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Sonntag, 17. Dezember 2017

Wahre Geschichten um Weihnachtliches in Sachsen

Hallo meine Lieben,

wir kommen ja aus dem schönen Sachsen und hier ist Weihnachten natürlich etwas ganz Besonderes. Genau damit beschäftigt sich dieses kleine Büchlein. Es geht viel ums Erzgebirge, ein bisschen um Dresden und vielleicht sogar Leipzig. Wer denkt, hier gibt es nur Pegida und AfD-Wähler, der kann hier etwas neues lernen.

Die Fakten:
  • Autor: Petra Landsberg
  • Titel: Wahre Geschichten um Weihnachtliches in Sachsen
  • Erschienen: 2014
  • Verlag: Tauchauer Verlag
  • Seiten: 108
  • Preis: 14,95 Euro
  • Klappentext: "Sachsen ist ein ganz besonderes Weihnachtsland! Das behauptet die Autorin nicht nur, sondern erzählt uns schöne und dabei wahre Geschichten von den vielen Dingen, die das Besondere belegen: Von Weihnachtspyramiden, Schwibbögen, Lichterengeln mit den oft dazugehörenden Bergmännern, Nussknackern, Dresdner Weihnachtsstollen, Räuchermanneln, Pfefferkuchenfrauen und Pflaumentoffeln, Weihnachtssternen und von mancherlei noch. Das alles ist mit weihnachtlichem Brauchtum verbunden. Und nur wer um die in den weihnachtlichen Traditionen verborgenen Botschaften weiß, vermag das Fest mit allen Sinnen wirklich zu genießen."
Zur Handlung: Es gibt so manche weihnachtliche Geschichte, die man noch nicht gehört hat. Mit all den kleinen Dingen, die uns die Weihnachtszeit versüßen und unsere Wohnung erstrahlen lassen, verbinden sich Bräuche und Traditionen, von denen wir heute gar nicht mehr so viel wissen. Dieses Buch möchte diese Lücken schließen und Antworten geben.

Dabei wird ein besonderer Fokus auf das Erzgebirge gelegt. Hier entstanden viele Dinge wie Schwibbögen und Pyramiden, Räuchermänner und Nussknacker. Wir erfahren in diesem Buch, warum diese Dinge gerade da entstanden sind, wo sie herkommen. Und wir hören die Geschichten, die dahinter stecken, die impliziten Bedeutungen, die wir über die Generationen vergessen haben.

Das Buch ist ein Sachbuch, also erwartet hier nicht - wich ich zu Anfang - Geschichten im klassischen Sinne. In den unterschiedlichen Kapiteln werden ganz verschiedene Traditionen aufgegriffen. Vom Stollen, von Pflaumentoffeln über sämtlichen Holzschmuck, alles, was man sich vorstellen kann. Dabei sind manche Themen für mich interessanter gewesen als andere.

Ich bin selbst aus dem Erzgebirge und all die weihnachtlichen Kleinigkeiten bedeuten mir sehr viel. Damit war ich vermutlich das perfekte Publikum für dieses Büchlein. Wenn euch sowas aber nicht interessiert, dann lasst das Buch lieber stehen. Es geht vor allem darum, für die Geschichten dahinter zu sensibilisieren, wobei man einiges vielleicht schon gehört hat, anderes nicht.

Aber auch andere Regionen in Sachsen werden betrachtet, z.B. die Geschichte des Dresdner Stollen, der vielleicht doch gar nicht wirklich aus Dresden kommt. Das Buch wird außerdem angereichert mit kleinen Bildchen, die ich interessant fand. Vor allem das Bild zum Pflaumentoffel war gut eingebunden und hat das Kapitel abgerundet.

Alles in allem habe ich in dem Buch Neues gelernt und mich an Altbekanntes erinnert, habe mich gefreut über all die Dinge, die für mich zu Weihnachten einfach dazugehören. Es hat mich definitiv in eine gemütliche Weihnachtsstimmung versetzt und mich gut unterhalten. Innerhalb von einer Zugfahrt war es dann auch schon ausgelesen. Es ist also kurzweilig und informativ, perfekt wenn euch solche alten Traditionen interessieren. Und es ist eine schöne Geschenkidee.

Habt ihr ähnliche Bücher schon gelesen? Und gibt es ähnliche Traditionen aus eurer Heimat?

Bis bald,
Eure Kitty Retro




Meine Bewertung:


Freitag, 15. Dezember 2017

Weihnachten mit Storm

Hallo meine Weihnachtsengel,

Storm gehört für mich zu Weihnachten wie kein anderer Schriftsteller. Daher hat mich dieses Buch in der Bibliothek geradewegs angelächelt. Es handelt sich dabei vor allem um eine Sammlung von Briefen, die Storm über die Jahre an die verschiedensten Empfänger geschickt hat. Gemeinsam haben sie alle, dass es dabei um Weihnachten geht.

Die Fakten:
  • Herausgeber: Antje Erdmann-Degenhardt
  • Titel: Weihnachten mit Storm
  • Erschienen: 2004
  • Verlag: Aufbau-Verlag GmbH
  • Seiten: 140
  • Preis: ab wenigen Cent gebraucht
  • Klappentext: "Die Weihnachtszeit war nicht nur für den Jungen, sondern auch später für den Ehemann und Vater einer großen Kinderschar alljährlich der Höhe- und Ruhepunkt eines wechselvollen Lebens. Ob in Husum, Potsdam, Heiligenstadt oder Hademarschen, immer verband Storm mit diesem Fest die Erinnerung an harmonische Kindheitstage, das Strahlen des reichgeschmückten Tannenbaums, die Freude der Bescherung mit all ihren Überraschungen und Glücksmomenten. In seinen Briefen lässt er Verwandte, Freunde und Dichterkollegen ausgiebig an den weihnachtlichen Vorbereitungen der ganzen Familie und dem Glanz des Heiligabends teilnehmen."
Zur Handlung: Theodor Storm hatte ein bewegtes Leben. Aufgewachsen an der See, muss er nach einer dänischen Invasion nach Potsdam gehen und landet schließlich in der Nähe von Göttingen, bevor es später zurück in die Heimat geht. Auch im Privatleben erlebt er Schicksalsschläge aber auch viele glückliche Momente.

Durch die Brille des Weihnachten erfahren wir von diesem Leben. Dabei geht es manchmal ganz detailliert zu, wenn den Eltern berichtet wird, was die Enkel zum Fest geschenkt bekommen. Manchmal wird aber auch nur Freunden ein wager Eindruck dieses besonderen Abends vermittelt. Wir erfahren von Freude, aber auch von Trauer.

Ich fand dieses Buch wundervoll. Ich habe schon immer das Gedicht über Knecht Ruprecht geliebt, und als es dann zwischen diesen sehr persönlichen Briefen und Zeitzeugen erschien, habe ich richtig Gänsehaut bekommen und es so für mich selbst nochmal aufgesagt. Es ist so interessant, mehr über die Weihnachtsfeste vergangener Zeitalter zu erfahren. Das ist immer so mein Hauptanliegen bei winterlichen Büchern, denn da komm ich in den Christmas Spirit.

Ich fand es nicht nur interessant, von vergangenen Zeiten zu lesen, sondern auch von Orten, die ich dieses Jahr kennen gelernt habe. Als Pendlerin fahre ich jede Woche durch Heiligenstadt und auch Göttingen taucht kurz in den Briefen auf. Natürlich waren diese Orte früher noch ganz anders und auch von anderer Bedeutung für die Region und Deutschland, dass es in diesem Sinne noch gar nicht gab.

Besonders eindrücklich ist aber der Aufbau des Buches, denn während sich die ersten Briefe vor allem Erinnerungen aus Kindheit und Jugend beschäftigen, werden wir mit Storm langsam älter, lernen seine Geliebte kennen (hier gab es dann doch immer mal Punktabzug, weil Storm als junger Mensch doch ziemlich unverschämt war für heutige Verhältnisse... seine arme Frau), dann erfahren wir vom Aufwachsen seiner Kinder, schließlich vom Tod seiner geliebten Frau und dem traurigen Zeitalter, das danach Storms Leben bestimmte. Das hat mich zu Tränen gerührt.

Alles in allem war dies ein einmaliges Werk. Ich habe es sehr genossen, man kann es an einem kalten Winterabend lesen oder die einzelnen Briefe genießen. Man erfährt Vieles und lernt auch unser Fest völlig neu zu schätzen, aber auch einige schöne Traditionen zu missen. Weihnachtsgefühle kommen auf jeden Fall auf.

Hat Theodor Storm für euer Weihnachten auch so eine Bedeutung? Oder kennt ihr ihn gar nicht?

Bis bald,
Eure Kitty





Meine Bewertung:

Mittwoch, 13. Dezember 2017

Winterblüte

Hallo an alle Winterliebhaber,

so langsam sind wir im Winter angekommen, mit Schnee und winterlicher Lektüre und allem was dazu gehört. Wie verbringt ihr die Tage am liebsten?

Obwohl ich gar nicht gedacht hätte, dass ich doch so viel zu lesen für das Winterthema habe, liest es sich nun doch ganz locker weg.

Fakten:
  • Autorin: Corina Bomann
  • Roman
  • 2016 erschienen
  • 384 Seiten
  • List Hardcover Verlag
  • Preis: 16,00€
Klappentext:
"Im Kurort Ostseebad Heiligendamm bereitet sich die Hotelierfamilie Baabe im Jahr 1902 auf den großen Winterball vor. Feierlich soll die Verlobung von Tochter Johanna bekannt gegeben werden, doch die wünscht sich nichts sehnlicher, als endlich ihre große Liebe heiraten zu dürfen. Leider ist der junge Mann in den Augen ihrer Eltern keine gute Partie. Da wird eine junge Frau am Strand angespült, die einzige Überlebende eines Schiffsunglücks. Sie kann sich nicht an ihren Namen oder ihre Herkunft erinnern, verzweifelt hält sie einen kleinen Zweig umklammert, der sich in ihrem Kleid verfangen hat. Im Hotel findet sie eine neue Heimat und in Johanna eine Freundin. Die Namenlose weiht Johanna in die Adventstradition des Barbarazweigs ein: Die beiden Frauen stellen am 4. Dezember frisch geschnittene Obstzweige in eine Vase, jede mit der für sie dringendsten Frage – der knospende Zweig wird ihnen die Zukunft weisen. Beide hoffen auf Blüten zum Weihnachtsfest."

Dies ist ein klassischer historischer Roman mit so ein bisschen Schnullitouch dabei, der wirklich sehr rührig eingebaut ist und sich nicht aufdrängt.

Johanna muss gemeinsam mit ihrem Bruder dafür sorgen, dass die Familienehre und irgendwie auch -macht erhalten bleibt und die Baabes weiterhin hochgeschätzt in der Gesellschaft bleiben. So schickt es sich, dass ihr Bruder das Familiengeschäft weiterführt, was er gern tut, und Johanna am besten in eine ebenso angesehene Familie einheiratet und das natürlich so früh wie möglich. Doch wie der Klappentext es schon verrät, ist Johannas Auserwählter auf keinen Fall einer den ihre Eltern gut finden würden. Daher wissen sie auch nichts von dieser Liebe und versuchen Johanna krampfhaft mit anderen zu verkuppeln.

Ihre heimliche Liebe gehört dem jüngsten Spross einer Familie, die bereits in vergangenen Jahren mit Johannas Familie zu tun hatte und damals wohl großes Unheil über sie gebracht haben soll. Was das genau war, erfährt man Stück für Stück im Laufe der Geschichte, die sehr viele verschiedene Perspektiven braucht, um verständlich zu werden. Heute wäre dieses damalige Unglück vermutlich ganz anders gelaufen und hätte hoffentlich andere Konsequenzen und Auswirkungen gehabt, aber wer weiß das schon. Oft genug beweisen die Menschen heute ja, genauso engstirnig zu sein wie vor über 100 Jahren.

Doch Johannas Geschichte ist nur ein Strang des Buches. Wir treffen auch noch auf eine fremde Frau die am Strand gefunden wird und für großen Tumult sorgt. Sie kann sich an nichts erinnern und so nimmt die Familie Baabe die Fremde erst einmal auf. Die Hausherrin ist davon alles andere als begeistert und sehr viel später im Buch erfährt man auch warum und kann eigentlich nur noch mit dem Kopf schütteln. Einen so unsympathischen Charakter habe ich lange nicht erlebt. Aber dies ist insgesamt nicht negativ für die Geschichte, es muss ja immer jemanden geben, den man nicht mag, oder?

Doch zurück zur Fremden. Diese wird schnell von allen Barbara genannt, denn ihr wichtigster Schatz ist ein Zweig, den sie bei sich trägt. Dies ist ein Barbarazweig. Ein solcher Zweig ist wohl ein religiöses Symbol der Katholiken aber so genau habe ich das nicht verstanden und auch nicht noch einmal erforscht. Feststeht, dass dieser Zweig zum Beispiel von einem Kirschbaum genommen wird und das Anfang Dezember. Dieser muss im Wasser stehend bis Weihnachten Blüten tragen. Gelingt dies, soll es Glück für die Person bringen, die diesen Zweig geerntet und gepflegt hat. Es soll ihr beispielsweise die wahre Liebe bringen.

Johanna und Barbara vertrauen beide auf diesen Brauch, doch der Weg bis Weihnachten ist lang und beschwerlich und bringt einige unvorhersehbare Ereignisse mit sich. Das ist etwas, was mir am ganzen Buch sehr gut gefallen hat. Es ist nicht so klassisch berechenbar und doch sehr nah an realem Geschehen.

Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar um geradezu über die Seiten zu fliegen und sich in die Geschichte sinken zu lassen. Von ihr werde ich mir definitiv weitere Geschichten anschauen. Die Umgebung des Buches wird ganz herzlich beschrieben und ist dabei nicht zu detailverliebt. Man bekommt genau die richtige Dosis von allem was um unsere beiden Haupterzählstränge passiert und damit einen guten Eindruck der damaligen Zeit.

Sehr angenehm ist auch die Zusammenstellung der Charaktere. Hier findet sich vermutlich für jeden ein kleiner Liebling. Das birgt natürlich auch die Gefahr, dass ebenso viele manche Charaktere nicht mögen, so ging es mir auch. Allerdings war es wie bereits gesagt umfassend ganz toll zusammengesetzt und gestaltet.

Für die Weihnachtszeit war es jetzt nicht wirklich zuträglich oder hat mich nicht in eine festliche Stimmung versetzt, daher kann man es wohl gut zu jeder Jahreszeit lesen.

Empfehlen kann ich es Liebhabern von Liebesgeschichten und historischen Erzählungen. Mal sehen ob ich noch ein Winterbuch schaffen werde,

eure Blue Diamond.



Sonntag, 10. Dezember 2017

Tatzen im Schnee

Hallo meine Weihnachtsmietzen,

ich hatte letzte Woche viel zu tun und habe meinen Stubentiger viel zu wenig gesehen. Um dem Mietzweh ein bisschen entgegen zu wirken, habe ich mir dieses Buch aus der Bibo geschnappt. Weihnachtliche Geschichten über Katzen klingt doch genau nach dem, was ich gerade brauche. :)

Die Fakten:
  • Herausgeber: Gesine Dammel
  • Titel: Tatzen im Schnee - Die schönsten Katzengeschichten zum Weihnachtsfest
  • Erschienen: 2014
  • Verlag: Insel Verlag Berlin
  • Seiten: 167
  • Preis: 8,00 Euro
  • Klappentext: "Von einem Kater, der den Neuschnee erkundet, vom aufregenden Weihnachtsfest des Katers Murr, von einer Frau, die ihr Leben den Katzen widmet, und wie die Katzen den Weihnachtsmann retteten... davon und von vielem anderen mehr erzählen die hier versammelten um zum Großteil erstmals veröffentlichten Geschichten von Ingrid Bachér, Eva Berberich, Detlfe Bluhm, Bernd Cailloux, Andrea Schach, Tom Schulz, Hans-Ulrich Treichel, Franziska Wolffheim u.a."

Zunächst möchte ich zu jeder Geschichte etwas sagen und dann das Buch gesamt bewerten.

Neuschnee - Franziska Wolffheim
Nun ja, beim Einstieg in dieses Buch hatte ich durchaus den Gedanken: hoffentlich ist das nicht alles so. Der Beitrag ist gespielt geistreich und will uns iiiirgendwas sagen. Ich würde dem Versuch 3 Sterne geben.

Auswändig - Ursula Naumann
Mit dieser Geschichte konnte ich schon deutlich mehr anfangen, denn es geht um die Ängste, die man um freigängerische Stubentiger hat. Diese Geschichte ist lebensnah und gemütlich, daher 4 Sterne von mir.

Die Dunkle Glocke - Sarah Mondegrin
Diese Geschichte ist für mich schwer zu bewerten, da ich glücklicherweise so eine Situation nicht kenne. Dennoch mochte ich die Rolle, die der "Hund" darin spielte. Es ist definitiv eine traurigere Geschichte, aber für manche vielleicht Realität. Von mir gibt es starke 3,5 Sterne.

Schmidt und der Karpfen - Nadja Mayer
Die Geschichte war irgendwie niedlich, aber ich habe sie nicht richtig verstanden. Was ist denn nun mit der Katze passiert? Warum kommt sie am Ende wieder? Raff ich nicht. Immerhin wird es humorvoller. Daher nur 3 Sterne.

Die Ballerina - Patricia Paweletz
Diese Geschichte fand ich sehr niedlich. Sie hatte alle Facetten, die ich mir erhofft hatte. Nach dem Lesen hat man ein schönes Gefühl und fühlt sich in weihnachtliche Stimmung versetzt. Von mir gibt es 4 Sterne.

Liebe auf leisen Pfoten - Iris Hammers
Noch so eine Geschichte, bei der es einem warm ums Herz wird. Im Mittelpunkt stehen auch hier Ältere, und die Katze kommt unverhofft aber vielleicht gar nicht so ungelegen. Ich gebe nochmal 4 Sterne.

Immer Ärger mit Herbert - Ilke S. Prick
Ich denke, dies ist meine Lieblingsgeschichte aus dem vorliegenden Band. Sie ist niedlich, herzerwärmend und doch auch lustig und das Ende fand ich super. Liest sich fast schon ein bisschen wie ein Loriot, wie der Hund mit dem Baum... naja, müsst ihr vielleicht selber lesen. Ich gebe 5 Sterne. So will ich mir Katzen vorstellen.

Die Krippe - Franziska Wolffheim
Na die Dame und ich werden eher keine Freunde. Auch diesmal war es etwas unklar, was ich mir aus der Geschichte nehmen soll. Ich habe auch nicht alles verstanden. 3 Sterne.

Buzz oder Geschenke auf Capri - Hans-Ulrich Treichel
Hm, ich weiß auch nicht. Vielleicht können Männer eben doch nicht so schreiben, dass ich es gut finde. Die arme Katze. Komischer Typ... 3 Sterne.

Futter für den Weihnachtsmann - Andrea Schacht
Ach niedlich, vielleicht ein bisschen zu optimistisch. Ein bisschen sehr unrealistisch, aber wieder fürs gute Gefühl. Und so viele Mietzen in einer Geschichte, da gibt's 4 Sterne. Nur den "Weihnachtsmann" im Titel finde ich seltsam.

Kater Murr, am heiligen Abend 1819 - Detlef Bluhm
Ich weiß immer nicht, was ich von solchen historischen Geschichten halten soll. Keine Ahnung, ob die Charakterisierungen oder Figuren der Historie treu sind. Waren die so? Erzählt da einer nur eine Geschichte? Ich mein, er war ja auch nicht dabei. Ein bisschen verwirrend, aber vielleicht interessant. 3 Sterne. Für Frauen auch eine problematische Darstellung finde ich...

Raunächte - Eva Berberich
Ok, die Eva klaut sich Sherlock Holmes für eine Geschichte. Interessant. Direkt hatte ich wieder die TV-Charaktere vor meinem inneren Auge. Klappt auch ganz gut - sind die Figuren da gut getroffen? Naja, der Fall eher dürftig, auch wenn ich die Grundaussage mag. Aber dann ist das doch echt schräg. 3 Sterne.

Die heilige Jungfrau von San Juan und die Katzen - Tom Schulz
Hmmm, deutsche schreiben über ferne Länder. Andere Sitten. Seltsam. Viel Religion, komische Hauptfigur. Und was sollen die Katzen da überhaupt? Was will es mir sagen? 2 Sterne. 

Katzen und Kiffen - Bernd Cailloux
Ich steh nicht aufs Kiffen. Auf die Geschichte auch nicht. Wieder ein Grund, warum ich nicht während der 70er hätte leben wollen. 2 Sterne. Wo ist hier eigentlich Weihnachten?

Eitelkeit ist der Katze Tod - Martin Schult
Männerstammtisch. Inzwischen war ich kurz vorm Verzweifeln, mein Lesevergnügen ging steil bergab. Das Märchenhafte der Erzählung in der Erzählung ist ja süß. Aber Männerstammtisch geht echt gar nicht. Und dann auch noch die kranke Partnerin zuhause liegen lassen? Sorry, nein. Auch das Ende, meldet er sich eben krank. Hass ich. 2 Sterne.

Das Kind und die Katze - Ingrid Bachér
Ok, ich hoffe, kein Kind denkt so. Und was ist der armen Katze wirklich passiert? Was hab ich da gelesen? Warum? 1 Stern.

Nenn mich Poes - Pauline De Bok
Ein Glück, noch ein kurzer Aufschwung vorm Ende. Endlich wieder eine Katze, wie man sie sich vorstellt. Wie man sie in solche Geschichten finden will. Das Ende war auch sehr schön. 3 Sterne.

Alles in allem war dieses Buch also sehr durchwachsen. Die meisten Geschichten zielen auf älteres Publikum ab. Nur mit wenigen Geschichten konnte ich als Mitzwanzigerin etwas anfangen. Das ist etwas schade. Dennoch kommen bei einigen Geschichten weihnachtlich-warme Gefühle auf und die würde ich auch empfehlen. Ich würde aber für dieses Buch kein Geld ausgeben und die 2. Hälfte dann auch eher überspringen.

Kennt ihr das Buch oder habt ihr ähnliche Empfehlungen?

Bis bald,
Eure Kitty Retro



Meine Bewertung:

Freitag, 8. Dezember 2017

[Filmkritik] A Christmas Prince

Hallo meine Weihnachtsengel,

draußen wird es inzwischen so früh schon dunkel und die Abende sind kalt und ungemütlich. Was gibt es da Schöneres als sich mit ein paar weihnachtlichen Komödien auf die Couch zu verziehen und einfach in eine andere Welt abzutauchen. Tja, so romantisch ist es bei mir nicht, ich habe den Film am 1. Advent im Zug geschaut, während ich zur Arbeit gependelt bin... auf dem Handy... whatever. :D

Zur Handlung: Amber ist Journalisten, aber mit der Karriere will es nicht klappen. Während sie immer wieder die Artikel der angesehenen Mitarbeiter retten muss, kommen ihre eignen Interessen nicht durch. Doch dann schickt ihre Chefin sie nach Aldovia, das quasi wie Großbritannien ist. Dort ist nämlich der König verstorben und sein Sohn soll nun den Thron besteigen.

Leider ist dieser Sohn - Richard - eher bekannt als Lebemann und scheint sich für den Thron nicht eben zu interessieren. Er erscheint zu wichtigen Presseterminen nicht und lässt alle im Dunkeln über seine Absichten. Als Amber nun ohne sinnvolle Story in Aldovia steht, beschließt sie, sich nicht unterkriegen zu lassen und schlüpft in die Rolle der neuen amerikanischen Tutoren der Prinzessin Emily, um näher an die aldovische Königsfamilie heranzukommen.

Ich denke, wir wissen nun alle, was uns in diesem Film erwartet. Es werden sämtliche RomCom-Klischees ausgepackt. Amber ist tollpatschig und zerbricht erstmal die teure Ming-Vase der Königin. Dennoch will sie eine große Journalistin werden und ihre Karriere ist ihr Ein und Alles. Außerdem ist sie Daddys Little Girl. Richard dagegen ist unglaublich gutaussehend (naja, wegen mir hätte er den Bart behalten können...) und total verkannt, denn er ist kein Playboy sondern total weichherzig und liebt es anderen zu helfen.

Emily ist ein interessanter Charakter. Sie hat eine Krankheit und sitzt dadurch die meiste Zeit im Rollstuhl. Ihr Mutter behütet sie zu sehr, sodass sie sich vorkommt, als habe sie gar kein richtiges Leben. Amber behandelt sie aber natürlich nicht wie eine Behindert und dadurch werden die beiden Freundinnen und schließlich auch Verbündete. Schließlich brauchen wir natürlich noch Antagonisten, Simon und Sophia, die klischeehafter nicht sein können. Sie haben es beide auf den Thron abgesehen und dafür ist ihnen jedes Mittel recht.

Obwohl der Film aus den Klischees zu keinem Zeitpunkt herauskommt, umgeht er doch einige anstrengende Tropes. So sieht Amber z.B. wie Sophie sich an Richard heranschmeißt, aber anstatt nun daraus ein Riesendrama mit hundert Missverständnissen zu machen, reden die beiden darüber wie die erwachsenen Menschen, die sie sind. Zumindest kurz. Daher war der Film unterhaltsam und man bekommt, was man erwartet, ohne dass man genervt wird mit unrealistisch dramatischen Szenen. Ok, unrealistisch bleibt es aber, das muss klar sein. :D

Man kann nun sicherlich auch rumkritteln, dass die Charaktere teilweise große Lücken aufweisen. So ist nicht immer ganz klar, wie die eine Handlung einer Person nun zur nächsten passen soll. Wen sowas aber nicht stört, der kann den Film durchaus genießen. Es kommen auf jeden Fall winterliche Gefühle auf und man hofft doch stark, dass am Ende alles gut ausgeht. Und diese guten Gefühle nimmt man dann auch mit aus dem Film. 

Auch das Ende ist gut gemacht. Es gibt natürlich einen kleinen Twist, wie das große Problem dann doch noch gelöst, die Katastrophe abgewendet werden kann. Der Teil hat mir gut gefallen, da hier auch ein bisschen über den Tellerrand hinausgedacht wurde und ich das zumindest so nicht kommen sah. Daher macht das Ende dann auch wirklich Sinn (vorher habe ich mich schon über diese Logiklücke aufgeregt...). 

Alles in allem bekommt man in diesem Film, was man erwarten würde. Obwohl Klischees hier nicht überwunden werden, ist es doch unterhaltsam und man hofft auf ein tolles Happy End. Man kann sich sicherlich über viele Dinge kritisch äußern, aber wer einfach eine weihnachtliche, romantische Komödie schauen möchte, der wird hier gut bedient. Für mich war der Film jedenfalls, was ich an diesem Abend brauchte.

Habt ihr den Film schon geschaut? Habt ihr andere Empfehlungen?

Bis bald,
Eure Kitty Retro

Mittwoch, 6. Dezember 2017

Erdbeeren im Schnee - Zuckergussgeschichten

Hallo zusammen,

erst einmal alles liebe zum Nikolaus euch! Wer hatte was im Schuh? Meine hat der Hund wieder rein geholt =D aber natürlich zu früh.

Dafür habe ich ein ganz süßes Weihnachtsgeschichtchen lesen können.

Fakten:
  • Autorin: Emma C. Moore
  • Roman (Reihe, aber es ist unerheblich welchen ihr zuerst lest)
  • 2015 erschienen
  • 230 Seiten
  • CreateSpace Independent Publishing Platform
  • Preis: 6,95 € (Taschenbuch)
Klappentext:
"Die Bewohner von Crossville feiern Weihnachten
Gwen Tales ist verzweifelt. Ausgerechnet an Weihnachten muss sie ihren Eltern und ihren perfekten Schwestern beichten, dass ihre Verlobung geplatzt ist. Ihr ist schleierhaft, weshalb sie ständig an die falschen Männer gerät. Auf der Fahrt nach Crossville demoliert sie das Auto des attraktiven Arztes Ben Eden und bevor sie sie weiß, wie ihr geschieht, schlüpft er in die Rolle ihres Verlobten und erobert die Herzen ihrer Familie im Sturm. Auch Gwen kann sich seinem Charme kaum entziehen. Er könnte der Richtige sein – nur leider bestätigt sich aber auch bei ihm die Wahrheit: Männer sind nicht immer das, was sie vorgeben, und selten etwas Besseres. Oder liegt Gwen mit dieser Einschätzung diesmal falsch?"

Dieser Klappentext verrät mal wieder sehr viel, sodass ich kaum noch etwas ergänzen werde, inhaltlich. Zuerst widmen wir uns aber diesem wundervollen Cover. Für mich sind Erdbeeren bisher überhaupt nicht mit der Weihnachtszeit in Verbindung gekommen, aber sie passen eindeutig zumindest optisch wunderbar dazu. Wie kleine Weihnachtsmützen. Kennt ihr so einen Brauch, dass dem Weihnachtsmann Erdbeeren mit Marzipan in den Schnee gestellt werden, wenn Heiligabend ist? Mir war das total neu, aber es ist süß.

Es handelt sich bei der Reihe der Zuckergussgeschichten um einige tolle und relativ kurze Schnullis, eben so typische Frauenromane mit einem Schuss Witz. Das erinnert mich ein bisschen an Poppy Anderson und ihre Geschichten über Footballer.

Dies ist meine erste der Zuckergussgeschichten und wie der Klappentext vermuten lässt, ist es eine romantische und charmante Weihnachtsgeschichte. Das schöne an ihr ist auf jeden Fall diese Unbeschwertheit in Sachen Realität. Klar ist es eine echte Geschichte, doch ob es wirklich Menschen gibt, die zu völlig Fremden mitgehen und so tun als seien sie Verlobte oder ähnliches? Also ich glaube nicht so richtig. Was meint ihr?

Doch dieser schöne Schnulz ist es, was Weihnachten eben irgendwie unterstreicht und romantisch werden lässt.

Auch an Weihnachten muss ja irgendwas schief gehen, was meiner Meinung nach, hier echt lang dauert beziehungsweise sehr nah am Ende der Geschichte passiert. Dann passiert es auch noch richtig plump und ungeschickt. Dabei war der Rest des Buches so schön und stimmig, stach dieses Problem wirklich negativ heraus. Vielleicht war das ja auch Absicht der Autorin, man weiß es nicht.

Gwen mochte ich gern und auch ihre Familie. Für Ben ging mir allerdings alles etwas zu glatt oder zu gut. Ich bin mir nicht sicher, ob er das so verdient hat, aber es ist eben so. Grundsätzlich ja nicht schlecht.

Besonders hervorzuheben ist der subtile Humor zwischen den Zeilen. Die Familie Tales ist so schön trocken, dass es wohl egal ist, was sie sagen, es kann immer versehentlich witzig sein. Auch der Zusammenhalt in der Familie ist toll und repräsentiert ein Idealbild an Weihnachten, aber eben ein schönes Bild!

Mal sehen ob ich noch weitere dieser kleinen Geschichten lesen werde und was noch so bis Weihnachten kommen mag. Habt ihr Empfehlungen?

eure Blue Diamond


Sonntag, 3. Dezember 2017

All I Want For Christmas

Hallo meine Weihnachtsengel,

tja, langsam weihnachtet es, in vielen Orten haben die Weihnachtsmärkte geöffnet, die Deko wird aus den Kisten geholt und abgestaubt. Außerdem wird es langsam echt kalt draußen. Daher wird es Zeit, dass wir auch über ein paar festlichere Bücher sprechen. Damit möchte ich heute anfangen.

Die Fakten:
  • Autor: Amy Silver
  • Übersetzung: Alexandra Hinrichsen
  • Titel: All I Want For Christmas
  • Verlag: Rowohlt
  • Erschienen: 2011
  • Seiten: 320
  • Preis: 9,99 Euro
  • Klappentext: "Das schwerste Jahr in Beas Leben geht zu Ende. Zum ersten Mal wird sie mit ihrem kleinen Sohn allein Weihnachten feiern. Aus Angst vor dem Alleinsein hat sie eine Menge Leute - Nachbarn, Freunde und Fremde - zum Fest in ihr kleines Café eingeladen. Eigentlich hat sie gar keine Zeit für neue Menschen in ihrem Leben, ganz zu schweigen von einer neuen Liebe. Doch Weihnachten ist die Zeit der Wunder, und in der duftenden Wärme des Honey Pot Cafés werden aus Fremden allmählich Freunde. Kann Bea ihr Herz noch einmal verschenken?"

Zur Handlung: Bea ist alleinerziehend und Besitzerin eines Cafés mit italienischem Feinkost-Sektor. Sie liebt ihre Kunden und versucht das Erlebnis besonders schön zu machen, indem sie beispielsweise Telefonieren im Laden verboten hat. Ihr kleiner Sohn verbringt die meiste Zeit bei seiner Oma und Bea tut es in der Seele weh, dass die Bindung zur Oma stärker ist als die zu ihr selbst.

Im Laden hat sie zwei regelmäßige Kundinnen. Chloe ist immer beschäftigt, immer im Stress und ignoriert gern das Telefonverbot. Sie ist Bea ein bisschen ein Dorn im Auge, denn Unfreundlichkeit kann sie gar nicht leiden. Dagegen ist Olivia ein sehr freundliche offene Person. Sie ist eigentlich sehr glücklich mit ihrem Leben, reiche Familie und ein wunderbarer Freund. Nur im Job läuft es nicht so. Doch dieses Weihnachten wird für alle drei anders als alles zuvor.

Ich fand es schade, dass sich dieses Buch nicht die Zeit nimmt, uns Beas Geschichte in Ruhe zu erzählen, obwohl das vom Klappentext her so schien. Ich war total irritiert, als da plötzlich noch diese beiden anderen jungen Frauen waren. Alle drei haben sehr verschiedene Problemlagen, verschiedene Leben und sind auch charakterlich total verschieden. 

Bea fand ich eigentlich am interessantesten. Zunächst scheint sie eine recht verbitterte alleinerziehende Mutter zu sein, deren Mann sich eine andere gesucht hat. Man versteht nicht so recht, warum sie eifersüchtig auf ihre Mutter ist, die ein besseres Verhältnis zu ihrem Sohn hat. In ihrem Laden ist sie in ihrem eigenen Reich und begegnet (fast) allen mit Freundlichkeit und Geduld. Als wir dann aber einen tieferen Einblick in ihr Leben bekommen und sich eine neue Romanze anbahnt, wollte ich einfach mehr von ihr und weniger von den anderen.

Chloe ist zunächst ein ziemliches Biest. Sie hat eine Affaire mit einem verheirateten Mann und beginnt langsam zu verstehen, dass nicht nur seine Frau sondern auch sie selbst Verliererin in dieser Konstellation ist. Sie wird mit dem plötzlichen Wissen konfrontiert, dass sie gar nicht der Grund für eine Trennung sein will. Nun muss sie nur ihr Leben wieder auf die Reihe bekommen. Als Anwältin ist sie erfolgreich, aber im Privaten will es einfach nicht werden.

Schließlich haben wir Olivia, die eigentlich im Privaten total glücklich ist, bis ihr perfekter Freund ihr einen Heiratsantrag macht. Plötzlich hat sie Angst, dass sich ihre Beziehung dadurch ändern wird, und sie will doch eigentlich, dass alles genauso toll bleibt. Als ihre Chefin davon Wind bekommt, soll sie plötzlich auch noch eine ganze Kolumne dazu schreiben. Und Olivia hat eigentlich gar keine Lust, die Oberbraut zu werden.

Witzigerweise hatte jede Figur Seiten, mit denen ich mich gut identifizieren konnte. Beispielsweise möchte ich auch nicht unbedingt heiraten und konnte Olivias Probleme verstehen. Aber ich kenne es auch, wenn man mit jemand zusammen ist, der einen nicht zu schätzen weiß, was durchaus auf Chloe zutrifft. Beas Sicht fand ich aber wirklich am spannendsten und konnte mich auch mit ihrer Persönlichkeit am meisten identifizieren. Dennoch hatte ich Probleme, vor allem an Anfang, mit den Charakteren mizufühlen.

Insgesamt wollte das Buch für mich einfach ein bisschen zu viel. Die verschiedenen Handlungsstränge haben einen immer wieder rausgenommen. Viel besser wäre ein Buch nur über Bea gewesen, denn ihr Leben war wirklich berührend. Dennoch hätte ich hier einfach nur mehr Details gewollt und manchmal hat auch der Schreibstil mich davon abgehalten, richtig mitzufühlen. Hier wurde viel Potential verschenkt.

Am Ende war ich dann aber drin in der Geschichte und war auch froh über die verschiedenen Lösungen. Am meisten habe ich dann für Chloe auf ein gutes Ende gehofft. Sie hat sich tatsächlich am meisten verändert während der Geschichte. Olivia war mir charakterlich auch am Ende noch völlig fremd. Für Bea habe ich mir auch ein schönes Ende gewünscht, und hier bekommen wir noch ein paar weihnachtliche Szenen zum Schluss. 

Alles in allem wollte ich das Buch gern ein bisschen mehr mögen, aber es war vor allem am Anfang doch ein bisschen zu oberflächlich für mich. Natürlich mussten die Charaktere erstmal alle eingeführt werden, aber mir hat das zu lang gedauert und so richtig mitfühlen konnte ich erst gegen Ende der Geschichte. Den Big Reveal über Bea fand ich aber gut, das hat mich auch nicht kommen sehen. Das Buch war also unterhaltend, aber konnte mich wenig weihnachtlich einstimmen und auch nur wenig berühren mit ein paar Ausnahmen.

Habt ihr schon Weihnachtsbücher gelesen? Lasst gern Empfehlungen da, der Dezember ist ja noch lang!

Bis bald,
Eure Kitty Retro




Meine Bewertung: 
 

Freitag, 1. Dezember 2017

[Filmkritik] Der Nussknackerprinz

Hallo zusammen,

diesen, für mich Weihnachtsklassiker, habe ich tatsächlich bei Amazon-Prime entdeckt und gleich geschaut. Er gehört zu 1000% zu meinen Kindheitserinnerungen, auch wenn ich bei diesem Film immer viel Angst hatte.

Es handelt sich um eine kanadische Produktion von 1990 als Zeichentrickfilm. Er basiert auf dem Märchen "Nußknacker und Mausekönig". Die Suite von Tschaikowski ist wohl eine der bekanntestes Musikstücke - Der Nussknacker - welche hier komplett eingebaut ist.

Der Film geht etwas über eine Stunde und ist ohne Altersbeschränkung (wenn man mich als Kind fragt, definitiv nicht gut, hier sollte eine Grenze von 6 Jahren her).

Klara und Finn besuchen einen guten Freund der Familie, Onkel Drosselmeier. Dieser stellt unter anderem Spielzeug her und bringt den beiden am Weihnachtsabend ein Schloss als Spieluhr und einen Nussknacker mit. Zu diesem Nussknacker gibt es eine Geschichte, die er Klara erzählt.

Klara taucht komplett in dieser Geschichte ab und geht in der Nacht an den Puppenschrank. Dort geschieht etwas ganz erstaunliches. Denn ihre geliebten Puppen, Soldaten und auch der Nussknacker erwecken zum Leben. Gemeinsam ziehen sie in die Schlacht gegen den widerwertigen Mausekönig. Wie Klara in diese Schlacht eingreift, solltet ihr euch selbst ansehen oder zumindest mit euren Kindern ansehen ;)

Dies ist ein sehr sehr hochwertiger und schöner Zeichentrickfilm, der nicht nur durch eine tolle Geschichte sondern auch wunderschöne Zeichnungen besticht. Auch die musikalische Untermalung ist natürlich ein Träumchen und ähnlich dem Ballet.

Zur Geschichte selbst lässt sich sagen, dass sie mir als Erwachsener sehr kurzweilig vor kommt und auch eher lustig, vor allem in den vermeintlichen Kampfszenen, aber ich kann mich sehr gut daran erinnern, dass ich als Kind großen Respekt und auch Angst hatte. Mäuse kommen hier eindeutig nicht gut weg.

Als weiteres Thema merke ich jetzt, das Schönheit eine echte Rolle spielt, ich glaube nicht das mir das bewusst war, aber gerade als Mädchen man sicherlich stark geprägt werden kann, im Sinne von "eine Prinzessin muss immer gut aussehen" - oder ist es mehr, dass eine Prinzessin einfach von allen als Gutaussehend angesehen werden muss? Darüber gibt es wohl viele Meinungen =D

Definitiv ist dieser Film eine echte Empfehlung für den Weihnachtsabend mit der ganzen Familie. Für mich wurde eine schöne Erinnerung aus der Kindheit erneut geweckt und ich werde ihn dieses Jahr bestimmt noch ein paar mal anschauen,

eure Blue Diamond.

Mittwoch, 29. November 2017

Blogadventskalender und Weihnachtsbuchwichteln





Hallo meine Vorweihnachtsleser,


bald ist es soweit, es wird kalt, es wird besinnlich, es wird Weihnachten. Deswegen heute zwei kleine Anmerkungen. Die erste beschäftigt sich mit dem alljährlichen Adventskalender auf dem Buchblog von Doreen. Seit einigen Jahren gestaltet sie in ihrer Chaosbibliothek einen Adventskalender mit Fragen, kleinen Aufgaben und kreativen Ideen. Ich nehme jedes Jahr teil und habe auch schon mehrmals gewonnen. Denn ja - es gibt sogar etwas zu gewinnen am Ende! Also los, alle auf zu Doreens tollem Blog und mitmachen! Doreen hatte auch nicht das beste Bloggerjahr und freut sich sicher über neue Leser.

Zum zweiten Thema. Die letzten Jahre habe ich immer bei Nine im Wahn bei einem Buchwichteln mitgemacht. Allerdings scheint dieser Blog im Moment nicht weiter betrieben zu werden, sodass ich nun ohne Buchwichteln da stehe. Hier brauche ich eure Hilfe! Wisst ihr von einem Wichteln, bei dem man sich noch anmelden kann? Ich hatte leider wenig Erfolg bei meiner Suche und zähle auch euch!

Ok, das waren meine Anmerkungen. Habt ihr andere tolle Weihnachtsaktionen, auf die ihr uns hinweisen möchtet? Dann immer her mit Anregungen, denn für mich persönlich kann es nie weihnachtlich genug werden.

Bis bald, hohoho,
Eure Kitty Retro

Sonntag, 26. November 2017

Holmes & ich - Die Morde von Sherringford

Hallo meine Mysteryfreunde,

von diesem Buch hatte ich schon sehr viel gehört und hatte immer ein leichtes Interesse. Gekauft hätte ich es mir vermutlich nie, aber dann stand es eines Tages in der Bibliothek. Daher habe ich es dann eingepackt und wollte einfach schauen, wie es mir gefällt. Die Serie Sherlock hatte mich ja dieses Jahr sehr enttäuscht.

Die Fakten:
  • Autor: Brittany Cavallaro
  • Übersetzung:  Anja Galic
  • Titel: Holmes & ich - Die Morde von Sherringford (Original: A Study in Charlotte)
  • Reihe: Holmes & ich 1
  • Verlag: dtv
  • Erschienen: 2016
  • Seiten: 365
  • Preis: 9, 95 Euro
  • Klappentext: "Jamie Watson hat es nicht leicht: Zum einen muss er sein geliebtes London verlassen, weil er einen Platz an einem Elite-Internat an der Ostküste der USA erhalten hat. Zum anderen trifft er dort zum ersten Mal auf die eine Person, von der er schon sein gesamtes Leben geträumt hat - Charlotte Holmes, Nachfahrin des legendären Sherlock. Und dann geschieht auch noch ein Mord. Hauptverdächtige: Jamie Watson und Charlotte Holmes! Ihnen bleibt nichts übrig, als die Ermittlungen selbst in die Hand zu nehmen..."

Zur Handlung: Jamie ist sauer. Wut war schon immer sein Problem. Er will sich aber nicht damit abfinden, dass seine Mutter ihn einfach in die USA verfrachtet hat. Natürlich versteht er, dass seine Schulgebühren für die Familie eine große Belastung waren und sein Stipendium daher hilft. Aber er mag den Sport nicht einmal, für den er jetzt quasi bezahlt wird.

Als er jedoch auf Charlotte Holmes trifft, ändert sich alles. Jamie hat schon als kleiner Junge davon geträumt, mit dieser Seelenverwandten Mordfälle aufzuklären und düstere Abenteuer zu erleben. Allerdings haben sich die Familien noch doch ganz schön auseinander gelebt seit den Zeiten von Sherlock und John. Da ist es vielleicht gut, dass eine Mordserie die beiden plötzlich zur Zusammenarbeit zwingt.

Zu meinem Vorwissen: Ich habe bisher noch kein einziges Sherlock Holmes-Buch gelesen. Ich kenne lediglich die Serie Sherlock und die beiden Blockbuster-Filme. 

Wir bekommen die Geschichte - wie man erwarten würde - von James Watson berichtet. Ich bin nicht ganz sicher, wie alt die Charaktere sein sollen, aber Jamie kam mir total jung vor. Die Dinge, die ihn so bewegen, seine Impulsivität und wie unerfahren er mit Mädchen ist. Ich hätte ihn vom Lesen her auf 12 geschätzt. Auch seine verklärten Träume von Charlotte, die er immer noch ein Stück weit hat, scheinen wie die eines Kindes. Da Jamie aber bereits älter sein soll, fand ich das schwierig.

Charlotte leidet ein Stück weit darunter, dass sie nun in die Rolle des weiblichen Sherlock gepresst wird. Sie hat natürlich Drogenprobleme, Probleme mit der Familie und lässt keinen an sich heran. Das erscheint zunächst natürlich nicht sehr weiblich. Am meisten gestört hat mich in dem Zusammenhang aber Watson, denn als dieser im Krankenflügel liegt und Holmes ihn besucht und die besorgte Freundin mimt, wünscht er sich doch tatsächlich, Holmes wäre wirklich so. Na vielen Dank dafür... Ansonsten fand ich Charlotte zwar ein bisschen zu klischeehaft, aber unterhaltsam.

Die beiden kämpfen natürlich mit einer ganzen Menge an Problemen, weil sie so unterschiedlich sind. Holmes ist am Anfang auch wenig begeistert von der Freundschaft. Sie hält häufig Informationen zurück, um Watson zu schützen. Dabei überschreitet sie aber natürlich auch zwischenmenschliche Grenzen. Ich denke, wer auch nur ein bisschen weiß, wie es zwischen Sherlock und John aussieht, wird hier nicht überrascht sein.

Dann haben wir den Mordfall. Hier geht mir natürlich einiges verloren, da ich die Originalfälle nicht kenne. Es wird zwar immer darauf hingewiesen und auch kurz rekapituliert, was in den Fällen geschah, aber ein nostalgisches Gefühl oder ähnliches blieb mir natürlich verwehrt. Es werden einige spätere Werke angeschnitten. Aber der Fall hat seine eigene Dynamik und ist eher eine Homage. Am Ende hat mir aber einfach ein bisschen das clevere Kombinieren und die verschiedenen Knackpunkte des Falles gefehlt. Stattdessen stolpert Jamie meist planlos hinter Holmes her, die mal mehr und mal weniger weiß, was eigentlich los ist. 

Außerdem fand ich das Buch sehr vorhersehbar - und da habe ich noch nie eine Holmes-Geschichte gelesen. Allein aus der Serie kam mir der Plot total offensichtlich vor. Spannende Überraschungen bleiben total aus. Auch die Dynamik der Charaktere hält da nicht viel bereit. Ich meine, dass romantische Gefühle aufkommen, kann man sich bei Jugendbüchern ja immer denken. Aber wo kommen die her? Keine Ahnung. 

Alles in allem war dieses Buch also unterhaltsam aber keinen Deut mehr. Die Anspielungen auf die Holmes-Klassiker habe ich leider nur am Rande mitnehmen können. Die Geschichte selbst war dann leider nur ein mittelmäßiger Abklatsch. Alles Wendungen sieht man von weit her kommen. Und einige Dinge sind eben auch völlig unrealistisch (ich sage nur Watson senior). Die ganzen lobenden Stimmen kann ich daher nicht nachvollziehen. Wenn ihr aber einfach mehr nach dem Holmes-Schema-F möchtet, dann wird das Buch euch gefallen.

Der zweite Band ist in meiner Bibliothek verfügbar, vielleicht schaue ich ihn mir nächstes Jahr dann mal an. Wird er besser? Was meint ihr?

Bis bald,
Eure Kitty Retro




Meine Bewertung:

Donnerstag, 23. November 2017

[Magisterium] Der Schlüssel aus Bronze - Band 3

Heute schon Band 3 =)

Fakten:
  • Autoren: Cassandra Clare und Holly Black
  • Übersetzerin: Anne Brauner
  • Fantasy
  • 2016 erschienen
  • ONE ein Imprint der Bastei Lübbe AG
  • 288 Seiten
  • Preis: 17€ (gebundene Ausgabe)
Klappentext:
"Nachdem Call und seine Freunde unter Einsatz ihres Lebens den Feind des Todes abgewehrt haben, richtet das Magisterium eine Party für sie aus. Statt zu feiern, muss Call jedoch den Angriff eines Chaosbesessenen abwehren. Eigentlich sollte das Wesen im Verließ unter der Schule festsitzen, doch irgendjemand hat es herausgelassen. Es muss im Magisterium jemanden geben, der Call töten will. Oder sind vielleicht sogar beide Makaris in Gefahr? Die Freunde setzen alles daran, um dem Spion in den eigenen Reihen auf die Schliche zu kommen - und bemerken fast zu spät, wer es ist, dem sie auf gar keinen Fall vertrauen dürfen ..."

Ja dieser dritte Band ist natürlich wieder wunderschön und einzigartig. Er ist insgesamt noch spannender als die beiden davor und auch irgendwie plötzlich sehr erwachsen. Dieser für mich extreme Sprung von jungen Jugendlichen zu gefühlt Erwachsenen hat mir nicht so gut gefallen, für die Inhalte war es aber relativ wichtig.

Wir erleben die drei Freunde in einem Kampf mit ihrem Umfeld, sich selbst und auch miteinander. Einige kennen jetzt Calls Geheimnis um den Erben des Todes uns was dieses Erbe so mit sich bringt.

Auch die Emotionen werden immer vielseitiger. Hier sind alle typisch Teenager, in Sachen Verliebtheit versteht sich ;)

In diesem Band lernen wir viel Neues über Magie und wie diese und diese Welt funktioniert. Es gibt einige Personen die wir kennen lernen, deren Leben noch richtig wichtig für den Verlauf der Geschichte sein wird und ich auch nicht voraussehen konnte, dass es mal diese Wendungen nehmen wird. Vor allem das Ende ist total verrückt und verspricht viel für den vierten Band, der auf deutsch wohl im Januar erscheinen soll.

Apropos verrückt, das ist generell ein Gefühl was mich durch das Buch begleitet hat. Manchmal hab ich einfach gedacht - wow die sind echt irre. Aber dieser Wahnsinn gehört hier einfach dazu.

Mein Fazit für die ersten drei Bände fällt sehr gut aus, sie wurden von Band zu Band immer besser und spannender. Die Charaktere entwickeln sich stetig weiter und wachsen an ihren Aufgaben.

Wie findet ihr die Reihe bis hierher?

Eure Blue Diamond.



Mittwoch, 22. November 2017

[Magisterium] Der kupferne Handschuh - Band 2

Heute schon Band 2 =)

Fakten:
  • Autoren: Cassandra Clare und Holly Black
  • Übersetzerin: Anne Brauner
  • Fantasy
  • 2015 erschienen
  • ONE ein Imprint der Bastei Lübbe AG
  • 304 Seiten
  • Preis: 16,99€ (gebundene Ausgabe)
Klappentext:
"Callum hat am Ende des ersten Schuljahrs die erste Pforte durchschritten: Nun kann ihm niemand mehr seine Zauberkräfte nehmen. Das zweite Schuljahr steht an, doch schon wieder liegt das größte Abenteuer für Call außerhalb des Magisteriums. Er muss herausfinden, welche Rolle sein Vater Alastair bei all dem gespielt hat, was kurz nach Calls Geburt beim Eismassaker passiert ist. Kann es sein, dass Alastair ein Verbündeter des Feindes ist? Was bedeutet das für Callum? Und wem kann er jetzt überhaupt noch vertrauen?"

Dieser zweite Band ist eine tolle Fortsetzung dieser Reihe, nicht nur optisch, sondern auch inhaltlich.

Wir erleben irgendwie ein neues Schuljahr, wobei sich diese hier an Prüfungen fest machen, für die man irgendwann bereit ist und man dafür auch länger brauchen kann. Mit dieser ersten Prüfung wird ein Eintritt in die Magie besiegelt. Das Symbol dafür ist ein Armband, welches erweitert wird mit allem was dazu gelernt wird. Danach gibt es also kein zurück und jeder Schüler findet seine Magie, also die die am stärksten in ihm steckt. Dabei werden die Magien nach den Elementen sortiert, bis auf das Chaos. Chaosmagier sind selten und jeder hat Angst vor ihnen, weil es nur schwer ist gegen einen solchen Magier anzustehen, so war es vermeintlich auch unmöglich gegen Constantin Madden anzukommen.

Dieser hat einen Krieg unter den Magiern verursacht und hat wohl Grausames geschaffen, bei dem Versuch Leben zu schaffen. Er hat sein Chaos in andere Menschen und in Tiere verpflanzt. Diese sind somit scheinbar gefährlich, zumindest für die die kein Chaos beherrschen.

Spannend ist dann, wer in dieser Geschichte alles noch Chaosmagie beherrscht und auch warum. Ja da spreche ich jetzt in rätseln, aber wenn ihr die Geschichte kennt, wisst ihr dass ich sonst zu viel verraten würde.

Unsere drei Freunde halten weiterhin zusammen auch wenn es noch nicht die besondere oder perfekte Freundschaft ist, denn ein bisschen misstrauen sie sich immer noch. Das klingt widersprüchlich? Ach so ist das eben manchmal bis man mehr weiß und die Dinge logischer werden.

In diesem Band steht auch das Verhältnis von Call zu seinem Vater im Fokus. Für mich war das gleichzeitig mal eine ganz andere Herangehensweise mit gut und böse eine Geschichte zu erzählen. Schon allein das macht diese Reihe für mich einzigartig.

Die Umgebung variiert diesmal auch deutlich mehr als beim ersten Band. Dadurch das unsere Schüler nun auch mehr Magie beherrschen werden die Szenen dynamisch und spannend. Tatsächlich passiert in diesem Band richtig viel. Für mich definitiv eine Reihe die weitergelesen werden muss,

Eure Blue Diamond.



Dienstag, 21. November 2017

[Magisterium] Der Weg ins Labyrinth - Band 1

Hallo an alle Magieverrückten,

ich habe vor einiger Zeit die Magisterium-Reihe angefangen und da der vierte Band hierzu im Januar kommenden Jahres erscheinen soll, dachte ich, ich kann die ersten drei Bände bis dahin ziehen, aber einmal angefangen, kann ich nur selten aufhören.

Fakten:
  • Autoren: Cassandra Clare und Holly Black
  • Übersetzerin: Anne Brauner
  • Fantasy
  • 2014 erschienen
  • ONE ein Imprint der Bastei Lübbe AG
  • 336 Seiten
  • Preis: 14,99€ (gebundene Ausgabe)
Klappentext:
"Callum hat es nicht leicht: Er hat ein lahmes Bein, zu viel Grips, ein loses Mundwerk und ist dazu auch noch erst 12 Jahre alt. Und außerdem ein angehender Zauberlehrling. Im Magisterium von Master Rufus soll er die Geheimnisse der Magie erkunden. Doch weder die Schule noch der Meister wirken besonders vertrauenerweckend. Und Callum soll Recht behalten: Das erste Schuljahr entwickelt sich zu einer echten Herausforderung. Gut dass der junge Magier neue Freunde findet, die ihm bei seinen unheimlichen Abenteuern beistehen."

Zu erst einmal ja diese Bücher sind unglaublich schön gestaltet und allein dafür jeden Euro wert.

Es gibt dieses Gerücht, welches ich gleich dementieren möchte, dass dieBuchreihe der Harry Potter Reihe so ähneln würde. Nun ja, ja es dreht sich in beiden Geschichten alles um Magie. Diese Magie ist jedoch grundlegend verschieden und für mich überhaupt nicht vergleichbar. Ja es sind drei Freunde, zwei Jungs und ein Mädchen, aus unterschiedlichen Elternhäusern. In wie vielen Geschichten ist dies noch der Fall? Das ist eine rhetorische Frage. Für mich war es das auch schon an Gemeinsamkeiten.

Somit konnte ich dieses Reihe ganz ohne Erwartungen oder Vorurteile genießen und für mich war es auch ein wahrer Genuss.

Wie alles beginnt erfahren wir schon ein bisschen im Klappentext. Das Magisterium ist eine Schule für Magier. Die Auswahl wie man in diese Schule kommen kann, ist ungewöhnlich. Es werden verschiedene Kinder eingeladen und getestet. Dabei kann herauskommen, das ein Kind super geeignet ist auch wenn es noch nie mit Magie in Berührung kam und glaubt hier gerade den Test für eine Elite Schule zu bestehen. Call unser Protagonist weiß um das alles. Sein Vater hat ihm bisher nur negative Dinge über das Magisterium erzählt und ihm so eingebläut, dass auch er nicht dahin will. Doch es gibt einen Lehrer der ihn in seiner Lehrlingsgruppe haben will und erwählt ihn zum Staunen aller.

So beginnt für Call das Leben im Magisterium. Seine Lehrlingsgruppe besteht noch aus zwei weiteren Kindern. Tamara und Aaron könnten verschiedener nicht sein und alle drei scheinen unterschiedliche magische Begabungen zu haben. Diese lernen sie Dank ihrem Magister zu beherrschen.

Das erste Buch spiegelt auch das erste Schuljahr wieder und gibt so eine schöne Übersicht für die Abläufe und Personen. Man muss ja ehrlich sein, trotz das die Geschichte sehr schön ist und auch spannend, habe ich mich sehr schwer mit den Charakteren getan. So richtig grün bin ich mit ihnen im ersten Band noch nicht geworden. Aber auch sie untereinander nicht wirklich, das ändert sich hoffentlich in den Folgebänden.
Das Magisterium liegt mehr oder weniger unterirdisch, müsste also sehr mystisch und dunkel oder wie ihr es auch beschreiben wölltet, sein, was es tatsächlich nicht ist. Im Gegenteil mir kommt es riesig vor und weiträumig sowie -läufig.

Es hat wie gesagt sehr viel Spaß gemacht in diese neue fremde Welt einzutauchen und ich möchte sofort weiterlesen!

Eure Blue Diamond.


Sonntag, 19. November 2017

Tausendundeine Nacht

Hallo meine Träumer,

nachdem ich dieses Jahr die Dilogie rund um Shazi und ihren Kalifen gelesen habe, bin ich in der Bibo über dieses Buch gestolpert. Es handelt sich dabei um die Übersetzung einer der ältesten erhaltenen Versionen von 1001 Nacht. Ich habe gar nicht wirklich darüber nachgedacht, sondern es direkt mitgenommen, denn ich liebe es, die Originale von Dingen zu lesen, die quasi jeder kennt aber niemand wirklich...

Die Fakten:
  • Autor: unbekannt
  • Titel: Tausendundeine Nacht
  • Übersetzung: Claudia Ott
  • Erschienen: 2004
  • Verlag: C.H.Beck
  • Seiten: 637 + interessantes Nachwort zur Übersetzung
  • Preis: 29,90 Euro (Hardcover)
  • Klappentext: "Diese Neuübersetzung von Tausendundeine Nacht macht erstmals die älteste arabische Fassung der berühmten orientalischen Erzählsammlung in deutscher Sprache zugänglich. Die Übersetzerin Claudia Ott führt den Leser mit einer Frische und Ungezwungenheit durch das Labyrinth der kunstvoll verwobenen Erzählfäden, dass man meint, Schahrasad selbst zu hören."

Zur Handlung: In einem fernen Land lebt ein König, der seine Königin sehr liebt. Eines Tages wird ihm jedoch berichtet, dass diese Frau immer, wenn er seinen Palast verlässt, eine Orgie mit Sklaven veranstaltet. Daraufhin beschließt er vorzugeben, dass er verreist, und beobachtet dann, was sich in seinem Palast zuträgt.

Daraufhin erschlägt er seine Frau, und weil er Frauen nun nicht mehr trauen kann, beschließt er, sich jeden Tag eine neue Braut zu nehmen und diese am nächsten Morgen hinzurichten. So kann keine Frau ihn jemals wieder betrügen. Irgendwann heiratet er jedoch Schahrasad und diese beginnt, ihm Geschichten zu erzählen, die jeden Morgen auf einen Cliffhanger enden, sodass er sie nicht töten kann.

Mich faszinieren solche althergebrachten Geschichten sehr und die arabische Kultur ist etwas, womit ich ein Stück weit aufgewachsen bin, wovon ich aber einfach nicht genug weiß. Ich lese unglaublich gern Bücher über und aus diesem Kulturkreis, um die gröbsten Wissenslücken zu schließen. Daher hat mich das Buch direkt angesprochen.

Aus dem Nachwort ist viel über die Besonderheit von 1001 Nacht zu entnehmen. So wurde dieser vorliegende Text im 18. Jahrhundert ins französische übersetzt und ein Verkaufsschlager. In Ermangelung einer Fortsetzung (der Text endet mit der 282. Nacht) zogen nun verschiedene Zeitgenossen los, um mehr arabische Geschichten zu finden. So entstanden dann vor allem europäisierte Geschichten, die nur auf arabischen Grundlagen beruhten oder gänzlich "gefälscht" wurden.

Wer also nach Alladin und Alibaba sucht, wird bei diesem Buch enttäuscht sein. Abgesehen von der Rahmenhandlung hatte ich von keiner Geschichte bisher gehört. Man merkt auch schnell, dass dies eine nicht-europäisierte Variante ist. Frauen sind hier beispielsweise immer als ziemlich böse dargestellt, es gibt nur sehr wenige Ausnahmen. Außerdem sind die Schönheitsideale der Zeit sehr besondere, ich sage nur Monde, Zweige und Gazellen. 

Obwohl wir hier also mit Werten und Ansichten konfrontiert werden, die sich durchaus fremd und auch falsch anfühlen, so kann man doch auch für unsere Gesellschaft lehren finden. So geht es vor allem darum, dass Charaktere, die falsch handeln, schlimme Strafen erleiden. Auch findet sich in vielen Geschichten das Thema, dass man mit der Wahrheit besser fährt als mit Lügen. Dies sind also universelle Themen.

Die Geschichten sind mitunter sehr kompliziert ineinander verstrickt, sodass in der einem Handlungsstrang jemand eine neue Geschichte erzählt, in der eventuell wieder jemand eine Geschichte erzählt. Hier verliert man dann leider doch mal den Überblick, zumal sich die Geschichten nicht unbedingt an einem Abend weglesen lassen. Insgesamt habe ich fast 4 Monate an dem Buch gelesen, denn pro Stunde habe ich es auf etwa 35-40 Seiten geschafft.

Etwas störend ist natürlich auch die Repetition immer am Anfang und am Ende der Nacht. So beginnt jede Geschichte mit kleinen Variationen damit, dass sie sich ins Bett begeben und Schahrasads Schwester sie auffordert, eine Geschichte zu erzählen, sie stimmt dem zu und der Kalif besteht darauf, dass es aber die Fortsetzung der letzten Nacht sein muss. Und jede Nacht endet dann mit der Morgenröte, woraufhin die Schwester Bewunderung über die Geschichte ausdrückt und Schahrasad ihr verspricht, dass die Geschichte in der nächsten Nacht noch viel toller sein wird, wenn der Kalif sie bis dahin am Leben lässt. Da einige Nächte nur eine Seite lang sind... naja, bei 282. Nächten macht das viele Wiederholungen. Hier lernt man dann doch schnell, einfach zu überspringen.

Alles in allem bin ich froh, dass ich dieses Buch gelesen habe. Ich finde, es gehört ein Stück weit zur Allgemeinbildung dazu. Außerdem interessiert es mich persönlich. Dennoch hat das Buch seine Längen und ich habe auch immer wieder zwischendurch andere Geschichten gelesen, die leichter zugänglich sind. Wer aber wissen möchte, was wirklich hinter 1001 Nacht steckt, der sollte sich dieses Buch mal genauer anschauen. Außerdem kann ich das Nachwort und ein bisschen Recherche zum Thema wirklich empfehlen, denn Vieles habe ich einfach noch nicht gewusst über diesen Klassiker der frühen Literatur. Als nächstes Projekt sind nun wohl die Grimms Märchen dran.

Habt ihr schon mal solche "Klassiker" im Original gelesen oder reicht es euch, das zu wissen, was common knowledge dazu ist?

Bis bald,
Eure Kitty Retro




Meine Bewertung: