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Mittwoch, 18. Oktober 2017

Es wächst und wächst und wächst... - #Scaralong

Hallo meine Gruselfreunde,

und weiter geht es schon mit dem nächsten Buch aus der Gänsehaut-Reihe. Diesmal geht es um einen seltsamen Schleim, der zunächst als harmloses Spielzeug erscheint. Ich meine, wer hatte denn als Kind nicht solchen Schleim? Die waren total hipp, als ich Kind war. Nach wenigen Tagen haben die meist widerlich gerochen und ich hab eine Menge Chemieexperimente unternommen, um das zu verhindern. Geklappt hat es nie, daher bin ich auch kein Chemiker geworden. :D

Die Fakten:
  • Autor: R. L. Stine
  • Übersetzung: Günter W. Kienitz
  • Titel: Es wächst und wächst und wächst... (Original: Monster Blood)
  • Verlag: Omnibus
  • Erschienen: 1996
  • Seiten: 123
  • Preis: 4,99 Euro
  • Klappentext: "Monsterblut steht auf der Dose, die Evan in einem alten Spielzeugladen kauft. Eine klebrige, glibberige Masse quillt bald aus ihr heraus, füllt nach kurzer Zeit eine Badewanne und verschlingt alles, was sich ihr in den Weg stellt!"

Zur Handlung: Evan hat es voll erwischt. Nicht nur dass seine Familie sich darauf vorbereitet, sehr weit wegzuziehen. Auch soll er die Ferien bei einer gruseligen Verwandten verbringen, die bereits seinen Vater aufgezogen hat. Die Frau ist taubstumm und verweigert nahezu jede Kommunikation. Wie soll Evan da so lange bleiben? Zum Glück findet er doch recht schnell eine Freundin, und mit ihr einen unheimlichen alten Spielzeugladen und Monsterblut.

Ich denke, viele Kinder und Teenager können sich mit Evan identifizieren, wenn es darum geht, seine Ferien bei ungeliebten Verwandten verbringen zu müssen. Weit entfernt von den eigenen Freunden und den Spielsachen und so weiter... was soll man da bitte machen? Doch Evan hat natürlich keine Wahl. Immerhin hat er auch noch seinen Hund als Begleitung.

In der Nachbarschaft trifft Evan dann auf ein Mädchen, mit dem er sich schnell anfreundet. Doch dort leben auch Zwillinge, die alles andere als freundlich sind und es scheinbar auf Evan abgesehen haben. Zu guter Letzt ist dann da noch die seltsame taubstumme Verwandte, die Evan gar nicht verstehen will, sich aber auch wenig darum kümmert, was er tut. Bei ihr lebt eine böse Katze. 

Ich als großer Katzenfan muss ja sagen, dass ich die Darstellun dieser Spezies hier sehr problematisch finde. ;) Man kann an dem Buch aber durchaus kritisieren, dass es etwas unreflektiert mit dem Thema Behinderung umgeht. Ich finde es gut, dass die Verwandte als generell sehr fähige Frau beschrieben wird, aber ihr wird doch auch unterstellt, dass sie sich ja gar keine Mühe gibt z.B. Zeichensprache zu lernen. Dass sonst auch niemand diese Sprache kann und damit wenig Mehrwert entsteht, wird dabei aber nicht bedacht.

Ansonsten fand ich die Atmosphäre in diesem Buch nicht ganz so schaurig. Natürlich, der wachsende Schleim ist schon ziemlich eklig, aber das Drumherum ist relativ normal. Die Verwandte ist abweisend, die Zwillinge sind fiese Schläger, aber so richtig gruselig ist das nicht. Der Spielzeugladen hat auf jeden Fall Atmosphäre, spielt aber nur am Rande eine Rolle. 

Das Finale hat mir dann gut gefallen. Hier wird es tatsächlich auch mal wieder übernatürlich. Die Auflösung hat für mich durchaus Sinn gemacht und man sieht, wie die einzelnen Teile sich zusammenfügen. Was allerdings mit dem Spielzeugladen passiert ist...? 

Insgesamt war das Buch unterhaltsam, zählt aber auch nicht zu meinen Lieblingen aus der Reihe. Ich mochte die Kinder in diesem Band, weil sie nicht so sehr klischeehaft waren wir in anderen Teilen. Dennoch gibt es einige problematische Inhalte, und die Atmosphäre könnte noch etwas schauriger sein. 

Kennt ihr diesen Band? Und habt ihr als Kind auch gern mit Monsterschleim gespielt?

Bis bald,
Eure Kitty Retro





Meine Bewertung:

Dienstag, 17. Oktober 2017

[TV-Serie] Gänsehaut - Das unheimliche Labor

Hallo meine Gruselfreunde,

heute soll es um die Folgen 9 und 10 der TV-Serie Gänsehaut - Stunde der Geister gehen. Es handelt sich dabei um eine zweiteilige Verfilmung des Buches, das ich euch gestern vorgestellt habe. Insgesamt geht dieser Teil 40 Minuten und ist damit nur etwas kürzer als die Lesedauer des Buches, die bei mir so um die 100 Minuten lag.

Dennoch handelt es sich um eine ziemlich getreue Verfilmung. Alle wichtigen Ereignisse entsprechen denen im Buch. Von der Handlung her bekommen wir hier also das gleiche Produkt, nur unterschiedliche Medien davon. Dennoch fand ich das Ende in der Serie noch etwas überstürzter als im Buch. Das passt allerdings stilistisch gut.

Vor allem möchte ich aber hier betonen, dass die Serie schon ziemlich alt ist, und man so durchaus einige sehr kitschige Momente erlebt. Auch sind die Effekte der Serie mehr als gruselig - passend zum Thema. Am schlimmsten war für mich allerdings die schauspielerische Leistung. Während ich Casey und Margaret noch ganz gut umgesetzt finde, und das sind ja auch nur Kinderdarsteller, waren die Eltern wirklich so schlecht gespielt.

Die Rollen der Eltern sind sowieso schon sehr klischeehaft. Die Mutter hat ehrlich nicht viel womit sie arbeiten kann, sie ist auch nur am Anfang und am Ende anwesend. Dennoch war sie so einseitig und kitschig dargestellt. Der Vater hingegen sollte eigentlich relativ umfangreich spielen, denn von liebenden Dad bis zum verrückten Wissenschaftler und potentiell Mörder ist alles drin. Dennoch konnte ich auch hier manchmal kaum hinschauen.

Alles in allem handelt es sich um eine getreue Verfilmung, die sich nah an die Buchvorlage hält. Trotzdem sollte man bedenken, wie alt die Serie ist und sich auf einige kitschige und schlecht animierte Szenen einstellen. Wer allerdings gern mal eine Fahrt Down Memory Lane nehmen möchte, der kann ja mal reinschauen, denn die Folgen sind auf Netflix verfügbar.

Mich würde interessieren, ob ihr die Serie früher geschaut habt. Gibt es eigentlich mehr als eine Staffel? Ich werde die Folgen vermutlich so anschauen, wie ich die Bücher lese. 

Bis bald,
Eure Kitty Retro

Montag, 16. Oktober 2017

Das unheimliche Labor - #Scaralong

Hallo meine Gruselfreunde,

willkommen zu meiner kleinen Gänsehaut-Woche. Als Kind habe ich die Reihe einfach nur geliebt. Die schaurigen Geschichten waren kurzweilig, unvorhersehbar und haben meine Fantasie angeregt. Durch diese Bücher habe ich meine Liebe zum Lesen entdeckt, noch vor Harry Potter überhaupt existierte. Daher habe ich mir vorgenommen, die Reihe Stück für Stück nochmal zu lesen. Der Oktober scheint dafür nun der beste Monat.

Die Fakten:
  • Autor: R. L. Stine
  • Übersetzung: Günter W. Kienitz
  • Titel: Das unheimliche Labor (Original: Stay Out Of The Basement)
  • Reihe: Gänsehaut 3
  • Verlag: Omnibus
  • Erschienen: 1996
  • Seiten: 122
  • Preis:
  • Klappentext: "Warum dürfen Margaret und Casey nicht mehr in den Keller, seit ihr Vater, ein berühmter Botaniker, dort sein Labor eingerichtet hat? Eines Tages beshcließen die beiden das Geheimnis zu lüften und machen eine schaurige Entdeckung..."
Zur Handlung: Der Vater von Margaret und Casey hat seinen Job verloren und forscht seitdem im Keller der Familie weiter. Die beiden Kinder haben absolutes Kellerverbot. Doch besonders das reizt natürlich ihre Neugier. Als dann die Mutter der beiden noch einige Tage abreisen muss, um einer Verwandten zu helfen, hält die beiden Abenteurer nichts mehr zurück von ihrer schaurigen Entdeckung.

Dieses Buch hat Elemente die mir gefallen, aber insgesamt ist es eines der schwächsten Gänsehaut-Bücher für mich. Vor allem stört mich die Darstellung des verrückten Wissenschaftlers. Als Wissenschaftlerin habe ich einfach ein Problem damit. Aber dieses Thema ist natürlich so alt wie die Gruselliteratur selbst und von daher auch ein Bestandteil dieser Reihe.

Margaret und Casey fand ich ein bisschen anstrengend. Sie sind Geschwister und haben sehr klassische Rollen. Margaret als die große Schwester soll die Rolle der Mutter ausfüllen, bis diese wieder da ist. Sie ist die intelligente und pflichtbewusste der beiden. Sie hasste den Kosenamen des Vaters, aber nun nennt er sie nicht mehr so und das findet sie auch scheiße.

Casey ist der stereotypische kleine Bruder. Er vergöttert seinen Vater und will kein schlechtes Haar an ihm lassen. Dass er nicht mehr viel mit ihm spielt, stört natürlich. Und er stellt sich eben auch oft dumm an, was Margaret dann aufregt. 

Der Vater ist hier der Böse. Ihn finde ich auch tatsächlich bedrohlich und es ist interessant, wie Margaret Stück für Stück herausfindet, was hier eigentlich vor sich geht. Auch das Labor selbst ist sehr gruselig dargestellt und die Entdeckungen der Kinder sind schaurig, keine Frage. Hier bekommt man auf jeden Fall eine krasse Atmosphäre für ein Kinderbuch.

Das Finale war mir dann allerdings etwas zu wirr. Ich habe nicht so richtig durchschaut, was eigentlich gerade passiert. Vielleicht ist das einfacher, wenn man selbst ein Kind ist und die Gedankengänge nachvollziehen kann. Aber so richtig aufgegangen ist es mir nicht. Und dann gibt es natürlich wie immer einen kleinen Twist am Ende...

Alles in allem liebe ich die Reihe, aber nicht unbedingt diesen 3. Band. Habt ihr ihn gelesen und ähnliche oder ganz andere Gefühle? Ich möchte morgen dann über den Serien-Zweiteiler zu diesem Buch berichten. Die gibt es auf Netflix, falls ihr schon mal reinschauen möchtet.

Bis dahin,
Eure Kitty Retro




Meine Bewertung: