche Gedanken zu dem Verhalten Amorys. Auch Basson kann es nicht fassen und dies war so gut gespielt, dass ich ihm richtig geglaubt habe, dass er es wirklich nicht wusste, aber natürlich ist er einfach ein klasse Schauspieler.

Für mich waren beide zwar völlig unbekannt, aber die Leistung war wundervoll und passend für die Geschichte. Es ist am Anfang nach einer kurzen Aufregung recht ruhig und wir bewegen uns langsam durch Afrika. Dann irgendwann ab der Hälfte wurde es für mich etwas konfus und ich wusste nicht mehr in welche Richtung das Ganze jetzt gehen soll. Dann ging plötzlich alles sehr schnell und die Geschichte bekam richtig Schwung den ich so gar nicht erwartet hatte und sicher ließe sich sagen, endlich war da mal etwas mehr los, doch mich hat es wirklich ein wenig gestört. denn ich mochte sehr die Stimmung von Beginn an.

Der Film und die Stimmung wurden unglaublich gut durch die Einfachheit und altmodische Art der Umgebung und Landschaften sowie Nebencharakteren. Es war sehr stimmig und rund und einfach schön anzusehen.

Die Geschichte ist mir im Kopf geblieben und ich mochte sie wirklich sehr. Das ist so ein Film den ich immer wieder schauen könnte und mich einfach tierisch über die ganzen Gefühle freuen. Für solche Momente wo ihr auch so was wollt, möchte ich euch den Film sehr empfehlen. Mehr gibt es nicht zu sagen,

eure Blue Diamond.




Mittwoch, 26. Juli 2017

Fliedersommer

Hallo ihr Lieben,

und schon habe ich einen neuen Schnulli für euch, den ich vom Verlag zur Verfügung gestellt bekommen habe und sehr sehr glücklich darüber bin.

Fakten:
  • Autorin: Cathy Bramley
  • Übersetzerin: Franziska Heel
  • Roman
  • 2017 erschienen
  • 448 Seiten
  • Heyne Verlag
  • Preis: 9,99€
Klappentext:
"Holly Swifts größter Traum wird wahr, als ihr eine Stelle auf Wickham Hall angeboten wird. Gemeinsam mit Ben, der Hollys Herz auf Anhieb höherschlagen lässt, organisiert sie die schillernden Sommerfeste und Hochzeiten auf dem prächtigen Anwesen, das Zeit ihres Lebens ein besonderer Ort für sie war. Bereits als Kind ist sie durch die Gärten und Gänge des Schlosses gewandert. Doch welche Geheimnisse das Gemäuer wirklich für sie bereithält, muss Holly erst noch erfahren ..."

Leider mag ich den Klappentext überhaupt nicht. Auf der einen Seite verrät er viel zu viel und auf der anderen ist er überhaupt nicht authentisch. Dieses ganze Buch strotzt aber gerade zu vor Authentizität und Freude. Allein dieses Cover ja, darin muss man sich doch einfach verlieben!

Die Geschichte von Hollywood ist eine ganz wunderbare. Nachdem sie beschlossen hat ihre Mutter die unter Zwängen leider nicht allein zu lassen, braucht sie natürlich auch einen Job in der Nähe. Welch schöner Zufall dass das Traumschloss gerade nach Unterstützung für seine Veranstaltungen sucht. Holly überzeugt und wird schnell unersetzlichfür die Anwohner und Mitarbeiter. Irgendwann lernt sie auch den Sohn der Herrschaften kennen für die sie arbeitet. Es beginnt ein Katz und Maus Spiel.

Natürlich ist die Geschichte ganz modern und wir reden hier nicht von wirklichenUnterschieden zwischen den Herrschaften und ihren Angestellten. Im Gegenteil alle werdengehört und jede Person ist wichtig für den Erhalt des Schlosses.

Das kleine Geheimnis wovon der Klappentext erzählt gibt es zwar doch bauscht er es sehr auf. Also erwartet da bitte nicht zu viel.

Holly und Benedict sind zwei ganz wunderbare Charaktere. Die Ehrlichkeit und Direktheit macht mir bei beiden am meisten Spaß. Sie sind liebevoll und sagenhaft schön verkitscht. Das ist es doch irgendwie auch was einen Schnulli erst zum Schnulli macht oder?

Ich habe dieses Buch geliebt. Es liest sich federleicht. Es ist wunderschön ausgestaltet unddie Charaktere ein Traum. Von dieser Autorin möchte ich unbedingt mehr lesen. Könnt ihr mir was empfehlen?

Eure Blue Diamond.


Montag, 24. Juli 2017

Booktubeathon TBR

Hallo meine Lesemäuse,

ich habe endlich mal eine Woche frei, wenn ein großer Readathon startet. Daher habe ich beschlossen, dieses Jahr tatsächlich teilzunehmen. Heute möchte ich euch kurz meine Pläne berichten, denn der Booktubathon startet heute! Er geht eine ganze Woche und ich habe mir auch einiges vorgenommen. Macht ihr auch mit?


Die Challenges und Bücher:

1) Read a book with a person on the cover.
Ich habe dafür The Body Book with Cameron Diaz ausgesucht, denn ich will es schon sehr lange lesen, aber komme einfach nicht dazu. Das Buch hat 260 Seiten und ich möchte eigentlich jeden Tag ein bisschen davon lesen. Um das Buch in der Woche zu schaffen, muss ich 37 Seiten am Tag lesen. Das erscheint mir durchaus machbar.

2) Read a hyped book.
Hier muss Shatter Me von Tahereh Mafi endlich dran glauben. Die Reihe habe ich schon eine Weile im Regal stehen, weil sie früher so hoch gelobt wurde. Inzwischen gilt es ja eher als Guilty Pleasure, aber ich will dennoch mal sehen, was nun dahinter steckt. 338 Seiten bietet der erste Band. Dieses Buch werde ich mir aber für das Ende der Woche aufheben, da ich die Reihe dann eventuell direkt weiterlesen will.

3) Finish a book in one day.
Dafür habe ich die Kleine Katze Chi ausgewählt, ein Comic, der sehr mangaartig daherkommt. Das Büchlein habe ich schon anderthalb Jahre im Regal stehen und langsam wird es wirklich peinlich, dass ich es noch nicht gelesen habe. Die liebe Blue hat es mir letztes Jahr zum Geburtstag geschenkt. 162 Seiten dick ist das Buch, aber sollte doch schnell erledigt sein.

4) Read about a character that is very different from you.
Dieses Buch steht ganz oben auf meiner Prioritätenliste, da ich es aus der Bibliothek ausgeliehen habe und es bald abgeben möchte. Charlie Bone und das Geheimnis der sprechenden Bilder handelt von einem Jungen, der vermutlich noch recht jung ist. Außerdem sprechen Bilder zu ihm. :D Ich denke, er ist doch sehr anders als ich. Ganze 351 Seiten warten da auf mich.

5) Finish a book completely outdoors.
Ok, ich bin wirklich kein Mensch, der gern draußen ist, aber gelegentlich sitze ich schon auf dem Balkon und lese. Ausgesucht habe ich Das unheimliche Labor aus der Gänsehautreihe von R. L. Stine. Ich habe die Bücher als Kind so geliebt und rereade sie gelegentlich. Dies ist das 3. Buch der deutschen Ausgaben und damit als nächstes dran. Mit 122 Seiten kann ich das tatsächlich draußen schaffen.

6) Read a book you bought because of the cover.
Bei dieser Challenge hatte ich wirklich Probleme, denn ich kaufe Bücher nie nach dem Cover. Ich habe mich nun aber für Eine Kiste explodierender Mangos von Mohammed Hanif entschieden, denn das Cover ist so schön gelb, und außerdem sind eine Mango und eine Krähe abgebildet. Beides mag ich sehr gern, und irgendwie sieht es einfach sommerlich aus. Ich bin wirklich gespannt, was mich da erwartet, aber mit 379 Seiten ist es fraglich, ob ich das Buch überhaupt unterbringen kann.

7) Read seven books.
Ein Buch, das ebenfalls für Challenge 6 einstehen könnte, ist Roverandom von J. R. R. Tolkien. Ich habe die Ausgabe aus der Treasure Box und die ist einfach wunderschön. Tolkien ist mein Lieblingsautor und ich bin gespannt mal etwas anderes als Herr der Ringe von ihm zu lesen. Diese Geschichte hatte er für seine Kinder geschrieben. Mit 168 Seiten ist das Buch durchaus dünn und damit machbar für mich.

Beginnen werde ich die Woche also mit dem Body Book und Charlie Bone. Dazwischen schieben kann ich dann nach Bedarf Roverandom, Chi und das Gänsehaut-Buch. Hintenan stehen Shatter Me und Eine Kiste explodierender Mangos. Ich schätze, dass ich 3-4 Bücher davon schaffen werde in der Woche, aber natürlich können immer Termine und Freunde dazwischenkommen. Wir werden sehen. :D Wenn ihr mitmacht, lasst es mich doch wissen. Vielleicht können wir über Twitter oder ähnliches ein bisschen darüber quatschen.

Bis bald,
Eure Kitty Retro

Sonntag, 23. Juli 2017

Tausend strahlende Sonnen

Hallo ihr Lieben,

nachdem ich The Wrath and the Dawn beendet hatte, hatte ich irgendwie Lust wieder mehr über den arabischen Kulturraum zu lesen. Mich interessiert dieser Bereich der Welt sehr, da ich als Kind und Teenager im Urlaub eigentlich immer dort war. Es fasziniert mich einfach und ich will mehr darüber erfahren, wie Menschen in arabischen Ländern tatsächlich leben. Wir haben so viele Vorurteile und in der Regel gar keine Ahnung davon. Darum habe ich zum zweiten Buch von Khaled Hosseini gegriffen. Den Drachenläufer hat ich ja zu Bloganfangszeiten schon vorgestellt.

Die Fakten:
  • Autor: Khaled Hosseini
  • Übersetzung: Michael Windgassen
  • Titel: Tausend strahlende Sonnen (Original: A Thousand Splendid Suns)
  • Erschienen: 2007
  • Verlag: Bloomsbury Berlin
  • Seiten: 382
  • Preis: 
  • Klappentext: "Die atemberaubende und ergreifende Geschichte zweier Frauen in Afghanistan, deren Freundschaft alle Not und Unterdrückung überwindet."

Zur Handlung: Mariam ist eine harami, ein Bastard-Mädchen. Ihr Vater ist ein reicher Mann aus Herat, ihre Mutter war einst eine Bedienstete in seinem Haus. Nun lebt Mariam mit ihrer Mutter in einer kolba weit entfernt von der Stadt. Ihr Vater schickt ihnen Essen und kommt einmal die Woche zu Besuch und erzählt Mariam von Herat. Als Mariam schließlich 15 ist, will sie diese Stadt endlich mit eignen Augen sehen. Sie wünscht sich zum Geburtstag mit ihrem Vater den Film Pinocchio zu sehen. Doch als harami hat sie kein Recht auf Wünsche und Träume.

Laila wächst in einer völlig anderen Familie auf. Ihr Vater war Lehrer, der jedoch unter der russischen Besatzung seinen Job verlor. Ihre Mutter war einst eine liebevolle und offene Frau, die sich nicht völlig verschleierte. Doch als ihre Söhne in den Krieg gegen die Russen ziehen, verzweifelt sie. Laila bleibt als Anker nur noch Tarik, mit dem sie schon immer befreundet war. Doch langsam ist da mehr als nur Freundschaft, bis Tariks Familie schließlich die Flucht aus Afghanistan plant. Beide Frauen treffen schließlich unter schlechten Sternen aufeinander.

Ich weiß noch, dass der Drachenläufer mich damals absolut überrascht hat und ich richtig begeistert war. Daher hatte ich sehr hohe Erwartungen an Tausend strahlende Sonnen, die - soviel kann ich verraten - nicht enttäuscht wurden. Die afghanische Geschichte ist leider eine, von der ich sehr wenig Ahnung habe. Mithilfe solcher Romane kann man da aber sehr nachhelfen.

Wir beginnen mit einem Teil ausschließlich zu Mariam. Ihr Geschichte ist eine sehr ungerechte. Als harami hat sie nicht die Rechte der anderen Kinder ihres Vaters. Sie hat eigentlich nur einen kleinen Wunsch aber bezahlt dafür mit ihrer Zukunft. Ihr Vater ist ein sehr schwacher Mann, was sich dadurch schon zeigt, dass er überhaupt ein uneheliches Kind hat. Ihre Mutter liebt sie zwar auf ihre Art, leidet aber schwer darunter, dass sie ihr ganzes Leben und ihre Zukunft mit dieser Tochter verloren hat. Mich hat die Geschichte von Mariam deutlich mehr mitgenommen, da ich eine solche Familienkonstellation sehr gut nachempfinden kann. Außerdem hat Mariam eigentlich nie Glück erfahren. 

Danach folgt ein Teil ausschließlich aus Lailas Sicht. Sie hatte eigentlich eine schöne Kindheit, doch ihre Familie zerbricht nach und nach. Ihre Brüder sind in den Krieg gezogen und die Mutter verwahrlost daraufhin. Der Vater kann die Familie nicht zusammenhalten, da auch er eher schwach ist als Charakter. Laila hat ihre Liebe zu Tarik, die sie aufrecht hält. Aber der Krieg zieht an ihrer Familie nicht spurlos vorüber. Zunächst erleben wir Laila also als halbwegs glückliches Mädchen in Kabul. Durch den Kontrast zu Mariams Geschichte kommt einem Laila fast unsympathisch vor. Aber natürlich ändert sich das recht schnell und wird dann wirklich eine grausame Geschichte. Ich war von den verschiedenen Facetten wirklich schockiert.

Die beiden Charaktere sind sehr verschieden, was man auch im letzten Teil des Buches sieht, in dem es dann zwischen den beiden wechselt. Mariam hat sich mit ihrem Los abgefunden. Mit dem einzigen Wunsch, den sie je hatte, hat sie nur mit Unglück bezahlt. Laila dagegen ist ein starker Charakter und hat etwas, wofür es sich zu kämpfen lohnt. Einerseits ist sie in ihrem Leid exzessiver als Mariam, andererseits schmiedet sie dann aber auch Pläne, wie es besser werden könnte.

Der dritte Hauptcharakter der Geschichte ist Rashid, über den ich aber kaum schreiben kann, ohne zu spoilern. Er ist ebenfalls ein sehr schwacher männlicher Charakter, der dies allerdings hinter Gewalttätigkeit zu verbergen sucht. Er hat selbst eine tragische Geschichte, allerdings wird im Buch angedeutet, dass dies nicht völlig unverschuldet war. Allerdings ist er in seinem Weltbild nie an etwas schuld. Er ist absolut verachtungswürdig und quasi der "Böse" in der Geschichte. Ich fand es so schwer, über ihn zu lesen.

Die Handlung spielt vorrangig in Kabul. Dort erleben wir mit den Charakteren alle Schrecken des Krieges. Mitunter ist mir von den Szenen richtig schlecht geworden. Dennoch finde ich es wichtig, solche Bücher zu lesen, um zumindest grob ein Gefühl dafür zu kriegen, wie "unsere" Kriege andere Länder beeinflussen. Vor allem kommt Tausend strahlende Sonnen zum Ausdruck, wie Kriege die Rechte und Möglichkeiten von Frauen einschränken, wie diese zu bloßen Objekten werden, die entweder beschützt und geschändet werden von Männern. Und dabei möchte ich betonen, dass dies kein Buch darüber ist, wie der Islam oder Islamisten mit Frauen umgehen, sondern wie Männer mit Frauen umgehen. Niemand sollte denken, dass Frauen während europäischen Kriegen beispielsweise so viel besser dran waren. 

Dennoch bekommen wir am Ende auch ein gutes Bild von den Taliban, wo diese herkamen, was sie getan haben und wie sie Frauen sehen. Und das ist durchaus mehr als erschreckend. Auch das Desinteresse des Westens bis 9/11 ist durchaus spürbar. So ist zwar von Waffen die Rede, die die Amerikaner den Rebellen gegen Russland geschickt haben, aber ein wirklicher Einsatz des Westens erfolgt erst, also dieser direkt durch islamistische Taliban bedroht wird. 

Alles in allem ist dies ein Buch, das unter die Haut geht. Wer sich aber nicht davor verschließen möchte, wie die Welt nur ein paar Tausend Kilometer entfernt von uns aussieht, der sollte dieses Buch lesen. Es ist lehrreich und dennoch wirkt es nie belehrend. Die Charaktere, vor allem Mariam, sind mir so ans Herz gewachsen und ich habe gelitten und bin verzweifelt mit ihnen. Dennoch gibt vor allem Laila die Hoffnung nie auf und kämpft für sich und ihre Familie. Damit ist das Buch auch ein wunderbares Portrait von zwei starken Frauen, die sich gegen eine Welt von ängstlichen und schwachen Männern durchsetzen und bis zum letzten Moment kämpfen. Ich kann das Buch nur jedem empfehlen und für mich ist es ein Must Read.

Hab ich erwähnt, dass ich mir die Augen ausgeheult habe?

Habt ihr das Buch gelesen oder eines der beiden anderen Bücher des Autoren?

Bis bald,
Eure Kitty Retro





Meine Bewertung:

Freitag, 21. Juli 2017

Jeden Tag ein Happy End

Hallo zusammen,

es ist Sommer und dies ist definitiv meine Schnulli Zeit - ja noch mehr als sonst schon =D

Fakten:
  • Autor: Devan Sipher
  • Übersetzerin: Jenny Merling
  • 2013 erschienen
  • Roman
  • 320 Seiten
  • dtv Verlagsgesellschaft
  • Preis: 9,95€ 
Klappentext:
"Wer suchet, der küsset...

Gavin ist Hochzeitskolumnist bei einer großen New Yorker Zeitung und berichtet tagein, tagaus über das Fest der Liebe. Er selbst hat seine Braut aber noch nicht gefunden. Nach einem katastrophalen Silvesterabend schleppt ihn seine beste Freundin Hope zu einer Neujahrsparty. Schließlich müssen die verpassten Chancen der vergangenen Nacht nachgeholt werden! Verzweiflung liegt in der Luft und Gavin fragt sich, was er hier eigentlich soll. Da entdeckt er SIE. Sie heißt Melinda, ist klug und schön und hat Humor. Und im nächsten Augenblick ist sie – weg! Als er die Suche nach ihr endgültig aufgeben will, bekommt er eine zweite Chance: Er soll über Melindas Hochzeitsfeier berichten!"

Inhaltlich verrät euch eigentlich schon viel zu viel über diese Geschichte, denn so einfallsreich ist sie nicht, als das da noch wesentlich mehr passieren könnte. Vom ersten Moment an musste ich an den Film 27 Dresses denken, der aus meiner Sicht in der Haupthandlung identisch ist, aber die Welt lässt sich nun mal nicht ständig neu erfinden, daher finde ich das nicht so schlimm.

Wir erleben hier einen Mann der eigentlich ganz witzig und gut drauf ist, der aber eben in Sachen Liebe echt wenig Ahnung hat. Das Gegenstück Melinda erscheint mir völlig naiv und wie das kleine Blondchen was gerettet werden muss. So richtig harmonisch ist es also nicht, aber auch das stört kaum.

Für einen Debütroman ist dieser wirklich nicht schlecht. Es ist ein schöner Schnulli der sich schnell weg lesen lässt und einen nicht groß aufhält, aber trotzdem amüsiert. Die Geschehnisse sind alle so ein bisschen Hollywoodreif, aber auch das gehört zu solchen Hochzeitsgeschichten ja auch dazu.

Das ist ein wirklicher kurzer Post, denn mehr gibt es einfach nicht dazu zu sagen =) Lest den Roman, wenn ihr Schnullis mögt und lasst ihn sonst lieber links liegen,

eure Blue Diamond.


Mittwoch, 19. Juli 2017

Crooked Kingdom

Hallo meine Bücherdiebe,

auch den zweiten Teil dieser Reihe habe ich inzwischen weggehört, und ich konnte auch nicht warten und wollte sofort wissen, wie es weitergeht. Obwohl das Ende von Six of Crows auf eine Art vorhersehbar war, wollte ich doch schnell wissen, wie es weitergeht. Und nun kann ich euch berichten.

Die Fakten:
  • Autor: Leigh Bardugo
  • Titel: Crooked Kingdon
  • Sprecher: Brandon Rubin (Jesper), Jay Snyder (Matthias), Elizabeth Evans (Inej), Fred Berman (Kaz), Peter Ganim, Lauren Fortgang (Nina), Roger Clark, Kevin T, Collins (Wylan)
  • Reihe: Six of Crows 2
  • Erschienen: 2016
  • Verlag: Audible Studios
  • Länge: 18 Std. 04 Min. (ungekürzt)
  • Klappentext: "Kaz Brekker and his crew have just pulled off a heist so daring even they didn't think they'd survive. But instead of divvying up a fat reward, they're right back to fighting for their lives. Double-crossed and badly weakened, the crew is low on resources, allies, and hope. As powerful forces from around the world descend on Ketterdam to root out the secrets of the dangerous drug known as jurda parem, old rivals and new enemies emerge to challenge Kaz's cunning and test the team's fragile loyalties. A war will be waged on the city's dark and twisting streets - a battle for revenge and redemption that will decide the fate of the Grisha world."

Zur Handlung: Inej befindet sich in den Fängen von Kaz' neuem Erzfeind und es gibt nur eine Möglichkeit, sie zu befreien. Kaz muss sich von seinen Gefühlen lossagen und wieder das kriminelle Superhirn werden, der bisher alles erreicht hat in Ketterdam. Doch Inej ist keine einfache Geißel, und plant selbst schon ihr Entkommen.

Schnell wird jedoch klar, dass es nicht reicht, Inej zu retten. Es soll ein Exempel statuiert werden, das klar macht, dass man mit Kaz nicht spaßen kann. Außerdem geht es noch immer darum, reich zu werden, denn unter der Prämisse ist das Abenteuer ja gestartet. Kaz erdenkt also einen neuen genialen Plan, der allerdings an vielen Punkten scheitern kann.

Erstmal muss ich sagen, dass ich mit diesem Hörbuch viele Gefühle durchlebt habe. Während des Anfangs hatte ich tatsächlich Angst um Inej. Danach hat leider die Spannung etwas abgenommen und die Handlung zog sich ein bisschen. Wylans Geschichte hat mich sehr zu Tränen gerührt, und dann waren da noch die Cameo-Auftritte eines Charakters (eigentlich sogar mehrerer) aus den Grischa-Büchern, und mir war bis zu dem Moment nicht bewusst, wie sehr ich diesen Charakter in den Vorgängerbüchern geliebt habe. Da habe ich mir wirklich die Augen ausgeweint.

Natürlich gibt es auch wieder viele geniale Pläne, die wir allerdings nicht so genau kennen, dass wir wissen, wann etwas wirklich schief läuft. Da Kaz uns und seinen Gegnern immer einen Schritt voraus ist, macht das Hören dann auch richtig Spaß. Dennoch muss die Crew hier deutlich mehr einstecken als im Vorgänger, da nun ganz Ketterdam gegen sie ist und die Schlinge sich langsam zuzieht.

Am meisten haben mich aber wieder die Charaktere begeistert. Dabei gibt es in allen Paarkonstellationen Fortschritte, aber am meisten habe ich mit Jesper und Wylan mitgefiebert. Die Klavier-Szene war so schön unerwartet. Aber auch Wylans Hintergrundgeschichte und die Beziehung von Jesper zu seinem Vater haben viel Emotionalität in die Geschichte gebracht. Nina war wieder für viele lustige Situationen verantwortlich und ich liebe ihren Charakter einfach. 

Die Kulisse ist mit Ketterdam wirklich spannend und wir sehen nun viele neue Orte in dieser Stadt. Während wir im ersten Buch ja relativ schnell aus Ketterdam heraus waren und uns auch nur im ärmsten Teil aufgehalten haben, erfahren wir hier auch viel über die politischen Mächte und die Grundsätze, die in dieser Handelsstadt gelten. Das Setting hat mir gut gefallen und hinterlässt auch ein anderes Gefühl als "klassische Fantasy-Romane". 

Vielleicht noch ein paar Worte zum Ende. Auch hier wird es nochmal emotional und ich fand es gut, wie selbstreflektiert es an dieser Stelle auch ist. Dennoch hätte ich es ja irgendwie auch anders gut gefunden und ein bisschen sauer war ich trotzdem. Es ist aber alles in allem ein gutes und vielleicht auch realistisches Ende. Vor allem für Wylan konnte ich mich auch freuen. Aber es war doch alles mitreißend, spannend und ein Stück weit unerwartet.

Die Sprecher waren wieder sehr passend. Jesper hat meiner Meinung nach die beste Stimme. Wylan darf nun endlich auch aus seiner Sicht erzählen. Bei Kaz war ich fest davon überzeugt, dass er eine neue Stimme hat, konnte aber keinen Hinweis darauf bei Audible finden. Störend war wieder, dass die Sprecher schlecht koordiniert waren und Begriffe unterschiedlich ausgesprochen haben. Auch hatten meine Nebenfiguren bei einigen Sprechern starke Akzente und bei anderen nicht.

Alles in allem kann ich die beiden Bände absolut empfehlen. Den Hype kann ich komplett nachvollziehen. Ich hätte nicht gedacht, dass ich mich auf das nächste Buch von Leigh Bardugo jemals freuen würde, aber sie hat es wirklich geschafft. Ich bin gespannt, mehr aus dem Grishaverse zu erfahren und bin nicht böse, wenn wir eventuell auch nochmal nach Ravka und zum Königshaus zurückkehren. :D

Habt ihr die Reihe gelesen? Könnt ihr den Hype verstehen?

Bis bald,
Eure Kitty Retro





Meine Bewertung: